Land Kärnten
Unwetter: Hilfspakete über 20 Millionen Euro beschlossen
Nach dem extremen Wettereignissen hat die Landesregierung am vergangenen Freitag (11. August 2023) finanzielle Sofort-Hilfspakete in Höhe von über 20 Millionen Euro beschlossen und zugleich den Landeskrisenstab für beendet erklärt.
© FF Ferlach
„Dennoch gehen die Aufräumarbeiten, Sanierungen, Beobachtungen durch Geologen nach den Unwettern koordiniert über Behörden, Einsatzkräfte und Land weiter. Es ist notwendig, sich ständig abzusprechen und für alle Beteiligten unerlässlich am Stand der Dinge zu bleiben.
Weitere Maßnahmen mit Einsatzkräften geplant
So werden laufend Beobachtungen von drohenden Hangrutschungen gemacht, Maßnahmen können aufgehoben werden, neue Maßnahmen sind nötig, um Menschen auch vor etwaigen weitere Starkregenereignissen zu schützen. Daher die laufenden Sitzungen mit den Verantwortlichen der jeweiligen Abteilungen des Landes, der Bezirkshauptmannschaften und der Einsatzkräfte-Organisationen, wie Feuerwehren oder Bundesheer“, fasst Gerd Kurath, Leiter des Landespressedienstes heute nach der Sitzung zusammen.
Hangrutschungen in Bad Eisenkappel
So konnte der Zivilschutzalarm für Neuhaus heute aufgehoben werden. Weiters bleibt die Lage im Lepen-Graben in Bad Eisenkappel angespannt, der Landesgeologe bewerte laut Kurath die Situation ständig neu, während Maßnahmen geplant werden, die Straße für die Bevölkerung weitgehend wieder befahrbar zu mache. „Die Sicherheit hat aber immer Priorität“, sagte Kurath. Auch in Lavamünd und Ebenthal oder Klein St. Veit, um drei Beispiele zu nennen, werden Hänge laufend beobachtet und Sofortmaßnahmen vorbereitet, sollten weitere Starkregen folgen“, weist Kurath hin. Auch in der Gemeinde Ebenthal, wo sich laut Experten ein Hang nach wie vor in Bewegung befindet, erfolgen laufend Beobachtungen und werden Maßnahmen im Sinne der Bewohner laufend evaluiert. Doch auch hier waren sich laut Kurath in der heutigen Besprechung alle Experten einig: Die Sicherheit der Menschen hat absoluten Vorrang.
In Summe würden nun sämtliche Wassermengen in den betroffenen Unwettergebieten langsam zurückgehen und damit die Schäden immer deutlicher. Die Feuerwehren befinden sich nun wieder im Normalbetrieb, gestern, am Feiertag waren 40 Wehren im Einsatz an 86 Einsatzstellen.
Straße für Guntschacher Bevölkerung
Festgehalten wurde auch der Ablauf und die bisherigen Arbeiten für die Widerherstellung der Straße für die Guntschacher Bevölkerung, die in einer Vielzahl das Angebot des Landes in Ersatzquartiere zu ziehen, in Anspruch nimmt. Die Wildbach- und Lawinenverbauung verwies auf die rasche notwendige Bescheiderstellung durch das Bundesheer und auf die schnelle Verfahrensabwicklung. Aber auch für die leidgeplagten Guntschacher gelte bei allen Notwendigkeiten das höchst Maß an Sicherheit. Die sei auch für die Menschen in Rottenstein und Goritschach die höchste Priorität, wo nach wie vor ein Hang in Bewegung ist.
13 Evakuierungen in Völkermarkt aufrecht
Im Bezirk Völkermarkt seien 13 Evakuierungen noch aufrecht, das Bundesheer helfe ebenso nach wie vor bei den Aufräumarbeiten. Die Zivilschutzwarnung in Bad Eisenkappel bleibe auch aufrecht und in Globasnitz sei die Situation nach dem Bergrutsch erneut zu bewerten. In Grafenstein bleibt eine Evakuierung aufrecht, mit Gurnitz und Ebenthal sind es in Summe 45 Evakuierte.
Starkregen von Koralpe bis Nockbergen
In der Besprechung wurde auch die heutige Wettersituation besprochen, wonach ab heute Nachmittag wieder mit Gewitter und Starkregen zu rechnen ist, vor allem in den Gebieten von der Koralpe bis zu den Nockbergen. Hagel oder Sturmböen seien nicht das größte Thema, können aber nicht ausgeschlossen werden.