Hotelierin

Eva Tulis­si und ihr „Anker“ in Jeso­lo

In den 70er Jahren verlegte die gebürtige Feldkirchnerin Eva Tulissi ihren Lebensmittelpunkt nach Jesolo (Italien). Im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“ erzählt sie, wann und weshalb sie die Laufbahn als Hotelierin einschlug.

Eva Tulis­si und ihr „Anker“ in Jeso­lo Eva Tulissi und Ehemann Marino Anzanello führen seit 31 Jahren das Hotel Ancora in Jesolo.

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Die Vor­fah­ren von Eva Tulis­si wan­der­ten Ende des 19. Jahr­hun­derts wie vie­le Fami­li­en aus Fri­aul nach Kärn­ten aus. Sie mach­ten sich in Feld­kir­chen sess­haft. Genau­er gesagt sie­del­te sich die Fami­lie Tulis­si in Labo­i­sen bei Feld­kir­chen an. „Ich hat­te eine unbe­küm­mer­te und span­nen­de Kind­heit. In der Zeit hat es vie­le Kin­der in der Nach­bar­schaft gege­ben“, erzählt Eva Tulis­si im Gespräch mit „KLiCK Kärn­ten“. Mitt­ler­wei­le besitzt die Feld­kirch­ne­rin mit ihrem Ehe­mann Mari­no Anz­an­el­lo in Jeso­lo ein Hotel. Doch alles der Rei­he nach.

Die Schul­zeit

Nach der Volks­schu­le in Feld­kir­chen besuch­te Tulis­si das Gym­na­si­um mit neu­sprach­li­chem Schwer­punkt in Vil­lach. Spä­ter begann sie ein Jus-Stu­di­um in Graz. „Dane­ben habe ich als Feri­al­prak­ti­kan­tin in Jeso­lo gear­bei­tet. Schon mit 16 Jah­ren habe ich das Hotel Carin­zia gelei­tet. Bis zu 18 Stun­den lang war mein Arbeits­tag. Ich woll­te pro­zen­tu­al am Umsatz betei­ligt sein. Das woll­te aber der Chef nicht. Des­halb habe ich gekün­digt und als Ver­käu­fe­rin in einem Betrieb ange­fan­gen“, schil­dert Tulis­si. Ihr Leben änder­te sich von einer Minu­te auf die ande­re: „Ich habe mei­nen Mann Mari­no ken­nen und lie­ben gelernt.“ Im Jahr 1979 läu­te­ten die Hoch­zeits­glo­cken. Aus der Ehe gin­gen zwei Kin­der her­vor.

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Das Hotel Anco­ra liegt direkt am Strand.
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Der Anker

1990 setz­te das Ehe­paar end­gül­tig sei­nen Anker in Jeso­lo (Ita­li­en), als es das Hotel Anco­ra (Anker) pach­te­te. Zwölf Jah­re spä­ter kauf­ten sie es. „Das Anco­ra ist ein alt­ehr­wür­di­ges Hotel in Jeso­lo, es war das ers­te Haus mit einem Lift. Inzwi­schen gibt es zwei Lif­te und einen Auto­lift für die Tief­ga­ra­ge. Auch dabei waren wir Vor­rei­ter in Jeso­lo“, sagt die Hote­lie­rin. Es ver­geht kaum ein Jahr, in dem das Hotel nicht reno­viert oder erneu­ert wird. Nach dem hei­ßen Som­mer im Jahr 2003 wur­den das Hotel und alle Zim­mer mit einer Kli­ma­an­la­ge ver­se­hen. Seit 2011 hat das „Anco­ra“ auch einen Swim­ming Pool, von dem die Gäs­te einen herr­li­chen Blick auf die Adria genie­ßen. „Wir ver­su­chen immer, den Wün­schen unse­rer Gäs­te gerecht zu wer­den. Der­zeit haben wir 72 Zim­mer mit rund 150 Bet­ten in bes­ter Lage direkt am Strand. Die Buchungs­la­ge ist sehr gut, weil wir rund 70 Pro­zent Stamm­gäs­te haben“, erzählt Tulis­si.

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Das Hotel Anco­ra in Jeso­lo
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Besuch bei der Mut­ter

Den Kon­takt zur alten Hei­mat Feld­kir­chen erhält sie stets auf­recht. „Ich besu­che nor­mal in regel­mä­ßi­gen Abstän­den mei­ne Mut­ter. Nur Coro­na hat­te zuletzt etwas dage­gen. Ich war das letz­te Mal vor acht Mona­ten in Kärn­ten. Des­halb freu­en wir uns, dass wir immer wie­der Gäs­te aus Feld­kir­chen begrü­ßen dür­fen. Mit Hote­lie­rin Eva-Maria Hoff­mann aus Stein­dorf pfle­gen wir einen regen Aus­tausch mit gegen­sei­ti­gen Besu­chen“, ver­rät Tulis­si.

Unter der Coro­na-Pan­de­mie litt das Anco­ra-Hotel nicht. „Wir haben sehr hohe Hygie­ne-Vor­schrif­ten und vie­le Stamm­gäs­te, die uns die Treue hal­ten“, ist Tulis­si dank­bar.

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Gott­fried und Gabi Zwatz aus Feld­kir­chen sind Stamm­gäs­te im „Anco­ra“.
© pri­vat
21.07.2021 06:59 - Update am: 21.07.2021 07:00
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Eva Tulis­si und ihr „Anker“ in Jeso­lo Eva Tulissi und Ehemann Marino Anzanello führen seit 31 Jahren das Hotel Ancora in Jesolo.

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