Discjockey

Musik beglei­tet sein Leben

Der gebürtige Klagenfurter Helmut Gitschthaler (74) ist nicht nur ein leidenschaftlicher Platten- und CD-Sammler, sondern auch ein begeisterter Discjockey. „KLiCK Kärnten“ sprach mit dem ehemaligen Schmuck-Großhändler.

Musik beglei­tet sein Leben DJ Helmut Gitschthaler an seinem Arbeitsplatz im „Bluesiana“ in Velden.

© Kowal sen.

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Der pen­sio­nier­te Schmuck­ver­käu­fer Hel­mut Gitsch­tha­ler aus Kla­gen­furt war immer schon ein gro­ßer Musik­lieb­ha­ber. „In jun­gen Jah­ren habe ich ein­mal Gitar­ren­un­ter­richt genom­men. Lei­der ließ mich der Musik­leh­rer auf einer klas­si­schen Gitar­re Musik aus dem 15. Jahr­hun­dert üben. Ich woll­te aber die Songs von ‚The Beat­les‘ spie­len. Ich habe dann gesagt, das ist nichts für mich und habe mit dem Üben auf­ge­hört. Mein Kön­nen an der Gitar­re reich­te damals höchs­tens für Stil­le Nacht, hei­li­ge Nacht“, erzählt Gitsch­tha­ler mit einem Augen­zwin­kern.

Die Sam­mel­lei­den­schaft

Doch die Musik ließ den jun­gen Kla­gen­fur­ter nicht los. „Mei­ne Musik­rich­tun­gen waren von Anfang an Rock und Pop. Ich begann mit den Plat­ten und spä­ter CD zu sam­meln“, ergänzt Gitsch­tha­ler. Ton­trä­ger von Schla­ger­in­ter­pre­ten oder der Volks­mu­sik haben sich nie in die Samm­lun­gen vom DJ Gitsch­tha­ler ver­irrt. Rund 7.000 Schall­plat­ten und 10.000 CDs wer­den vom Samm­ler gehor­tet. Schla­ger und Volks­mu­sik haben sich in die Samm­lun­gen nie ver­irrt.

Legen­dä­re Café Lerch

Vor Jahr­zehn­ten begann Gitsch­tha­ler im Kla­gen­fur­ter Jugend­klub und spä­ter im legen­dä­ren Café Lerch in Kla­gen­furt mit dem Plat­ten auf­le­gen. Sei­ne Vor­gän­ger im Lerch waren der legen­dä­re Wal­ter Ruben­tha­ler und Mar­tin „Daxi“ Daks­ko­bler. Berühmt gewor­den ist das Café Lerch durch Udo Jür­gens, der in jun­gen Jah­ren dort sei­ne ers­ten Auf­trit­te hat­te. Der bekann­te Film­re­gis­seur Otto „Josip“ Ret­zer hat im Lerch sei­ne Koch- und Kell­ner­leh­re absol­viert.

Das „Blue­sia­na“

Vor rund 20 Jah­ren hat­te die Kar­rie­re von Hel­mut Gitsch­tha­ler im „Blue­sia­na“ in Vel­den sei­ne Fort­set­zung. „Bei Gud­run Kof­ler bin ich nicht nur DJ, son­dern auch ‚Haus­bur­sche‘, der über­all dort anpackt, wo er gebraucht wird“, betont der Disc­jo­ckey. Haupt­säch­lich ist er das Vor­pro­gramm von zahl­rei­chen Stars, wie am ver­gan­ge­nem Don­ners­tag beim Chris Jag­ger, dem Bru­der vom „Rol­ling Stones“-Frontman Mick Jag­ger.

Kein Tän­zer

Pri­vat ist Hel­mut Gitsch­tha­ler mit sei­ner Frau Inge ver­hei­ra­tet. Sie hat einen ähn­li­chen Musik­ge­schmack. „Mei­ne Frau Inge liebt beson­ders Rock­bal­la­den. Wenn sie ein­mal bei einem mei­ner Auf­trit­te dabei ist und ich bei den Musik­wün­schen mei­ne sanf­te Pha­se habe, das sagt sie: Du kannst ja auch schön spie­len“, schil­dert der Musik­fan.

Die Hob­bys

Sur­fen, Gol­fen, Biken sind die Hob­bys vom DJ Gitsch­tha­ler. „Was ich nicht kann, ist tan­zen. Wenn mich eine Frau zum Tan­zen auf­for­dert, sage ich ihr: Ich war im Viet­nam­krieg in Gefan­gen­schaft, da wur­de mir das Tan­zen raus­ge­prü­gelt und bin dadurch trau­ma­ti­siert. Was natür­lich eine maka­be­re Lügen­ge­schich­te ist“, erzählt DJ Hel­mut Gitsch­tha­ler.

07.05.2023 10:00
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Musik beglei­tet sein Leben DJ Helmut Gitschthaler an seinem Arbeitsplatz im „Bluesiana“ in Velden.

© Kowal sen.