260 Überstunden

Ermitt­lun­gen gegen Kla­gen­fur­ter Büro­lei­ter

Die Staatsanwaltschaft prüft die Überstunden von Patrick Jonke, Klubobmann des Team Kärnten und Büroleiter des Klagenfurter Bürgermeisters.

Ermitt­lun­gen gegen Kla­gen­fur­ter Büro­lei­ter Laut Staatsanwaltschaft werde geprüft, ob die Abrechnung von Patrick Jonke rechtens ist.

© Red/KK

"KLICK Kärnten" auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle festlegen
Anzeige

Die Ermitt­lun­gen gegen den Kärnt­ner Jour­na­lis­ten Franz Miklautz, der Übe­stun­den-Daten aus dem Kla­gen­fur­ter Magis­trat ver­öf­fent­lich hat­te, wur­den ein­ge­stellt. Doch damit ist es nicht getan. Nun nimmt sich die Staats­an­walt­schaft den Magis­trat selbst vor: Wie Miklautz auf sei­nem Blog „mediapartizan.at“ schreibt, lau­fen die Ermitt­lun­gen gegen Patrick Jon­ke, Klub­chef des Team Kärn­ten und gleich­zei­tig Büro­lei­ter von Bür­ger­meis­ter Chris­ti­an Schei­der.

260 Über­stun­den in vier Mona­ten

Kon­kret geht es um 260 Über­stun­den, die Jon­ke in einem Zeit­raum von vier Mona­ten ver­rech­net hat. Der Poli­ti­ker, der über eine Per­so­nal­lea­sing­fir­ma ange­stellt wur­de, kos­te­te die Stadt damit statt den regu­lä­ren 8415 Euro bis zu 27.000 Euro im Monat. Laut Staats­an­walt­schaft wer­de gera­de geprüft, ob die Abrech­nung rech­tens ist. Jon­ke demen­tiert: Die Über­stun­den sei­en abge­zeich­net, eine inter­ne Kon­trol­le habe kei­ne Auf­fäl­lig­kei­ten erge­ben.

Jon­ke: „Über­stun­den sind ganz nor­mal“

Die 1.700 Bediens­te­ten im Kla­gen­fur­ter Magis­trat dür­fen Über­stun­den nur nach Anord­nung von Vor­ge­setz­ten leis­ten. Jon­ke berich­te­te gegen­über dem ORF, dass 260 Über­stun­den bin­nen weni­ger Mona­te, im poli­ti­schen Bereich ganz nor­mal wären. Die Beschäf­ti­gung von Lea­sing­mit­ar­bei­tern sei jeden­falls noch unter der Vor­gän­ger-Stadt­re­gie­rung stark aus­ge­wei­tet wor­den.

Daten­leck im Kla­gen­fur­ter Rat­haus

Der obers­te Per­so­nal­ver­tre­ter im Magis­trat, Robert Kru­schitz, hält sich zu den Über­stun­den-Cau­sen zurück. Der Zen­tral­aus­schuss habe dar­über noch nicht gespro­chen. Pro­ble­ma­tisch sieht Kru­schitz vor allem das Daten­leck im Rat­haus, durch das sen­si­ble Daten wie Lohn­zet­tel an die Öffent­lich­keit gelan­gen konn­ten.

04.07.2023 19:00
Anzeige
Ermitt­lun­gen gegen Kla­gen­fur­ter Büro­lei­ter Laut Staatsanwaltschaft werde geprüft, ob die Abrechnung von Patrick Jonke rechtens ist.

© Red/KK