Digi-Projekt
Villach räumt ab: Stadt gewinnt erstmals Verwaltungs-Preis
Die Stadt Villach wurde zum ersten Mal mit dem Staats- und Verwaltungspreis ausgezeichnet. Mit einem Projekt zur digitalen Bestandsaufnahme für Straßen setzte sich die Stadt gegen 143 Einreichungen durch.
© Stadt Villach
Ein wahrer Preisregen geht derzeit über die Stadt Villach nieder. Gerade erst konnten zwei internationale „Livcom“-Auszeichnungen entgegengenommen werden. Sie wurden auf Malta und in Kooperation mit den Vereinten Nationen für hohe Lebensqualität und vorbildliche Umweltmaßnahmen verliehen.
Erster Staats- und Verwaltungspreis
Nun folgen hohe nationale Ehrungen: Erstmals hat Villach in Wien einen Staats- und Verwaltungspreis erhalten. Für die Einreichung „Straßenzustandserfassung“ errangen die Abteilungen „Tiefbau“ und „Wirtschaftshof“ den Jurysieg in der Kategorie „Innovative öffentliche Beschaffung“. Zusätzlich belegte die Einreichung auch bei einem Studentenvoting im Rahmen der Preisverleihung durch das Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport den ersten Platz.
Digitale Straßen-Bestandsaufnahme
Beim Siegerprojekt ging es darum, dass in den vergangenen Monaten alle Villacher Straßen digital erfasst und nach bestimmten Kriterien in Zustands-Kategorien eingeteilt wurden. Dies dient als Orientierungshilfe für künftige Sanierungen. „Gerade die jüngsten ehrenvollen Auszeichnungen belegen, wie innovativ und modern eine Behörde wie der Villacher Magistrat agieren kann“, sagt Bürgermeister Günther Albel. „So unterschiedlich die Preise auch sind, sie haben eine große Gemeinsamkeit: Sie rücken Bürger sowie deren Bedürfnisse in den Mittelpunkt. Sie dokumentieren ehrliche Arbeit für die Menschen.“
Auch Bürgerportal „kaerstin“ gewann
Insgesamt schafften es beim Staats- und Verwaltungspreis 143 Einreichungen von österreichischen Behörden in die große Finalrunde. Villach war mit zwei Projekten vertreten. Neben der Straßenzustandserfassung reichte die Stadt auch das Bürger:innen-Portal „kaerstin“ ein. Es errang in der Katagorie „Digitalisierung“ eine Top-5-Platzierung. Die digitale Plattform hat die Möglichkeiten enorm verbessert, Amtswege zeitsparend digital zu erledigen. „kaerstin“ bietet nicht nur viele Online-Formulare an, sondern auch Meldedaten und ein Bürgerservicekonto, das Überweisungen transparent auflistet. Dies umfasst etwa genehmigte Förderungen, Kindergartenbeiträge oder die Hundesteuer. Die IT-Abteilung des Magistrats hat „kaerstin“ in enger Abstimmung mit dem Gemeindereferat des Landes Kärnten entwickelt.
Kooperation mit Land Kärnten
„Herzliche Gratulation zu diesen Auszeichnungen! Es ist mir ein Herzensanliegen, die Digitalisierung der Kärntner Gemeinden voranzutreiben. Ich bin der festen Überzeugung, dass ein umfassendes digitales Angebot einen wesentlichen Mehrwert für Bedienstete, Politik aber vor allem auch für Bürger bringt. Die Stadt Villach ist seit jeher ein starker Partner bei der Umsetzung der Digitalisierungsoffensive“, sagt Landesrat Daniel Fellner und Albel ergänzt: „Mein Dank gilt allen Mitarbeitern im Rathaus Villach. Ohne ihre Bereitschaft, sich stets weiterzuentwickeln und den Weg der Digitalisierung nicht nur zu gehen, sondern aktiv mitzugestalten, ist eine moderne Behörde nicht mehr denkbar.“
Modernes Personalmanagement
Villachs Magistratsdirektor Christoph Herzeg sieht die erreichten Top-Auszeichnungen als Bestätigung dafür, welch hohen Stellenwert modernes Personalmanagement gerade im öffentlichen Bereich mittlerweile hat. „Wir forcieren ausgezeichnetes Recruiting, optimieren kontinuierlich unser Fortbildungsprogramm und sorgen für zeitgemäße Rahmenbedingungen beim Arbeitsrecht. Mitarbeiter, die sich wertgeschätzt fühlen, erbringen noch bessere Arbeit.“
