Jahrhundert-Unwetter

Ein Jahr danach: Tref­fen sagt “Dan­ke”

Ein Jahr nach dem Jahrhundertunwetter wurde allen Helferinnen und Helfern mit einem Festakt gedankt – Landeshauptmann Kaiser, Landehauptmann-Stellvertreter Gruber, Landesrätin Prettner, Landesrat Fellner und Landesrätin Schaar vor Ort.

Ein Jahr danach: Tref­fen sagt “Dan­ke” Landersätin Sara Schaar, Landesrat Daniel Fellner, Landesrätin Beate Prettner, Landeshauptmann Peter Kaiser, Landeshauptmann-Stellverteter Martin Gruber, Bürgermeister Klaus Glanznig und Villachs Bürgermeister Günther Albel. (von links)

© LPD Kärnten/Steinacher

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Im Juni letz­ten Jah­res wur­de das Gegen­d­tal von einem 100-jähr­li­chen Hoch­was­ser­er­eig­nis schwer getrof­fen: Unwet­ter lös­ten in der Nacht auf den 29. Juni 2022 in nur weni­gen Stun­den eine Jahr­hun­dert­ka­ta­stro­phe aus. Dabei tra­ten der Afrit­zer­bach, der Treff­ner­bach und der Arria­cher­bach über ihre Ufer. Die Was­ser­mas­sen ver­ur­sach­ten Schä­den an rund 110 Wohn­ge­bäu­den, 20 Gewer­be­ob­jek­ten sowie Bundes‑, Lan­des- und Ver­bin­dungs­stra­ßen. Voll­kom­men zer­stört wur­den außer­dem neun Brü­cken. In rund 1.500 Haus­hal­ten der Regi­on kam es zu Schä­den an der Was­ser­ver­sor­gung, dem Kanal- und Strom­netz. Nur durch einen gut koor­di­nier­ten Ein­satz von Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen, den Abtei­lun­gen des Lan­des Kärn­ten und vie­len frei­wil­li­gen Hel­fe­rin­nen und Hel­fern konn­te noch Schlim­me­res ver­hin­dert wer­den.

Dank­sa­gung bei gro­ßem Fest­akt

Ein Jahr danach – am Frei­tag (7. Juli 2023)– sag­te Tref­fen mit einem gro­ßen Fest­akt „Dan­ke!“ für alle Hil­fe­leis­tun­gen. Denn Kata­stro­phen­dienst, unzäh­li­ge Frei­wil­li­ge Feu­er­weh­ren, Gemein­den und Städ­te sowie pri­va­te Hel­fe­rin­nen und Hel­fer enga­gier­ten sich in den Tagen nach dem Unwet­ter rund um die Uhr für die Betrof­fe­nen, auch die Spen­den­be­reit­schaft in der Bevöl­ke­rung war rie­sig. So konn­te „Licht ins Dun­kel“ die betrof­fe­nen Fami­li­en mit rund 800.000 Euro unter­stüt­zen.

Poli­ti­ker zu Gast in Tref­fen

Sei­tens der Lan­des­re­gie­rung besuch­ten Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser, Lan­des­haupt­mann-Stell­ver­tre­ter Mar­tin Gru­ber, Lan­des­rä­tin Bea­te Prett­ner, Lan­des­rat Dani­el Fell­ner und Lan­des­rä­tin Sara Schaar das Dan­ke-Fest der Markt­ge­mein­de. Neben ihnen waren zahl­rei­che ande­re Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter aus Poli­tik, Wirt­schaft und Gesell­schaft gekom­men, so unter ande­ren Land­tags­prä­si­dent Rein­hart Rohr, Vil­lachs Bür­ger­meis­ter und Städ­te­bund-Obmann Gün­ther Albel, Land­wirt­schafts­kam­mer­prä­si­dent Sieg­fried Huber, Bezirks­haupt­mann Bernd Rie­pan, Tho­mas Enen­kel vom Mili­tär­kom­man­do Kärn­ten, Bischof Josef Mar­ketz, Super­in­ten­dent Man­fred Sau­er, ORF-Lan­des­di­rek­to­rin Karin Bern­hard, die ehe­ma­li­ge Chef­re­dak­teu­rin der Klei­nen Zei­tung, Anto­nia Gös­sin­ger und vie­le Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter der Blau­licht­or­ga­ni­sa­tio­nen.

