Osterbrauch

Die Fackel­trä­ger aus St. Geor­gen

Die Fackelträger und Böllerschützen aus St. Georgen bei Bleiburg rüsten sich bereits für den großen Auftritt am Karsamstag unter der Kirche zu St. Georgen bei Bleiburg. „KLiCK Kärnten“ sprach mit dem Obmann der Brauchtumsgruppe, Dietmar Presitschek.

Fackelntragen Dietmar Presitschek ist Obmann der Fackelträger aus St. Georgen bei Bleiburg.

© Kowal sen.

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Der Brauch des Fackel­tra­gens geht bis in das 18. Jahr­hun­dert zurück. „Der uralte Brauch ver­kün­det am Kar­sams­tag die Auf­er­ste­hung von Jesus Chris­tus und soll das Ende des Win­ters ankün­di­gen, sowie den Bau­ern ein gutes, ertrag­rei­ches Jahr brin­gen. Außer­dem trägt die Brauch­tums­ver­an­stal­tung viel zur Dorf­ge­mein­schaft bei“, erklärt Obmann Diet­mar Pre­sit­schek, der seit 44 Jah­ren Fackel­trä­ger ist. Die Mit­glie­der des Ver­ei­nes kom­men aus allen Berufs­grup­pen.

Bau­ern spen­den

Die fri­schen Fich­ten für die Fackeln wer­den von den Bau­ern in der Umge­bung von St. Geor­gen gespen­det. Nach dem Fäl­len wer­den die Bäu­me an einen Sta­del gelehnt, wo das Holz vor dem Ver­ar­bei­ten getrock­net wird. Erst dann wer­den sie von den Mit­glie­dern fach­ge­recht zu Fackeln ver­ar­bei­tet. Der Baum wird am gro­ßen Ende mit­hil­fe von rund 200 Holz­kei­len mehr­fach gespal­ten. An die­ser Stel­le wer­den die Fackeln am Kar­sams­tag auch in Brand gesetzt.

Die Fackel­trä­ger

„Heu­er haben wir 24 Fackel­trä­ger. Jeder von ihnen trägt eine Fackel von 25 bis 30 Kilo­gramm“, erklärt der Obmann. Für das Auf­spal­ten einer jeden Fackel brau­chen die Ver­eins­mit­glie­der bis zu fünf Stun­den.

 

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Zwei Mit­glie­der des Fackel­ver­ei­nes beim Spal­ten einer Fich­te.
© Kowal sen.

Der Umzug

Am Kar­sams­tag ist es dann so weit. „Mit den bren­nen­den Fackeln gehen wir einen Umzug von rund 45 Minu­ten. Davor wer­den die Fackeln an klei­nen Lager­feu­ern ent­zün­det. Beim Umzug zei­gen die Fackel­trä­ger ver­schie­de­ne Cho­reo­gra­fien. Wir gehen von der Kir­che über ein gro­ßes Feld in Rich­tung Loi­bach und dort quer­feld­ein zurück zum Aus­gangs­punkt“, erklärt Diet­mar Pre­sit­schek.

Bei jedem Wet­ter

Eine Fackel kann schon zwi­schen 20 und 80 Kilo­gramm betra­gen. Am Ende wird ein sym­bo­li­sches Kreuz vor dem Oster­hau­fen gemacht und mit dem Rest des Feu­ers der Oster­hau­fen ange­zün­det“, erklärt Diet­mar Pre­sit­schek das Pro­gramm. Gestar­tet wird der Umzug am Kar­sams­tag (21 Uhr) mit den flam­men­den Fackeln unter der Kir­che in St. Geor­gen. „Unser Umzug wird bei jedem Wet­ter durch­ge­führt, egal ob Regen oder Schnee, wir sind wet­ter­fest“, sagt Diet­mar Pre­sit­schek.

28.03.2023 10:00
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Fackelntragen Dietmar Presitschek ist Obmann der Fackelträger aus St. Georgen bei Bleiburg.

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