Kärnten
Schutzwasser-Wirtschaft erhält Schub
Die Schutzwasserwirtschaft in Kärnten erhält einen bedeutenden Schub durch umfassende Hochwasserschutz- und Instandhaltungsmaßnahmen.
© Abteilung 12 (Wasserwirtschaft)
Nach der Unwetterkatastrophe vom letzten Jahr setzt Landesrat Fellner seinen Weg von umfangreichen Schutzmaßnahmen für Kärnten fort — Die Landesregierung Kärnten beschließt in der gestrigen Regierungssitzung ein Investitionsvolumen von fast 2 Mio. Euro für den Hochwasserschutz.Die Landesregierung Kärnten beschließt in der gestrigen Regierungssitzung ein Investitionsvolumen von fast 2 Mio. Euro für den Hochwasserschutz.
Regionen müssen vor Unwettern schützen
Die Schutzwasserwirtschaft in Kärnten setzt ein positives Zeichen für den Schutz unserer Gewässer und die Sicherheit der Bevölkerung. „Es ist unfassbar, was Unwetter in Kärnten bereits angerichtet haben und was die Kärntner Bevölkerung bisher miterleben musste. Mein Ansatz ist es zu helfen, wo und wie auch immer es nur geht, um Kärntner Regionen künftig bestmöglich vor neuerlichen Unwettern zu schützen“, betont Landesrat Daniel Fellner, Referent für Katastrophenschutz und Wasserwirtschaft des Landes Kärnten. Ein zentrales Projekt im gegenwärtigen Rahmen ist der Hochwasserschutz des Arndorfer Baches in den Gemeindegebieten von Maria Saal und Magdalensberg.
Hochwasserschutz wird realisiert
Dieses Vorhaben zielt darauf ab, die Ortschaft Deinsdorf effektiv vor einem hundertjährigen Hochwasserereignis zu schützen. Der Arndorfer Bach weist derzeit eine unzureichende Abflusskapazität auf, was zu Überflutungen von Wiesen und Ackerflächen führen kann. „Mit einer Geländekorrektur und dem Bau eines Dammes soll der Hochwasserschutz so rasch wie möglich realisiert werden“, bekräftigt der verantwortliche Referent für Katastrophenschutz und Wasserwirtschaft.
Überprüfung der Abwasserprofile
Darüber hinaus werden im Rahmen von zehn Instandhaltungsprojekten in den Bezirken Villach-Land, Feldkirchen, Klagenfurt-Land und Spittal wichtige Maßnahmen zur Gewährleistung einer uneingeschränkten Funktionsfähigkeit der Abflussprofile durchgeführt. Dazu gehören die Entfernung von Verklausungen und abflusshinderndem Bewuchs sowie die Wiederherstellung von schadhaft gewordenen Ufersicherungs- und Regulierungsmaßnahmen. Parallel dazu werden drei Gefahrenzonenpläne erstellt und eine Vorstudie durchgeführt, um die Planungsmaßnahmen zu unterstützen.
Wichtiger Schritt im Bereich Schutzwasserwirtschaft
Ein weiterer wichtiger Schritt im Bereich der Schutzwasserwirtschaft betrifft die Erforderniserhöhung bei der Hochwasserschutzmaßnahme Lieser, Krems-Eisentratten. Aufgrund technischer und finanzieller Änderungen im Zuge der Ausführung musste eine Anpassung des Baukostenerfordernisses beantragt werden, um die erfolgreiche Umsetzung sicherzustellen. „Durch die Vielzahl von geplanten Maßnahmen, inklusive Hochwasserschutzprojekten, Instandhaltungsmaßnahmen und schutzwasserwirtschaftlichen Planungen, legen wir den Fokus darauf, Menschen und Infrastruktur vor Hochwasser zu schützen. Dabei berücksichtigen wir die nachhaltige Entwicklung und die Ziele für eine sichere und lebenswerte Umwelt”, betont LR Fellner.
Umsetzungszeitraum von 2023 bis 2034 geplant
„Mit einem Umsetzungszeitraum von 2023 bis 2024 wird dieses ehrgeizige Vorhaben die Sicherheit unserer Region stärken und die nachhaltige Entwicklung vorantreiben“, so Landesrat Fellner. Es wird erwartet, dass insgesamt 21 hochwasserfreigestellte Objekte und zahlreiche Gewässer von den geplanten Maßnahmen profitieren werden. Die Kosten in Höhe von rund 1,9 Mio. werden durch Bund, Land und Gemeinden getragen.
Die Schutzwasserwirtschaft und der Hochwasserschutz spielen eine entscheidende Rolle bei der Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen.