Hospiz Kärnten

Gut beglei­tet bis zuletzt

Anlässlich des Welthospiztages am 14. Oktober 2023 erinnert der Kärntner Landesverband von Hospiz- und Palliativeinrichtungen mit den Trägerorganisationen Caritas, Diakonie und Österreichisches Rotes Kreuz an die Bedeutung und Wichtigkeit mobiler und stationärer Hospizversorgung in Kärnten.

Gut beglei­tet bis zuletzt Bildunterschrift: Einfühlsame Hospizbegleiterinnen sind für Menschen da, wenn das Leben leise(r) wird.

© Diakonie/Gerhard Maurer

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Schwerst­kran­ke, ster­ben­de Men­schen und ihre Ange­hö­ri­gen auf ihrem letz­ten Lebens­weg ein­fühl­sam und pro­fes­sio­nell zu beglei­ten, ist für die Hos­piz­be­glei­te­rin­nen eine Sache des Her­zens und für die Betrof­fe­nen eine wert­vol­le Unter­stüt­zung, wie Toch­ter Anna* deut­lich macht. Deren Fami­lie hat­te in den letz­ten Jah­ren mit meh­re­ren Schick­sals­schlä­gen zu kämp­fen. Da Annas Vater an einer schwe­ren Lun­gen­er­kran­kung im End­sta­di­um lei­det, bat die Frau Mit­te 30 um Hil­fe, denn: „Wir sind mit unse­rer Kraft am Ende. Allei­ne schaff­ten mei­ne Mut­ter und ich es nicht mehr.“ Anna ist froh, dass es die Hos­piz­be­glei­tung gibt, die unter­stützt, berät und in schwe­ren Stun­den ein­fach da ist.  „So sind wir nicht mehr allein.  Unse­re Beglei­te­rin leis­tet so viel. Ihr kön­nen wir ver­trau­en. Schön, dass es sie gibt!“

Mehr als 300 ehren­amt­li­che Hos­piz­be­glei­te­rin­nen

319 qua­li­fi­zier­te Frau­en und Män­ner in ganz Kärn­ten waren allein im Vor­jahr mit 33.945 ehren­amt­lich geleis­te­ten Stun­den für Men­schen da, deren Leben lei­se® wur­de, stan­den deren Fami­li­en mit Rat und Tat zur Sei­te und hal­fen ins­ge­samt 1.115 Betrof­fe­nen im Rah­men der Hos­piz- und Trau­er­be­glei­tung. Kärn­ten­weit wer­den rund 60 Kin­der, Jugend­li­che und jun­ge Erwach­se­ne sowie deren Fami­li­en (mobil) durch Hos­piz­teams beglei­tet. Hei­di Sto­cken­bo­jer von der Cari­tas Kärn­ten setzt als Vor­stands­vor­sit­zen­de des KLvHP wei­ter auf Ver­net­zung und Zusam­men­ar­beit mit der sozia­len Land­schaft in Kärn­ten. „Gemein­sam muss es uns gelin­gen,  die Gesell­schaft im Umgang mit dem Los­las­sen vom Leben und im Umgang mit Ster­ben, Tod und Trau­er zu stär­ken“, so Sto­cken­bo­jer.

Hos­piz und Pal­lia­ti­ve Care (HPC)-Projekte in Umset­zung

In den letz­ten Jah­ren wur­den ver­schie­de­ne Ange­bo­te geschaf­fen und aus­ge­baut.

Das Pro­jekt Haus­kran­ken­pfle­ge im Zen­trum das den ers­ten Durch­gang abge­schlos­sen hat, zielt dar­auf ab, Mitarbeiter:innen mobi­ler Pfle­ge­ein­rich­tun­gen ein­heit­lich zu schu­len und die inter­pro­fes­sio­nel­le Zusam­men­ar­beit in der Betreu­ung von schwer­kran­ken und ster­ben­den Men­schen flä­chen­de­ckend zu ver­bes­sern. Es unter­stützt Mitarbeiter:innen der Haus­kran­ken­pfle­ge in ihrer täg­li­chen Arbeit.

Über den VSD Vor­sor­ge­dia­log®, der als sons­ti­ge Pati­en­ten­ver­fü­gung gilt, wer­den Bedürf­nis­se und Wün­sche für ein gutes Leben und wür­de­vol­les Ster­ben fest­ge­legt. Als ers­tes Alten­wohn- und Pfle­ge­heim in Kärn­ten hat das Ernst-Schwarz Haus in Wai­ern den VSD-Vor­sor­ge­dia­log® imple­men­tiert.

Dem VSD Vor­sor­ge­dia­log® vor­aus geht das Pro­jekt Hos­piz­kul­tur und Pal­lia­ti­ve Care im Alten- und Pfle­ge­heim, das seit 2019 in Kärnt­ner Ein­rich­tun­gen erfolg­reich umge­setzt wird.

Der Kärnt­ner Lan­des­ver­band von Hos­piz- und Pal­lia­tiv­ein­rich­tun­gen enga­giert sich für eine flä­chen­de­cken­de Umset­zung sowie fort­lau­fen­de Nach­hal­tig­keits­maß­nah­men.

Hos­piz Aus- und Fort­bil­dun­gen

Die Aus­bil­dung neu­er Frei­wil­li­ger sowie die lau­fen­de Fort­bil­dung bestehen­der Begleiter:innen ist unab­ding­bar, um den Bedarf an benö­tig­ter Betreu­ung zu decken. Cari­tas, Dia­ko­nie und Öster­rei­chi­sches Rotes Kreuz bie­ten jähr­lich meh­re­re Hos­piz-Grund­aus­bil­dun­gen sowie zahl­rei­che Fort­bil­dun­gen an.

11.10.2023 19:00
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Gut beglei­tet bis zuletzt Bildunterschrift: Einfühlsame Hospizbegleiterinnen sind für Menschen da, wenn das Leben leise(r) wird.

© Diakonie/Gerhard Maurer