Ebenthal

Die­se Fami­lie kam auf´s Schwein

Als Zeitungszusteller hat Gerhard schon einige merkwürdige Momente erlebt, aber was ihm vor ein paar Monaten auf seiner frühmorgendlichen Route in der Marktgemeinde Ebenthal passiert ist, brachte selbst ihn zum Schmunzeln.

Die­se Fami­lie kam auf´s Schwein Für die armenische Familie Chansanamyan aus Ebenthal ist Ari längst ein Familienmitglied.

© Andreas Walcher

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“Es war vier Uhr mor­gens und im Früh­jahr noch dem­entspre­chend dun­kel, als ich bei einem Anwoh­ner in Gur­nitz die Zei­tung ein­warf. Da kam plötz­lich etwas Gro­ßes auf mich zu gewa­ckelt und laut grun­zend an den Gar­ten­zaun gerannt”, erzählt er. Zuerst dach­te der Zei­tungs­zu­stel­ler an einen Hund, dem war nicht so.

Zei­tungs­zu­stel­ler trifft auf Eber

Vor ihm stand plötz­lich ein gro­ßer Eber. “Das ist nur Ari, unser Haus­schwein”, klärt Armen Chan­sa­na­my­an auf. Der LKW-Fah­rer aus Gur­nitz bei Eben­thal hat­te das Tier vor vier Jah­ren in Graz gekauft. „Unse­re Toch­ter Gere­zik woll­te unbe­dingt ein Mini-Schwein haben“, sagt der 47-Jäh­ri­ge mit arme­ni­schen Wur­zeln.

„Das Tier ist Fami­lie!“

Was der 47-Jäh­ri­ge damals nicht ahn­te, Ari blieb kei­nes­wegs so „Mini“, son­dern leg­te gleich in den ers­ten Mona­ten bei der Fami­lie ordent­lich an Gewicht zu. Er bekam auch Stoß­zäh­ne und wiegt der­zeit rund 80 Kilo, Ten­denz stei­gend. Das Tier weg­ge­ben, stand für die tier­lie­be Fami­lie trotz­dem nie zur Debat­te.

Spa­ghet­ti mit Schlag­sah­ne

„Wie­so auch, Ari ist stu­ben­rein, lebt bei uns im ers­ten Stock und schläft rund 16 Stun­den am Tag“, erklärt Gere­zik. Auch mit der eben­falls vier jäh­ri­gen Schä­fer­hün­din Mila, mit der Ari qua­si groß wur­de, ver­steht sich das Schwein präch­tig. Frü­her ging die Fami­lie noch mit ihm an der Lei­ne spa­zie­ren. „Das haben wir wegen Bli­cke man­cher dum­men Men­schen sein gelas­sen“, sagt die 22-Jäh­ri­ge Ordi­na­ti­ons­ge­hil­fin. Die Lieb­lings­spei­se von Ari ist übri­gens Spa­ghet­ti mit Schlag­sah­ne.

Ein Herz für alle Tie­re

Dass die Fami­lie ein gro­ßes Herz für Tie­re jeg­li­cher Art hat, steht zwei­fels­oh­ne fest. Vor zwei Jah­ren hat unser Sohn ein Küken vom Schlach­ter geret­tet. „Bald wur­de dar­aus aber ein aus­ge­wach­se­ner Hahn, der früh­mor­gens die Nach­barn mit sei­nem „Kike­ri­ki“ auf­weck­te, daher muss­ten wir ihn lei­der ins Tier­heim brin­gen“, bedau­ert die 22-jäh­ri­ge Ordi­na­ti­ons­ge­hil­fin. Wel­ches Tier wohl als Nächs­tes in die Obhut der Gur­nit­zer fin­det? Eines ist klar: es wird dort wie ein Fami­li­en­mit­glied umsorgt!

 

10.07.2023 19:00 - Update am: 10.07.2023 20:55
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Die­se Fami­lie kam auf´s Schwein Für die armenische Familie Chansanamyan aus Ebenthal ist Ari längst ein Familienmitglied.

© Andreas Walcher