Sonnen-Kraftwerk
Neue Photovoltaik-Anlage bei Gojer in Betrieb
Der Entsorgungsbetrieb in Kühnsdorf setzt auf die Kraft der Sonne und errichtete eine Photovoltaik-Anlage mit 198 Kilowatt-Peak.
© Erich Varh
Eine Leistung von 198 Kilowatt-Peak (kWp) weist die neue Photovoltaik-Anlage auf einem Dach des Entsogrungsbetriebes Gojer in Kühnsdorf auf. Diese wurde gemeinsam mit der Initiative „Tausendundein Dach“ errichtet, die es seit 2014 gibt. Die Vision der Initiative ist, 1.001 Dächer in Unternehmen bis Ende 2021 mit Photovoltaik auszustatten – und laut Initiatorin und Solar-Expertin Cornelia Daniel ist man auf einem guten Weg. Bei Gojer wurde das 799. Dach mit Photovoltaik versehen.
Dächer haben Priorität
Die Inbetriebnahme ließ sich – neben den Geschäftsführern Adolf Gojer junior, Oskar Preinig und Ludwig Gojer – auch Landesrätin Sara Schaar (SPÖ), Umwelt- und Energie-Referentin des Landes Kärnten, nicht entgehen. „Ich gratuliere der Firma Gojer zu diesem Projekt als Beitrag zur Forcierung von Alternativenergie im Sonnenland Kärnten. Das Projekt ist ein Musterbeispiel dafür, dass Photovoltaik-Anlagen im Umfeld von bestehender Infrastruktur installiert werden können, um so das Landschaftsbild zu schützen.“ Auch das Land priorisiere Dächer, Fassaden, Deponien und Infrastruktur-Flächen beim Photovoltaik-Ausbau, also nicht die Freiflächen.
Kosten fix kalkulierbar
Preinig ist glücklich über das eigene Sonnen-Kraftwerk: „Nachhaltigkeit – egal ob Klimaschutz oder Reduktion der CO2-Emissionen: Jeder von uns muss seinen Beitrag leisten und seinen Teil der Verantwortung übernehmen. Außerdem ist Photovoltaik auch wirtschaftlich absolut nachhaltig, da die ohnehin geringen Kosten der Strom-Produktion auf die 30-jährige Lebensdauer der Photovoltaik-Anlage fix kalkulierbar sind.“
Er rechnet mit einer Stromkosten-Einsparung von 63 Prozent pro Jahr. 208.000 kWh jährlich soll der Stromertrag betragen. Das entspricht einer CO2-Einsparung von 68 Tonnen im Jahr.
Sozialer Aspekt
Solar-Profi Cornelia Daniel: „Es bedarf noch viel Aufklärungsarbeit, um den Menschen zu vermitteln, dass es sich bei Photovoltaik um die günstigste Energieform handelt – ökologische Verantwortung gleich ökonomischer Notwendigkeit lautet die Devise dieses Jahrhunderts.“ Bei „Taudenundein Dach“ wird übrigens für jedes Dach á 20 kWp ein Augenlicht an „Licht für die Welt“ gespendet.