Gesundheit

Start­schuss für „Psy­cho­so­zia­les The­ra­pie­zen­trum Kärn­ten“

Nach dem im Sommer des Vorjahres eröffneten ‚Psychosozialen Therapiezentrum Kärnten‘ in Villach wird am Montag im Herzen von Klagenfurt (Heiligengeistplatz 4) der nächste „Meilenstein“ in der psychischen Versorgung in Betrieb genommen.

Start­schuss für „Psy­cho­so­zia­les The­ra­pie­zen­trum Kärn­ten“Karl Cernic, Christian Scheider, Beate Prettner, Sylvia Gstättner, Christa Rados, Wolfgang Schantl (von links)

© Büro LR.in Prettner

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Heu­te, Mitt­woch, fand dazu die ers­te Besich­ti­gung vor Ort statt. „Die Psy­cho­so­zia­len The­ra­pie­zen­tren sind mir per­sön­lich ein gro­ßes Her­zens­an­lie­gen gewe­sen: Wir haben dafür wirk­lich vie­le Jah­re und gegen vie­le Wid­rig­kei­ten gekämpft“, erklär­te Gesund­heits­re­fe­ren­tin Bea­te Prett­ner. Das über­aus hel­le, groß­zü­gig gestal­te­te The­ra­pie­zen­trum besteht aus zwei Ein­hei­ten mit getrenn­ten Ein­gän­gen – aus einem Zen­trum für Kin­der und Jugend­li­che sowie aus einem Zen­trum für Erwach­se­ne.

Ergän­zung zum Ange­bot

„Die Zen­tren stel­len eine wich­ti­ge Ergän­zung zum bereits vor­han­de­nen Ange­bot für Men­schen mit psy­chi­schen Pro­ble­men dar. Wir wis­sen: Immer mehr Men­schen lei­den an der See­le; immer mehr Men­schen – vor allem auch Kin­der und Jugend­li­che — ste­hen vor gro­ßen men­ta­len und psy­chi­schen Her­aus­for­de­run­gen. Ins­be­son­de­re depres­si­ve Erkran­kun­gen neh­men mar­kant zu“, so die Gesund­heits­re­fe­ren­tin. „Umso wich­ti­ger ist es, wohn­ort­na­he ein Ange­bot zu haben, das unkom­pli­ziert und ohne Hemm­schwel­len in Anspruch genom­men wer­den kann.“ Der Bedarf sei beacht­lich – „gera­de in Anbe­tracht der der­zei­ti­gen Kri­sen…“ „Wir wol­len mög­lichst rasch und unbü­ro­kra­tisch Hil­fe gewähr­leis­ten. Ich freue mich sehr, dass wir nach Vil­lach nun auch in der Lan­des­haupt­stadt mit die­sem Zen­trum in Betrieb gehen kön­nen“, beton­te Prett­ner.

Beglei­tung durch pro­fes­sio­nel­les Team

Wie die medi­zi­ni­sche Lei­te­rin des Zen­trums, Pri­ma­ria Chris­ta Rados, erklär­te, hei­ße Hil­fe in die­sem Fall „Bera­tung – auch von Ange­hö­ri­gen – und lang­fris­ti­ge the­ra­peu­ti­sche Beglei­tung durch ein mul­ti­pro­fes­sio­nel­les Team aus den Berei­chen Psy­cho­lo­gie, Psy­cho­the­ra­pie, Sozi­al­ar­beit, Ergo­the­ra­pie und Pfle­ge in Ein­zel- und Grup­pen­sit­zun­gen.“ Sie geht davon aus, dass die Ein­rich­tung wie jene in Vil­lach „vom Start weg sehr gut ange­nom­men wird: In Vil­lach läuft der Betrieb her­vor­ra­gend. Das The­ra­pie­zen­trum ist für alle Men­schen mit psy­chi­schen Erkran­kun­gen oder damit zusam­men­hän­gen­den Kri­sen da.

Betrie­ben wer­den die Psy­cho­so­zia­len The­ra­pie­zen­tren von der KABEG gemein­nüt­zi­ge Dienst­leis­tungs-GmbH. „Ich bin froh, dass wir vom Land mit der Umset­zung beauf­tragt wur­den“, sag­te deren Geschäfts­füh­rer Wolf­gang Schantl. Er bezeich­ne­te die Zen­tren als „ganz wich­ti­gen Schritt für die Ver­sor­gung der Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten mit psy­chi­schen Pro­ble­men – wir schlie­ßen damit die Lücke zwi­schen nie­der­ge­las­se­nem und sta­tio­nä­rem Ange­bot.“

 

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Kos­ten betra­gen 3,6 Mil­lio­nen pro Jahr

Die Kos­ten wur­den von KGF-Geschäfts­füh­rer Karl Cer­nic mit 3,6 Mil­lio­nen Euro pro Jahr bezeich­net. „In den ers­ten bei­den Jah­ren über­nimmt der KGF die Kos­ten in Form einer Anschub­fi­nan­zie­rung zur Gän­ze allei­ne. Zudem tra­gen wir die Inves­ti­tio­nen in Höhe von 700.000 Euro. Danach geht die Finan­zie­rung in den Regel­be­trieb über – mit Kos­ten­tei­lung zwi­schen Land, KGF und ÖGK“, erklär­te Cer­nic. Sei­tens der ÖGK beton­te Syl­via Gstätt­ner: „Heu­te ist ein Tag, sich zu freu­en.“ Mit der Eröff­nung die­ses The­ra­pie­zen­trums sei ein ganz wesent­li­ches Etap­pen­ziel erreicht. „Der hohe Bedarf ver­langt nach immer mehr Ange­bo­ten.“

Tele­fo­ni­sche Anmel­dun­gen sind ab sofort mög­lich. Öff­nungs­zei­ten: Mon­tag bis Frei­tag 8.30 Uhr bis 16 Uhr, Frei­tag bis 14 Uhr.

15.06.2023 13:00
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Start­schuss für „Psy­cho­so­zia­les The­ra­pie­zen­trum Kärn­ten“Karl Cernic, Christian Scheider, Beate Prettner, Sylvia Gstättner, Christa Rados, Wolfgang Schantl (von links)

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