Eingewandert

„Ich lie­be den Apfel­stru­del“

Wenn aktuell von der Ukraine die Rede ist, denkt der Österreicher sofort an die Fußball-Europameisterschaft. Morgen (21. Juni) geht es für die österreichische Nationalmannschaft um 18 Uhr gegen die Ukraine um den Aufstieg ins Achtelfinale. Wie es einer Ukrainerin in Kärnten geht, erzählt Vita Vitrenko (44) im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“.

„Ich lie­be den Apfel­stru­del“ Vita Vitrenko übersiedelte im Jahr 2012 mit ihrer Familie von der Ukraine nach Villach.

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Vor neun Jah­ren über­sie­del­te Vita Vit­ren­ko von der ukrai­ni­schen Haupt­stadt Kiew nach Vil­lach. „Mein Ehe­mann Oleg, ein Inge­nieur für Mikro­elek­tro­nik, bekam von Infi­ne­on ein Job-Ange­bot. Wir pack­ten unse­re Sachen und reis­ten im Jahr 2012 mit unse­ren zwei Kin­dern Andrey und Sofia nach Kärn­ten“, erzählt Vit­ren­ko im Gespräch mit „KLiCK Kärn­ten“. Anfangs war es nicht ein­fach für die jun­ge Fami­lie. „Die ers­ten vier Jah­re hat­te ich sehr viel Heim­weh, mir fehl­ten mei­ne Freun­de. In die­ser Zeit ist uns der ‚Car­in­thi­an Club Inter­na­tio­nal‘ gut zur Sei­te gestan­den. Dafür sind wir heu­te noch dank­bar“, sagt Vit­ren­ko.

Urgroß­va­ter ein Öster­rei­cher

In Vil­lach fühlt sich die Fami­lie mitt­ler­wei­le gut auf­ge­ho­ben. Immer­hin war ihr Urgroß­va­ter ein Öster­rei­cher, der als Gefan­ge­ner vor Jahr­zehn­ten in die Ukrai­ne depor­tiert wur­de. „Ich befin­de mich gera­de mit­ten in der Ahnen­for­schung. Ich weiß nur, dass mein Vor­fah­re ein Bäcker war“, erzählt Vit­ren­ko. In der Ukrai­ne war sie stell­ver­tre­ten­de Chef­re­dak­teu­rin eines Frau­en­ma­ga­zins. Bücher zu schrei­ben und die Male­rei haben es ihr beson­ders ange­tan. Hob­bys, die sie auch heu­te noch aus­übt.

Beruf­lich bei Infi­ne­on

Beruf­lich ist Vit­ren­ko als Trai­nings­ko­or­di­na­to­rin bei Infi­ne­on tätig. Zudem ist sie frei­be­ruf­li­che Dol­met­sche­rin für Ukrai­nisch, Rus­sisch, Eng­lisch, Deutsch, Ser­bisch und Pol­nisch. „Mei­ne Talen­te habe ich wohl von mei­ner Mut­ter ver­erbt bekom­men. Sie war Jour­na­lis­tin. Mit ihr tele­fo­nie­re ich täg­lich über Whats­App“, berich­tet die Dol­met­sche­rin.

Ukrai­ne ver­sus Öster­reich

Fragt man Vit­ren­ko nach den Men­ta­li­täts-Unter­schie­den der Ukrai­ner und Öster­rei­cher, meint sie: „Die Ukrai­ner sind sehr offe­ne Men­schen, man braucht kaum einen Ter­min für ein Tref­fen. Aller­dings jam­mern mei­ne Lands­leu­te mehr und beschwe­ren sich öfter als die Öster­rei­cher. An Kärn­ten lie­be ich als Vege­ta­rie­rin beson­ders den köst­li­chen Apfel­stru­del.“

Fuß­ball-Euro­pa­meis­ter­schaft

Mor­gen lau­tet also das Duell Ukrai­ne gegen Öster­reich. Wer gewin­nen wird? „Dazu kann ich nichts sagen. Fuß­ball inter­es­siert mich nicht so sehr. Aber ich wün­sche bei­den Mann­schaf­ten alles Gute, möge der Bes­se­re gewin­nen“, betont Vit­ren­ko. Nach­satz: „Fuß­ball ist der Sport Num­mer eins in der Ukrai­ne.“

 

Zur Per­son

  • Name: Vita Vit­ren­ko
  • Alter: 44 Jah­re
  • Geburts­ort: Kiew
  • Fami­li­en­stand: Seit 24 Jah­ren mit Oleg ver­hei­ra­tet.
  • Kin­der: Andrey (21) und Sofia (11)
  • Beruf: Jour­na­lis­tin, Dol­met­sche­rin und Trai­nings­ko­or­di­na­to­rin
  • Hob­bys: Schrei­ben und malen
20.06.2021 19:19
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„Ich lie­be den Apfel­stru­del“ Vita Vitrenko übersiedelte im Jahr 2012 mit ihrer Familie von der Ukraine nach Villach.

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