Förderungen

Film­land Kärn­ten ist ein Quo­ten­brin­ger

Für 2023 stehen insgesamt 300.000 Euro für Förderungen über Carinthia Film Commission zur Verfügung. Der Film bietet kulturelle, touristische und wirtschaftliche Chancen für Kärnten.

Film­land Kärn­ten ist ein Quo­ten­brin­ger "Als Bundesland bietet der Film uns die Möglichkeit, uns als vielfältiges und offenes Kunst- und Kulturland sowie als Tourismus- und Wirtschaftsstandort zu präsentieren“, meint Kaiser.

© LPD Kärnten/Roland Holitzky

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Kärn­ten mit sei­ner schö­nen Land­schaft wur­de oft als Film­ku­lis­se genutzt. Für das Land bedeu­tet das Wer­bung, wirt­schaft­li­che und tou­ris­ti­sche Wert­schöp­fung. Über die Car­in­thia Film Com­mis­si­on (CFC) wer­den daher Kino- und TV-Film­pro­jek­te sowie pro­fes­sio­nell her­ge­stell­te Fil­me für Strea­ming-Diens­te geför­dert. Für 2023 ste­hen 300.000 Euro zur Ver­fü­gung, 180.000 aus dem Kul­tur- und 120.000 aus dem Tou­ris­mus­bud­get.

Mög­lich­keit zur Prä­sen­ta­ti­on

„Film ist eine Aus­drucks­form, bei der viel mit­trans­por­tiert wer­den kann. Als Bun­des­land bie­tet er uns die Mög­lich­keit, uns als viel­fäl­ti­ges und offe­nes Kunst- und Kul­tur­land sowie als Tou­ris­mus- und Wirt­schafts­stand­ort zu prä­sen­tie­ren“, meint Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser. Er ver­weist auf die CFC-För­der­richt­li­ni­en, bei denen es nicht nur um künst­le­ri­sche und wirt­schaft­li­che, son­dern auch um gesell­schaft­li­che Aspek­te geht. „Es geht dabei um ‚Gen­der-Bud­ge­ting‘ und ‚Green-Film­ing‘, also um ein stär­ke­res gesell­schaft­li­ches Bewusst­sein für die Geschlech­ter­gleich­stel­lung sowie um Umwelt- und Kli­ma­schutz“.

Inter­na­tio­na­le Bewer­bung von Kärn­ten

Für Lan­des­rat Schu­sch­nig sind die real­tou­ris­ti­schen Vor­tei­le von Film durch die inter­na­tio­na­le Bewer­bung der Kärnt­ner Tou­ris­mus­re­gio­nen rele­vant: „Wir wis­sen, dass Film und Fern­se­hen Men­schen dazu inspi­rie­ren, bestimm­te Regio­nen zu berei­sen. Städ­te und Regio­nen wett­ei­fern welt­weit im Medi­um Film und inves­tie­ren in Film­pro­duk­tio­nen, um durch die­se Prä­senz ihr Pro­fil als Desti­na­ti­on zu schär­fen und sich einem Ziel­pu­bli­kum zu prä­sen­tie­ren. Die Vor­tei­le der För­de­run­gen für unser Tou­ris­mus­land lie­gen auf der Hand: kei­ne Mar­ke­ting­kam­pa­gne wird so inten­siv und von einem so gro­ßen Publi­kum wahr­ge­nom­men, wie ein Film“.

Nahe­zu Ver­sechs­fa­chung

Eben­so spielt die Wert­schöp­fung eine Rol­le. „Neben dem posi­ti­ven Wer­be- und Image­trans­fer unse­res Tou­ris­mus­lan­des schaf­fen wir eine nach­hal­ti­ge Wert­schöp­fung in den Regio­nen, denn jeder Euro, den wir in die Film­för­de­rung inves­tier­ten, wir nahe­zu ver­sechs­facht, durch die Inves­ti­tio­nen, die die Unter­neh­men in Kärn­ten täti­gen”, erklärt Schu­sch­nig. In die­sem Zusam­men­hang ver­wei­sen Kai­ser und Schu­sch­nig auf den „Kärn­ten-Effekt“ der CFC-För­de­run­gen. Für die För­der­jah­re 2018 bis 2021 wur­den vom Land Pro­duk­ti­ons­för­de­run­gen von 960.000 Euro aus­ge­zahlt. Nach vor­läu­fi­gen Zah­len haben die Pro­duk­ti­ons­un­ter­neh­men dar­auf­hin über 6,3 Mil­lio­nen Euro an Aus­ga­ben in Kärn­ten getä­tigt.

Wis­sens­wert

Von 2018 bis 2022 wur­den über die CFC ins­ge­samt 73 Pro­duk­ti­ons­för­de­run­gen gewährt. Dar­un­ter waren die Kärn­ten-Fol­gen der „Land­kri­mis“: „Waid­manns­dank“ (2020) sahen öster­reich­weit 902.000 Zuschau­er und „Immer­still“ (2023) 804.000. Die Uni­ver­sum-Pro­duk­tio­nen „Turm­fal­ken“ (2018) ver­folg­ten 604.000 Zuschau­er und „Zug­vö­gel — Ein Jahr ver­geht wie im Flug“ (2022) 554.000. Der Kino­film „Das schau­ri­ge Haus“ (2020) wur­de wegen der Pan­de­mie vor allem über Net­flix ver­trie­ben, dort schaff­te er es in mehr als 50 Län­dern in die Top-10 der meist­ge­se­he­nen Fil­me und als ers­ter öster­rei­chi­scher Film auf Platz 5 der welt­wei­ten Film-Net­flix-Charts.

10.09.2023 15:30
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Film­land Kärn­ten ist ein Quo­ten­brin­ger "Als Bundesland bietet der Film uns die Möglichkeit, uns als vielfältiges und offenes Kunst- und Kulturland sowie als Tourismus- und Wirtschaftsstandort zu präsentieren“, meint Kaiser.

© LPD Kärnten/Roland Holitzky