Diwald & Prammerdorfer
„Wir wollen eine Hetz haben“
Seit sieben Jahren gibt es die Kärntner Musikgruppe „Tobacco Road Blues Band“. Wie es zu dem Namen kam und welche Ziele sie verfolgen, erzählen Mike Diwald und Peter Prammerdorfer im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“.
© kope
Der eine ist der bekannte „Radio Kärnten Morgenshow“-Moderator Mike Diwald, der andere der Pädagoge und studierte Musiker Peter Prammerdorfer. Zusammen sind sie die „Tobacco Road Blues Band“. Sie treten entweder zu zweit auf oder mit der gesamten Band, der Schlagzeuger Klaus Sauli und Bassgitarrist Christian Egger angehören.
Der Impuls
Begonnen hat alles vor sieben Jahren beim 40. Geburtstag von Prammerdorfer. „Mike war als Gast dabei und wir haben spontan musiziert. Rückblickend war das unser gemeinsamer Start in das Musikgeschäft“, erklärt Prammerdorfer. Den Bandnamen „Tobacco Road Blues Band“ kreierte er: „Der Name hat sehr viel mit dem American Dream zu tun.“ Prammerdorfer spielt wie Diwald auf der Akustikgitarre. Anfangs wurden noch bekannte Titel gecovert, aber schon bald schrieben die Musiker die ersten eigenen Titel.
Die Musikrichtungen
Für Amerika-Fan Diwald, der auch ein glühender Fan von Eric Clapton ist, war von Anfang an klar: „Wir spielen Blues, Rock und Country – eigentlich alles, was mit Amerika zu tun hat.“ Gespielt werden mittlerweile ausschließlich eigene Titel, die gemeinsam komponiert und getextet werden. Einmal in der Woche treffen sich die Musiker, um an neuen Projekten zu arbeiten. „Peter hat oft eine Idee, die nur aus einer Textzeile besteht, die ich dann textlich fertigstelle. Wir komponieren, texten und arrangieren hauptsächlich gemeinsam. Es ist oft schwer zu sagen, wo die eigene Song-Idee aufhört und wo die des anderen anfängt“, erklärt Diwald. Einen Trend möchten die Musiker auf keinen Fall mitmachen: „Wir arbeiten hart und wollen uns nicht verbiegen.“

Im Radio
„Radio Kärnten“-Hörer kamen zuletzt immer mehr Titel der „Tobacco Road Blues Band“ zu Ohren. „Wir sind sehr dankbar, dass Radio Kärnten seit Monaten Titel von uns fleißig sendet“, betont Prammerdorfer. Am meisten sind „Hurdy Gurdy“, „Take me down“ und „Do U Wanna“ zu hören. Das Video zu „Take me down“ entstand auf einer Gefängnisinsel in Kroatien. „Das hat für Aufsehen gesorgt. Einem Fernsehsender war das sogar einen großer Bericht wert“, erzählt Prammerdorfer. Gespielt wird die Musik der Kärntner auch von kleineren Stationen in Amerika, Australien und England. „Jetzt haben wir gerade ein Interview für einen Radiosender in Manchester gegeben“, schildert Prammerdorfer. Jährlich werden rund 3.000 Airplays auf der ganzen Welt bemustert. „Rund zehn Prozent davon spielen unsere Titel“, freut sich Diwald.
Einmal in Amerika spielen
Zuletzt war die „Tobacco Road Blues Band“ beim Pinkafelder Bluesfestival in Eberau (Burgenland) zu sehen und zur hören. Am morgigen Samstag (3. Juli) treten Mike Diwald & Co. um 18 Uhr am Sörgerberg in der „Hokaheye“-Arena auf. Dabei präsentieren sie auch das neue Album „Papa Legba“. Zu den Zielen befragt, meint Prammerdorfer: „Mit unserer Musik viel Spaß haben und nicht fremd gehen, einfach unserem Stil treu bleiben. Wir hoffen, dass wir bald auch wieder in Italien spielen können. Gerne würden wir mal in England, Spanien oder irgendwann in Amerika auftreten.“


