„Narrisch guat“-Legende

„Diet­lin­de ist jetzt Model in Paris“

Vor vier Jahren ist es um „Kindermund“-Star Dieter „Dietlinde“ Schwanter still geworden. „KLiCK Kärnten“ besuchte den Kabarettisten zu Hause in Feistritz an der Drau. Schwanter gestattete einen Einblick in sein Privatleben.

Dietlinde Dieter Schwanter genießt mit Gattin Erika den Sommer.

© kope

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Der pen­sio­nier­te Restau­ra­tor Die­ter Schwan­ter tischt Kaf­fee auf, als ihm „KLiCK Kärn­ten“ in sei­nem Rei­hen­haus in Feis­tritz an der Drau einen Besuch abstat­tet. In ganz Öster­reich ist er als Diet­lin­de in der Num­mer „Kin­der­mund“ aus dem ORF-Quo­ten­hit „Nar­risch guat“ bekannt. „1994 zum Start von ‚Nar­risch guat‘ war ich schon mit einer ande­ren Num­mer dabei. Ein Jahr spä­ter kam dann der ‚Kin­der­mund‘, der bis 2017 zum gro­ßen Erfolg wur­de. Es war eine schö­ne Zeit mit einem sehr guten ORF-Team. Es war dafür ver­ant­wort­lich, dass mein Gesicht in ganz Öster­reich bekannt wur­de. Auch heu­te noch: Wo ich auch hin­ge­he, ich wer­de stän­dig erkannt und ange­spro­chen“, erzählt Schwan­ter.

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Dietlinde
In sei­ner Rol­le als „Diet­lin­de“ erlang­te Die­ter Schwan­ter öster­reich­weit Bekannt­heit – und auch über die Gren­zen hin­aus.
© pri­vat

Diet­lin­de wur­de älter

Wes­halb 2017 das Ende für die Num­mer „Kin­der­mund“ gekom­men war, ver­rät er nicht. Zwei Sät­ze lässt er sich doch ent­lo­cken. „Ich muss­te auf­hö­ren, weil Diet­lin­de auch älter wur­de. Sie lebt jetzt als gefrag­tes Model in Paris“, lacht Schwan­ter.

Das Publi­kum fehl­te

Mit dem Abschied von der Büh­ne hat­te der pen­sio­nier­te Restau­ra­tor anfangs sei­ne Pro­ble­me. „Mir fehl­te sehr lan­ge das Publi­kum. Doch mit der Zeit ging es dann bes­ser. So neben­bei tre­te ich ja noch bei ACR-Rei­sen als Die­ter Schwan­ter auf“, ver­rät der Feis­trit­zer mit einem Glän­zen in den Augen. Zu sei­nen Hob­bys zäh­len malen, gut essen gehen, Freun­de tref­fen, Gat­tin Eri­ka und natür­lich die gesam­te Fami­lie. Den Fasching und „Nar­risch guat“ betrach­tet er nun von außen.

Schwe­res Jahr

Das Jahr 2021 gehört zu den här­te­ren Jah­ren im Leben der „Nar­risch guat“-Legende im Ruhe­stand. „Die gesund­heit­li­chen Pro­ble­men began­nen bereits zum Jah­res­en­de. Eine Herz­ope­ra­ti­on und eine schwe­re Lun­gen­ent­zün­dung mach­ten mir dann schwer zu schaf­fen. Neun Wochen muss­te ich in den Kran­ken­häu­sern in Vil­lach und Laas ver­brin­gen. Mitt­ler­wei­le geht es mir aber wie­der gut“, beru­higt Schwan­ter.

Kei­nen Alko­hol, kei­ne Ziga­ret­ten

Dabei lebt er stets ent­halt­sam. „Ich habe in mei­nem gan­zen Leben nie geraucht oder Alko­hol getrun­ken. 1964 habe ich mir vor­ge­nom­men, das Geld, das ich für Ziga­ret­ten aus­ge­ge­ben hät­te, auf ein Kon­to zu legen. Mit 50 Jah­ren habe ich mir damit dann einen Por­sche gekauft“, sagt Schwan­ter. Treue wird bei ihm groß­ge­schrie­ben. Mit Gat­tin Eri­ka ist er seit 47 Jah­re ver­hei­ra­tet, 45 Jah­re hat­te er den­sel­ben Arbeit­ge­ber, 42 Jah­re mach­te er beim Feis­trit­zer Faschings­rat mit – davon 27 Jah­re als Gil­den­kanz­ler – und 27 Jah­re blö­del­te er mit dem unver­kenn­ba­ren „Kin­der­mund“.

Vie­le Groß­bau­stel­len

Schwan­ter war beruf­lich ein gefrag­ter Restau­ra­tor. „Ich war vie­le Jah­re in Wien, Tirol und sogar in Isra­el unter­wegs. Wir haben in die­ser Zeit den Musik­ver­ein, den Ste­phans­dom und die Karls­kir­che in Wien, das Schloss Laxen­burg, den Wap­pen­saal in Kla­gen­furt und im Öster­rei­chi­schen Hos­piz in Isra­el restau­riert“, blickt Schwan­ter auf ein abwechs­lungs­rei­ches Berufs­le­ben zurück.

24.06.2021 18:58 - Update am: 24.06.2021 18:59
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