Vorsichtsmaßnahme

Bun­des­heer zieht rund 300 Trink­was­ser-Pro­ben

Auch wenn es keinen Anlassfall gibt und keine akute Gefahr für die Bevölkerung besteht, wird das Trinkwasser in den besonders betroffenen Gebieten Kärntens nun beprobt.

Bun­des­heer zieht rund 300 Trink­was­ser-Pro­ben Das Bundesheer wird rund 300 Trinkwasser-Probungen entnehmen. Derzeit bestehe keinerlei Bedrohung. Es handle sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme.

© LPD Kärnten/Bauer

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Im Zuge eines Assis­tenz­ein­sat­zes wird das Bun­des­heer das Insti­tut für Lebens­mit­tel­si­cher­heit, Vete­ri­när­me­di­zin und Umwelt des Lan­des Kärn­ten (ILV) bei der Bepro­bung und Ana­ly­se unter­stüt­zen. Das gaben heu­te, Mitt­woch, die zustän­di­ge Lan­des­rä­tin Bea­te Prett­ner, Gun­ther Vogl, Direk­tor des ILV und Ralf Giga­cher, Mili­tär­kom­man­do Kärn­ten, bekannt.

“Rei­ne Vor­sichts­maß­nah­me”

„Es besteht kein aktu­el­ler Anlass­fall — wir haben kei­ne Gefähr­dungs­la­ge gemel­det bekom­men. Es han­delt sich dabei um eine rei­ne Vor­sichts­maß­nah­me“, stell­te LR.in Bea­te Prett­ner klar und infor­mier­te über den Ablauf der Bepro­bun­gen: Vor­ran­gig wer­den Pro­ben von Trink­was­ser­ver­sor­gungs­ein­rich­tun­gen von Gemein­den, Genos­sen­schaf­ten und Ver­bän­den mikro­bio­lo­gisch unter­sucht. „Die betrof­fe­nen Trink­was­ser­ver­sor­gungs­ein­rich­tun­gen wer­den vom Land Kärn­ten aktiv kon­tak­tiert. Das Bun­des­heer wird die Ent­nah­me der Pro­ben durch­füh­ren und das ILV bei der Ana­ly­se unter­stüt­zen“, erläu­ter­te Prett­ner. Durch den Assis­tenz­ein­satz des Bun­des­hee­res sei laut Prett­ner gewähr­leis­tet, dass die Ana­ly­sen schnell durch­ge­führt wer­den kön­nen. „In 66 Gemein­den müs­sen – laut einer Erhe­bung der 12 Was­ser­wirt­schaft — in 350 Was­ser­ver­sor­gungs­ein­rich­tun­gen Pro­ben ent­nom­men wer­den. Die­se Viel­zahl an Pro­ben zu ana­ly­sie­ren, wäre in so kur­zer Zeit nicht mög­lich gewe­sen“, berich­te­te Prett­ner. Im ILV ste­hen elf Per­so­nen – fünf davon wur­den vom Urlaub zurück­be­or­dert – für die Unter­su­chun­gen zur Ver­fü­gung.

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Bun­des­heer wird Pro­ben ent­neh­men

ILV-Direk­tor Gun­ther Vogl erklär­te den Ablauf der Tes­tun­gen: „Die Abar­bei­tung erfolgt nach einer Prio­ri­tä­ten­lis­te. Das Bun­des­heer wird die Pro­ben ent­neh­men. Die Ana­ly­sen wer­den sowohl vom Bun­des­heer als auch dem ILV durch­ge­führt. Die admi­nis­tra­ti­ve Abwick­lung und Ergeb­nis­be­gut­ach­tung erfolgt durch das ILV“. Von einer beson­de­ren Gefah­ren­la­ge geht der Direk­tor nicht aus. „Eine gut gefass­te Quel­le und ein sta­bi­ler Hoch­be­häl­ter hal­ten einen Stark­re­gen aus. Daher ist mit einer Ver­un­rei­ni­gung nicht unbe­dingt zu rech­nen“, sagt Vogl und rät Betrof­fen bei sicht­bar getrüb­tem Trink­was­ser den Ver­sor­ger zu kon­tak­tie­ren.

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Rund 300 Tes­tun­gen wer­den durch­ge­führt

Vom Mili­tär­kom­man­do Kärn­ten sprach Ralf Giga­cher. Der Offi­zier berich­te­te, dass die Kräf­te des Hee­res der­zeit bei der Besei­ti­gung von Schad­stel­len in Unter­kärn­ten im Ein­satz ste­hen. Ein wei­te­rer Schwer­punkt ist das Über­set­zen von Fahr­zeu­gen an der Drau. Roman Mischak, vom ABC Abwehr­zen­trum Kor­neu­burg, sag­te, dass im Zuge des Trink­was­ser­un­ter­su­chungs-Assis­tenz­ein­sat­zes 13 Mili­tär­an­ge­hö­ri­ge aus ganz Öster­reich im Ein­satz ste­hen. Ein Feld­la­bor wur­de am Gelän­de der ILV auf­ge­baut. Bis zum Abschluss des Assis­tenz­ein­sat­zes sol­len in Sum­me rund 300 Pro­ben ana­ly­siert wer­den.

Ent­nah­me und Ana­ly­se ist kos­ten­los

Um ein aus­sa­ge­kräf­ti­ges mikro­bio­lo­gi­schen Ergeb­nis zu erhal­ten, dau­ert die Ana­ly­se einer Pro­be rund vier Tage. Die Pro­ben­ent­nah­me und Ana­ly­se ist für die betrof­fe­nen Trink­was­ser­ver­sor­gungs­ein­rich­tun­gen kos­ten­los.

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Behör­de zog Maß­nah­men am Wör­ther­see zurück

Die schiff­fahrts­po­li­zei­li­chen Maß­nah­men am Wör­ther­see, die auf­grund des Hoch­was­sers ver­ord­net wur­den, sind heu­te, Mitt­woch, auf­ge­ho­ben wor­den. Es han­delt es sich dabei etwa um die Geschwin­dig­keits­be­gren­zung von 10 km/h für motor­be­trie­be­ne Was­ser­fahr­zeu­ge und das Ver­bot des Schlep­pens von Fun­ge­rä­ten mit hoher Was­ser­ver­drän­gung (Wake­sur­fen, Wake­boar­den).

17.08.2023 14:00
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Bun­des­heer zieht rund 300 Trink­was­ser-Pro­ben Das Bundesheer wird rund 300 Trinkwasser-Probungen entnehmen. Derzeit bestehe keinerlei Bedrohung. Es handle sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme.

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