Kultur
Das Museum St. Veit öffnet wieder für Besucher
Am Staatsfeiertag öffnet das Museum wieder bis Ende September für geschichtsinteressierte Besucherinnen und Besucher seine Türen. Mitte Mai erfolgt dann auch die Eröffnung der neuen Ausstellungsräumlichkeiten.
© Stadt St. Veit
Telefonieren wie vor 60 Jahren, ein Foto in einer kaiserlichen Kutsche
machen, einzigartige Modelleisenbahnen bestaunen oder selbst in einem originalen
Fahrsimulator zum/zur LokführerIn werden. Das alles und noch viel mehr ist ab Montag,
den 1. Mai, wieder am Hauptplatz 29 möglich.
1 Museum – 7 Themen
Zu sehen gibt es in den drei thematisch unterteilten Stockwerken so Einiges: eine
einzigartige Sammlung zur Geschichte der Eisenbahn inklusive wunderschön aufbereiteter
H0 Modelleisenbahnen, eine Sammlung mit Schwerpunkt zu Motorisierung und
Gendarmerie und eine zu Post- und Fernmeldewesen. Außerdem können die
BesucherInnen im gesamten dritten Stockwerk die reiche Stadtgeschichte St. Veits
bewundern. Im Garten steht nicht nur eine wunderschöne, 130 Jahre alte Postkutsche aus
der k.u.k. Monarchie, die bei den Besucherinnen und Besuchern als beliebtes Fotomotiv
dient, sondern auch auf knapp 100 Quadratmetern eine Garteneisenbahn, die, wie die
Modelleisenbahn, in liebevoller Kleinarbeit in zahlreichen Stunden von Freiwilligen des
Vereins „Verkehrsmuseum St. Veit“ gewartet und gegebenenfalls repariert und erneuert
wird. Obmann Georg Pfennich: „Wir freuen uns immer über neue Vereinsmitglieder, die
nicht nur die Technik von nostalgischen Eisenbahnen, den Modelleisenbahnen bis zu alten
Kommunikationstechniken erleben können, sondern auch dabei helfen, die technischen
Kulturgüter der Nachwelt zu erhalten.“ So sorgt der Verein auch für das Funktionieren des
allseits beliebten Fahrsimulator eines Triebwagens 4030, in dem Eisenbahninteressierte
selbst zu LokführerInnen auf der Strecke Maria Saal – Friesach werden können. Für die
jüngsten Besucherinnen und Besucher wird es auch in dieser Saison wieder eine eigene
Modelleisenbahn sowie eine Spielecke in der Aula geben.
Neuigkeiten der Saison 2023
Bei Umbauarbeiten in den vergangenen Monaten wurden nicht nur der Eingangsbereich
modern und neu gestaltet, sondern auch zwei neue Räume im Erdgeschoss für den
Museumsbetrieb erschlossen, die ab 18. Mai dem Publikum präsentiert werden. Dort
finden in Zukunft die zwei St. Veiter Traditionsvereine, die Bürger-Goldhauben-Frauen und
die Bürgerliche Trabantengarde, mehr Platz für die Darstellung ihrer reichen Geschichte.
Im anschließenden Raum wird es Sonderausstellungen zu verschiedensten Themen
geben – den Anfang macht ab Mitte Mai Rudolf Wadl mit seinen Zeitmaschinenbildern, die
einen auf unvergleichliche Weise an bekannten St. Veiter Orten in die Vergangenheit
reisen lassen. Zudem soll das Museum eine eigene Leseecke mit historischer Literatur in
der Aula erhalten und es werden auch fachspezifischen Lesungen in regelmäßigen
Abständen im Haus stattfinden.
Anlaufstelle für alle (Stadt-) Geschichtsinteressierten
Der neue Museumsleiter Stefan Regenfelder dazu: „Mir ist es besonders wichtig, dass
unser Haus ein zentraler Treff- und Anlaufpunkt für alle (Stadt-) Geschichtsinteressierten
wird, in dem nicht nur unsere reiche Geschichte ausgestellt ist, sondern sie auch gelebt
werden kann. Das heißt vor allem, dass das Museum durch regelmäßige Veranstaltungen
einen fixen Raum im Bewusstsein der einheimischen Bevölkerung gewinnt und so für
einen lebendigen historischen Diskurs sorgen kann.“ Weil das Interesse für die eigene
Geschichte schon früh anfangen sollte, planen Regenfelder und sein Stellvertreter Michael
Jaritz gemeinsam mit dem „Verein Verkehrsmuseum“ unter Obmann Georg Pfennich auch
bereits zusätzliche Schwerpunkte für Kinder.
Wissenswert
Mai, Juni und September: Donnerstag bis Montag jeweils von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 18 Uhr geöffnet. Dienstag und Mittwoch geschlossen. Juli und August: Durchgehend von Montag bis Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Kontakt: Museum St. Veit, Hauptplatz 29, 9300 St. Veit/Glan, Tel.: 04212/28995, im Web unter Museum St. Veit/Glan, oder per E‑Mail: museum@museum-stveit.at