Kampf gegen Raserei
Verkehrspolizei ist nun schneller unterwegs
Im Rahmen des Maßnahmen-Pakets gegen Raserei erhält die Verkehrspolizei nun drei neue Fahrzeuge über 300 PS und eine moderne, mobile Radar-Anlage.
Immer häufiger werden Fälle von extremen Tempo-Überschreitungen in Kärnten. “Das betrifft mittlerweile auch alle Straßen, von der Autobahn bis zum Stadtgebiet”, führt Landesrat Sebastian Schuschnig, zuständig für Verkehrssicherheit, aus. Um gegen extreme Raser besser vorgehen zu können, wird die Ausstattung der Verkehrspolizei verbessert. Für die Polizei gibt es neue Fahrzeuge und eine neue Geschwindigkeits-Messanlage.
Hochmodernes Messgerät
Das mobile Radar-Messgerät ist bereits seit dieser Woche im Einsatz – an Straßenstellen, wo hohe Tempo-Überschreitungen öfter vorkommen. Das Gerät ist klein, kann schnell installiert werden und misst präzise, auch in Echtzeit. Schuschnig: “Und damit ist erstmals auch bei fast allen Kurvenradien eine Messung möglich, selbst unter Leitplanken kann sie positioniert werden.” Das Land Kärnten hat das Messgerät finanziert.
Polizei schneller unterwegs
Für die Zivilstreife gibt es außerdem drei neue PS-starke Fahrzeuge über 300 PS. Sie sollen speziell auf Autobahnen eingesetzt werden. Schuschnig: “Es geht darum, dass die ‚Roadrunner-Szene‘ der Exekutive nicht einfach die Rücklichter zeigen kann.”
Höhere Strafen für Raser
Auch eine Task-Force gegen Raser wurde installiert. Und Kärnten wird die Verkehrsstrafen im Rahmen des bundesweiten Raser-Pakets anpassen. Für geringe Übertretungen ändert sich nichts, für extreme Raserei werden die Strafen erhöht. Auch eine Bewusstseinskampagne gegen Raserei noch im Sommer soll helfen. Nachschärfen will man bei diesem Maßnahmen-Paket im Spätsommer. Schuschnig fordert: “Jedenfalls muss das Verkehrsministerium auch rasch die versprochene Gesetzesvorlage liefern, um den Gefährdern das Auto entziehen zu können.”
Fast ein Drittel der Unfälle war 2020 auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen.
