JW-Kommentar

“Arbeits­zeit-Ver­kür­zung ist Todes­ur­teil für Kärnt­ner Wirt­schaft!”

Die Junge Wirtschaft Kärnten warnt nachdrücklich vor den schwerwiegenden Konsequenzen einer generellen Arbeitszeitverkürzung für die österreichische Wirtschaft.

“Arbeits­zeit-Ver­kür­zung ist Todes­ur­teil für Kärnt­ner Wirt­schaft!”Die beiden Landessvorsitzenden der Jungen Wirtschaft Kärnten, Martin Figge und Nika Basic sowie Christoph Frierss, Vize-Landesvorsitzender in der Jungen Wirtschaft Kärnten.

© WKK/Daniel Waschnig

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Eine sol­che Maß­nah­me könn­ten ins­be­son­de­re für jun­ge Unter­neh­men ein “volks­wirt­schaft­li­ches Todes­ur­teil” dar­stel­len.

Aus­ge­wo­gen­heit zwi­schen Arbeits­zeit und Leis­tungs­fä­hig­keit

Mar­tin Fig­ge, Vor­sit­zen­der der Jun­gen Wirt­schaft Kärn­ten, betont die Bedeu­tung eines aus­ge­wo­ge­nen Ver­hält­nis­ses zwi­schen Arbeits­zeit und wirt­schaft­li­cher Leis­tungs­fä­hig­keit: “Arbeits­zeit­ver­kür­zun­gen mögen auf den ers­ten Blick attrak­tiv erschei­nen, aber wir dür­fen nicht über­se­hen, dass sie erheb­li­che wirt­schaft­li­che Aus­wir­kun­gen haben kön­nen. Unser Ziel soll­te es sein, Arbeits­plät­ze zu schaf­fen und die Wirt­schaft zu stär­ken. Wenn wir die Arbeits­zeit ver­kür­zen, ris­kie­ren wir auto­ma­tisch den Wohl­stand in Öster­reich.“

Jung­un­ter­neh­mer beson­ders betrof­fen

Nika Basic, Vor­sit­zen­de der Jun­gen Wirt­schaft Kärn­ten, betont, dass eine Arbeits­zeit­ver­kür­zung vor allem jun­ge Unter­neh­men beson­ders hart tref­fe.  „Gera­de in der Anfangs­pha­se braucht ein Unter­neh­men Fleiß und Aus­dau­er, um erfolg­reich sein zu kön­nen. Eine Arbeits­zeit­ver­kür­zung könn­te den Anreiz zur Leis­tung min­dern und jun­ge Unter­neh­men in ihrer Ent­wick­lung behin­dern. Leis­tung muss sich wie­der loh­nen.”

Ver­schär­fung des Fach­kräf­te­man­gels

Chris­toph Frierss, Vize-Lan­des­vor­sit­zen­der der Jun­gen Wirt­schaft Kärn­ten: “Eine gene­rel­le Arbeits­zeit­ver­kür­zung könn­te den Fach­kräf­te­man­gel wei­ter eska­lie­ren. Schon jetzt feh­len Arbeits­kräf­te und eine Arbeits­zeit­ver­kür­zung wür­de die­se Eng­päs­se ver­schär­fen. Statt Arbeits­zeit­ver­kür­zun­gen soll­ten wir nach inno­va­ti­ven Lösun­gen suchen, um die Arbeits­be­din­gun­gen für die Arbeit­neh­mer zu ver­bes­sern. Die­se könn­ten bei­spiels­wei­se fle­xi­ble Arbeits­mo­del­le und eine Reduk­ti­on der Über­stun­den­be­steue­rung beinhal­ten.“

Öster­reich liegt im EU-Ver­gleich bei der tat­säch­li­chen Arbeits­zeit von Voll­zeit­be­schäf­tig­ten im Mit­tel­feld und die Arbeits­zeit ist bereits rück­läu­fig. Eine gene­rel­le Arbeits­zeit­ver­kür­zung könn­te den Druck auf Arbeitnehmer:innen erhö­hen, in weni­ger Zeit das­sel­be zu leis­ten.

Die Jun­ge Wirt­schaft Kärn­ten appel­liert an die poli­ti­schen Entscheidungsträger:innen, die­se Argu­men­te ernst­haft zu berück­sich­ti­gen und alter­na­ti­ve Wege zur Unter­stüt­zung der Arbeitnehmer:innen und Unter­neh­men zu fin­den, die die Inter­es­sen bei­der Sei­ten glei­cher­ma­ßen berück­sich­ti­gen und jun­gen Unter­neh­men die Mög­lich­keit bie­ten, erfolg­reich zu wach­sen.

01.09.2023 11:00
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“Arbeits­zeit-Ver­kür­zung ist Todes­ur­teil für Kärnt­ner Wirt­schaft!”Die beiden Landessvorsitzenden der Jungen Wirtschaft Kärnten, Martin Figge und Nika Basic sowie Christoph Frierss, Vize-Landesvorsitzender in der Jungen Wirtschaft Kärnten.

© WKK/Daniel Waschnig