Kampagne

„G’lernt is g’lernt“: Völ­ker­markt im Fokus

Eine Lehre ist ein sicherer Weg ins Berufsleben und bietet gute Perspektiven für die Zukunft. Das zeigt auch die Kampagne „G‘lernt is g‘lernt“ von Frau in der Wirtschaft Kärnten.

„G’lernt is g’lernt“: Völ­ker­markt im Fokus Eine Lehre ebnet vielen Menschen den Weg ins Berufsleben. Im Rahmen der Kampagne "G´lernt is g´lernt" von Frau in der Wirtschaft werden weibliche Vorbilder, Lehrbetriebe und Lehrberufe vor den Vorhang geholt. Diesmal aus dem Bezirk Völkermarkt.

© Anita Arneitz

"KLICK Kärnten" auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle festlegen
Anzeige

In die­sem Rah­men wer­den in ver­schie­de­nen mul­ti­me­dia­len For­ma­ten weib­li­che Vor­bil­der, Lehr­be­trie­be und Lehr­be­ru­fe aus allen Kärnt­ner Bezir­ken vor­ge­stellt. Der Schwer­punkt liegt dies­mal auf dem Bezirk Völ­ker­markt.

Wen­de­punkt für Unter­neh­mer

Vie­le Kärnt­ner Klein- und Mit­tel­be­trie­be ste­hen in den nächs­ten Jah­ren vor einem Wen­de­punkt. Unter­neh­mer gehen in Pen­si­on und suchen, man­gels Nach­fol­ge, eine Per­son, die den Betrieb wei­ter­führt. Genau das kann eine gro­ße Chan­ce für Men­schen mit Lehr­ab­schluss sein. „Egal in wel­cher Bran­che — eine Leh­re ist heu­te ein attrak­ti­ver Aus­bil­dungs­weg, der jun­gen Frau­en vie­le Mög­lich­kei­ten eröff­net. Eine davon ist, selbst ein Unter­neh­men zu grün­den und Che­fin zu sein“, unter­streicht Astrid Leg­ner, Frau in der Wirt­schaft-Lan­des­vor­sit­zen­de und Wirt­schafts­kam­mer-Vize­prä­si­den­tin.

Vor­bil­der aus der Wirt­schaft

Im Rah­men der Kam­pa­gne “G’lernt is g’lernt” holt Frau in der Wirt­schaft jeden Monat eine Unter­neh­me­rin mit Lehr­ab­schluss, einen span­nen­den Lehr­be­trieb und einen erfolg­rei­chen weib­li­chen Lehr­ling aus einem Bezirk vor den Vor­hang. „Durch die unter­schied­li­chen For­ma­te wie News­let­ter, Web­site, Social Media, Pod­cast oder LED-Wän­de kön­nen wir meh­re­re Ziel­grup­pen anspre­chen und ein neu­es, zeit­ge­mä­ßes und posi­ti­ves Bild der Leh­re zei­gen“, betont Leg­ner, die mit ihrem Team dies­mal im Bezirk Völ­ker­markt unter­wegs war und Span­nen­des rund um die Leh­re erfah­ren hat.

 

Anzei­ge
Wirt­schafts­kam­mer-Vize­prä­si­den­tin Astrid Leg­ner (rechts) und Frau in der Wirt­schaft (FiW) Lan­des­ge­schäfts­füh­re­rin Tan­ja Telesklav
© Roman Hudit­sch Foto­gra­fie

Erfolgs­ge­schich­ten aus Völ­ker­markt

Fuß­pfle­ge­rin Elke Glabo­ni­at schaff­te es mit der Leh­re zum eige­nen Betrieb und bil­det heu­te selbst Nach­wuchs­kräf­te aus. Luxus­jacht­aus­stat­ter Sin­nex setzt bei der Leh­re auf das Tisch­ler­hand­werk und hat heu­er acht neue Lehr­lin­ge auf­ge­nom­men. Lea Fin­de­nig hat sich für einen tech­ni­schen Beruf ent­schie­den und macht bei zh-tech­no­lo­gies die Aus­bil­dung als Elek­tro­tech­ni­kern.

Fuß­pfle­ge­rin Elke Glabo­ni­at schaff­te es mit der Leh­re zum eige­nen Betrieb und bil­det heu­te selbst Nach­wuchs­kräf­te aus. Luxus­jacht­aus­stat­ter Sin­nex setzt bei der Leh­re auf das Tisch­ler­hand­werk und hat heu­er acht neue Lehr­lin­ge auf­ge­nom­men. Lea Fin­de­nig hat sich für einen tech­ni­schen Beruf ent­schie­den und macht bei zh-tech­no­lo­gies die Aus­bil­dung als Elek­tro­tech­ni­kern.

 

Anzei­ge
Ent­spannt zurück­leh­nen und sich ein­mal bei Kos­me­tik und Fuß­pfle­ge ver­wöh­nen las­sen — das bie­tet Elke Glabo­ni­at mit ihrem fünf­köp­fi­gen Team.
© Ani­ta Arn­eitz

