Deutscher verunglückt
Tödlicher Absturz eines Paragleiters in Obervellach
Was gestern Nachmittag mit einer E-Mail, die schwer einzuordnen war, begann, war in den Abendstunden traurige Gewissheit: Ein 59-jähriger Deutscher war beim Paragleiten verunglückt.
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Gestern erhielt die Polizeiinspektion Obervellach gegen 16.15 Uhr die Benachrichtigung, dass ein Paragleiter im Bereich der Ortschaft Flattach in einem Baum hängen soll. Ein ausländischer Staatsangehöriger hatte den Fliegerclub Greifenburg darauf in einer E‑Mail mit einem Screenshot der vermeintlichen Unfallstelle aufmerksam gemacht. Die Polizei leitete umgehend eine Suchaktion ein, an der sich auch der Polizei-Hubschrauber „Libelle“ beteiligte. Die Suche verlief jedoch negativ.
Keine Kontaktdaten bekannt
Weil die Mitteilung über den möglichen Notfall lediglich per E‑Mail erfolgte und vom Anzeiger auch keine Kontaktdaten bekannt waren, wurde die Suche vorerst abgebrochen. Der Anzeiger wurde per E‑Mail aufgefordert, sich telefonisch mit der Polizeiinspektion Obervellach in Verbindung zu setzen.
Polizei-Hubschrauber „Libelle“ brach erneut auf
Um 20.09 Uhr meldete sich der Anzeiger und gab an, dass ein Freund, ein 27-jähriger Tscheche, am Nachmittag im Flug mit seinem Paragleiter einen geöffneten Notfallschirm eines Paragleiters im alpinen Gelände wahrgenommen hätte. Er übermittelte die ungefähren Koordinaten per E‑Mail. Die am Nachmittag übermittelten Koordinaten waren vom tatsächlichen Einsatzort kilometerweit entfernt. Der Flugunfall hatte sich im Bereich Kaponig (Jössnighütte) in der Gemeinde Obervellach auf rund 1.900 Metern Seehöhe ereignet. Der Polizei-Hubschrauber „Libelle“ brach erneut auf und suchte den angegebenen Einsatzort aus der Luft ab.
Ursache derzeit unklar
Um 21.05 Uhr machte die Hubschrauber-Besatzung den am Boden liegende Gleitschirm aus. Unterhalb des Schirms konnte der abgestürzte Paragleiter-Pilot, ein 59-jähriger Deutscher, von Mitgliedern der Bergrettung Fragant nur mehr tot aufgefunden werden. Der 59-Jährige stürzte aus bisher ungeklärter Ursache mit dem Gleitschirm ab und dürfte aufgrund der schwerwiegenden Verletzungen sofort tot gewesen sein. Die Bergung des Verstorbenen nahmen die Bergrettung Fragant und die alpine Einsatzgruppe der Polizei vor.