Lob gebührt den Ein­satz­or­ga­ni­sa­tio­nen

„Es war zu aller­erst ein Bild der Ver­zweif­lung und doch war Dank der Arbeit des Kri­sen­sta­bes unter der Lei­tung von Oberst Enen­kel eine Struk­tur erkenn­bar“, erin­ner­te sich Kai­ser, der sich zur dama­li­gen Zeit auf einer Brüs­sel-Rei­se befand und sofort nach Kärn­ten zurück­kehr­te, an die dra­ma­ti­schen ers­ten Stun­den nach der Kata­stro­phe. „Wir haben sei­tens der Lan­des­re­gie­rung ver­sucht, die not­wen­di­gen Finanz­mit­tel so rasch wie mög­lich zur Ver­fü­gung zu stel­len. Ich möch­te an die­ser Stel­le sagen, dass in allen Ein­satz­be­rei­chen unter schwie­rigs­ten Bedin­gun­gen opti­mal zusam­men­ge­ar­bei­tet wur­de. Ein ganz beson­de­rer Dank geht auch an alle poli­ti­schen Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter, an die Ein­satz­or­ga­ni­sa­tio­nen und an die gesam­te Bevöl­ke­rung für den außer­or­dent­li­chen Zusam­men­halt. Aus der gemein­sa­men Betrof­fen­heit wur­de jene Kraft geschaf­fen, die man braucht, um einen sol­chen Schick­sals­schlag zu begeg­nen. Ich habe heu­te auch schon sehr vie­le lachen­de Gesich­ter gese­hen. Das ist wohl das schöns­te Dan­ke an all jene, die vor einem Jahr ver­sucht haben, ihr Bes­tes zu geben“, sag­te der Lan­des­haupt­mann.

Land­wirt­schaft­li­chen Boden gesi­chert

Auch Lan­des­haupt­mann-Stell­ver­tre­ter Gru­ber beton­te den über alle Zustän­dig­kei­ten hin­weg spür­ba­ren Zusam­men­halt nach der Unwet­ter­ka­ta­stro­phe. „Die Arbei­ten haben vom ers­ten Moment an ein­fach funk­tio­niert, dafür möch­te ich ein herz­li­ches Dan­ke­schön an alle Hel­fe­rin­nen und Hel­fer rich­ten. Jeder hat immer den Men­schen vor Augen gehabt, um schnellst­mög­lich Schutz und Sicher­heit wie­der­her­zu­stel­len“, berich­te­te Gru­ber. Gera­de im Stra­ßen- und Land­wirt­schafts­be­reich stand man vor mas­si­ven Her­aus­for­de­run­gen. „Es war unter ande­rem die gro­ße Auf­ga­be zu bewäl­ti­gen, land­wirt­schaft­li­chen Grund und Boden wie­der in die Nut­zung zu brin­gen. Das war des­halb so wich­tig, denn dort pro­du­zie­ren wir die Grund­la­ge unse­res Lebens – näm­lich gesun­de, qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge und regio­na­le Lebens­mit­tel. Auch die Wie­der­her­stel­lung der Stra­ßen­in­fra­struk­tur war eine gro­ße Auf­ga­be. Ich dan­ke euch allen dafür, dass wir heu­te Dan­ke sagen dür­fen. Gro­ße Not löst gro­ße Hilfs­be­reit­schaft aus. Das haben wir in Tref­fen und Arriach gese­hen“, so Gru­ber.

Kata­stro­phen­schutz­re­fe­rent Fell­ner wies zudem auf die immense Leis­tung der ein­zel­nen Bür­ger­meis­ter hin. „Was hier in Tref­fen und Arriach pas­siert ist, war von der Dimen­si­on her etwas kom­plett Neu­ar­ti­ges. Was von Sei­ten der Bür­ger­meis­ter und der Gemein­den geleis­tet wur­de, war schlicht­weg sen­sa­tio­nell“, sag­te Fell­ner.

Tref­fens Bür­ger­meis­ter Klaus Glanz­nig beton­te, unmit­tel­bar nach der Kata­stro­phe sei es im Vor­der­grund gestan­den, „Men­schen­le­ben zu ret­ten und zu hel­fen, wo man hel­fen konn­te. Man ist bei so einem Ereig­nis froh, in einem Land zu leben, wo alle zusam­men­hal­ten. Seit dem letz­ten Jahr ist sehr viel wei­ter­ge­gan­gen, Dank einer engen Zusam­men­ar­beit von Bund, Land und Gemein­den. Das gibt Hoff­nung, Kraft und Mut“, sag­te Glanz­nig.

Der Fest­akt wur­de von einem Kon­zert der Markt­mu­sik Tref­fen, der Musik­schu­le Gegen­d­tal, dem Auf­tanz der Land­ju­gend Tref­fen und einem Däm­mer­schop­pen umrahmt.

 

10.07.2023 14:00
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Ein Jahr danach: Tref­fen sagt “Dan­ke” Landersätin Sara Schaar, Landesrat Daniel Fellner, Landesrätin Beate Prettner, Landeshauptmann Peter Kaiser, Landeshauptmann-Stellverteter Martin Gruber, Bürgermeister Klaus Glanznig und Villachs Bürgermeister Günther Albel. (von links)

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