Fuß­pfle­ge­rin bil­de­te Fach­kräf­te selbst aus

Ent­spannt zurück­leh­nen und sich ein­mal bei Kos­me­tik und Fuß­pfle­ge ver­wöh­nen las­sen. Das bie­tet Elke Glabo­ni­at mit ihrem fünf­köp­fi­gen Team, die sich in die­sem Jahr als Kos­me­ti­ke­rin und Fuß­pfle­ge­rin selbst­stän­dig gemacht hat. Da es gera­de in ihrer Bran­che vie­le Ein-Per­so­nen-Unter­neh­men gibt, die selbst kei­ne Lehr­lin­ge aus­bil­den, ent­schloss sie sich, selbst wel­che aus­zu­bil­den. Die Lie­be zum Beruf hat die zwei­fa­che Mut­ter zur erfolg­rei­chen Unter­neh­me­rin und Lehr­lings­aus­bil­de­rin gemacht. Sie ist über­zeugt davon, dass Lehr­be­ru­fe im Hand­werk Zukunft haben und zur Fach­kräf­te­si­che­rung bei­tra­gen. „Ich inter­es­sie­re mich auch sehr für die Der­ma­to­lo­gie. Den Beruf der Fuß­pfle­ge­rin habe ich gewählt, weil es eine tol­le Kom­bi­na­ti­on ist und ich so Kund:innen hel­fen kann, gesund und lan­ge durchs Leben zu gehen.“ Jugend­li­che, die vor der Berufs­wahl ste­hen, emp­fiehlt sie, sich im Vor­feld ver­schie­de­ne Beru­fe anzu­schau­en und in meh­re­re hin­ein­zu­schnup­pern. „So bekommt man schon früh ein Gefühl dafür, was einem inter­es­siert und was einem Spaß machen könn­te.“

„Schwim­men­des“ Hand­werk

Wo frü­her eine Schuh­fa­brik stand, wer­den heu­te mit moderns­ten Ver­fah­ren Luxus­jach­ten aus­ge­stat­tet: 2016 zog das Head­quar­ter von Sin­nex von Deutsch­land nach Grif­fen und beschäf­tigt inzwi­schen über 120 Mitarbeiter:innen vor Ort. Der Schwer­punkt der Tätig­kei­ten liegt auf dem Innen­aus­bau von Luxus­jach­ten, Haupt­kun­den sind ver­schie­de­ne Werf­ten. Jedes Jahr nimmt das Unter­neh­men neue Lehr­lin­ge auf, heu­er sind es gleich acht, davon ist die Hälf­te weiblich.„Wir bin­den unse­re Lehr­lin­ge vom ers­ten Tag an in unse­re Gemein­schaft und Pro­jek­te ein. Sie kön­nen bei uns eigen­ver­ant­wort­lich arbei­ten und neh­men regel­mä­ßig an inter­nen Work­shops teil. Nach­dem sie alle Abtei­lun­gen durch­lau­fen haben, kön­nen sie am Ende wäh­len, in wel­cher Abtei­lung sie ger­ne arbei­ten möch­ten. Dar­über hin­aus bie­ten wir inter­ne Wei­ter­bil­dung und Auf­stiegs­mög­lich­kei­ten an“, beto­nen die Geschäfts­füh­rer Eri­ka Ver­ach­ter und Wolf­gang Walzl. Aller­dings wer­de es immer schwie­ri­ger gut aus­ge­bil­de­te Handwerker:innen zu bekom­men. Der Fach­kräf­te­man­gel sei über­all spür­bar. „In der Gesell­schaft hat das Hand­werk noch immer kei­nen guten Stand. Es muss auf­ge­wer­tet wer­den.“ Des­halb setzt sich der Betrieb aktiv für die Nach­wuchs­aus­bil­dung ein. So wer­den Koope­ra­tio­nen mit Schu­len ein­ge­gan­gen oder Lehr­lings­mes­sen besucht.

 

Anzei­ge
Ein Blick auf den Schalt­plan und Lehr­ling Lea Fin­de­nig weiß, was zu tun ist.
© Ani­ta Arn­eitz

Schalt­schrän­ke in Mäd­chen­hand

Ein Blick auf den Schalt­plan und Lea Fin­de­nig weiß, was zu tun ist: Nach zwei Jah­ren Infor­ma­tik-HTL in Wolfs­berg ent­schied sie sich für eine Leh­re in der Elektro‑, Auto­ma­ti­sie­rungs- und Pro­zess­leit­tech­nik bei zh-tech­no­lo­gies Rege­lungs- und Auto­ma­ti­sie­rungs­tech­nik in Grif­fen. Über den Freun­des­kreis wur­de sie auf den Aus­bil­dungs­be­trieb auf­merk­sam und schon beim Schnup­pern gefiel es ihr gut. „Ich habe mich für die Leh­re ent­schie­den, weil ich schon immer einen tech­ni­schen Beruf aus­üben woll­te und mir das sehr viel Spaß macht“, erzählt Lea Fin­de­nig. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren hat der Lehr­be­trieb zh-tech­no­lo­gies bereits zehn Lehr­lin­ge aus­ge­bil­det, die Hälf­te davon waren Frau­en. „Wir wol­len jun­gen Men­schen eine Chan­ce geben und inves­tie­ren in ihre Aus­bil­dung. Bei uns steht nicht nur die fach­li­che Aus­bil­dung im Vor­der­grund, auch die per­sön­li­che Ent­wick­lung ist uns sehr wich­tig. Wir wol­len Wer­te ver­mit­teln, die jedem/r Ein­zel­nen für die Zukunft nüt­zen“, so GF Mario Lutschounig. Geplant ist auch den Lehr­be­ruf Appli­ka­ti­ons­ent­wick­lung über die Dua­le Aka­de­mie anzu­bie­ten, mit dem bewusst Maturant:innen aus den Gym­na­si­en ange­spro­chen wer­den sol­len.“

Infor­ma­tio­nen zur Kam­pa­gne fin­den sich auf der Home­page G‘lernt is g’lernt.

22.09.2023 11:00
Anzeige
„G’lernt is g’lernt“: Völ­ker­markt im Fokus Eine Lehre ebnet vielen Menschen den Weg ins Berufsleben. Im Rahmen der Kampagne "G´lernt is g´lernt" von Frau in der Wirtschaft werden weibliche Vorbilder, Lehrbetriebe und Lehrberufe vor den Vorhang geholt. Diesmal aus dem Bezirk Völkermarkt.

© Anita Arneitz