Kärnten
“St. Influenza” informiert über Risiken der echten Grippe
Mehr als 4.000 Personen starben im vergangenen Jahr an Influenza, der sogenannten echten Grippe. In diesem Jahr setzen Bund, Länder und Sozialversicherung zum ersten Mal gemeinsam ein öffentliches Impfprogramm (ÖIP) für Influenza um.
Damit ist die Influenza-Impfung österreichweit gegen einen Selbstbehalt von sieben Euro verfügbar. Für Kinder und Jugendliche, Impfungen in Alten- und Pflegeheimen und in Betrieben steht die Influenza-Impfung gänzlich kostenfrei bereit.
Awareness-Kampagne startet heute
Heute startet dazu die Awareness-Kampagne “St. Influenza”. Bund, Länder und Sozialversicherung investieren in den nächsten Wochen knapp 1 Million Euro in Information und Aufklärung über die echte Grippe und die Influenza-Impfung. “Influenza ist eine ernstzunehmende Erkrankung. Es ist wichtig, dass wir heuer erstmals den Menschen in ganz Österreich einen einfachen und kostengünstigen Zugang zur Impfung ermöglichen”, betont Gesundheitsminister Johannes Rauch.
Durchimpfungsrate um zehnt Prozent erhöhen
„Eine gemeinsame, bundesweite Influenza-Impfaktion war und ist allen Landesgesundheitsreferenten ein wichtiges Anliegen: Uns eint das Ziel, die Durchimpfungsrate auf zumindest zehn Prozent zu erhöhen. Dafür leistet jedes Bundesland einen nicht unwesentlichen finanziellen Beitrag. In Summe sind es knapp sechs Millionen Euro pro Impf-Saison, die von den Ländern kommen“, erklärte LR.in Beate Prettner als Vorsitzende der Gesundheitslandesräte. „Ich sehe diesen Beitrag allerdings weniger als Kosten als vielmehr als Investition in unser Gesundheitssystem. Warum? Weil wir davon ausgehen können, dass jeder in eine Influenza-Impfung investierte Euro das Gesundheitswesen und die Wirtschaft mit rund elf Euro entlastet. Stichworte Arbeitsausfälle, Krankenstandstage, Pflegefreistellungen etc. Die Influenza-Impfung hat somit nicht nur ungemeine „gesunde“ Vorteile für den Einzelnen, sondern auch gesamtgesellschaftliche Auswirkungen.“ Prettner hofft auf eine erfolgreiche Influenza-Impfbilanz, denn diese „könnte Basis dafür sein, die bundesweite Aktion auch auf andere Impfungen zu erweitern.“
Vorbeugende Maßnahmen sind zu treffen
Schutzimpfungen gehören zu den wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen in der Medizin. Die Influenza-Impfung ist bereits ab dem vollendeten 6. Lebensmonat allgemein empfohlen. Besonders empfohlen ist sie für Personen ab dem vollendeten 60. Lebensjahr, Kinder, Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen und anderen Risikofaktoren sowie Personal im Gesundheitswesen und in der Altenpflege“, betont ÖGK-Vorsitzender Andreas Huss.
Die echte Grippe ist nicht lustig
Die Awareness-Kampagne “St. Influenza” mit der Hauptbotschaft “Die echte Grippe ist nicht lustig” soll die Bevölkerung über die Risiken einer Influenza-Infektion informieren und daran erinnern, sich in der kalten Jahreszeit impfen zu lassen.
Die sechs Kampagnensujets im Postkartenstil der 50er-Jahre sollen durch den auffälligen Retro-Look sowohl die ältere Zielgruppe als auch jüngere Personen ansprechen. Die Kampagne informiert humorvoll und ohne erhobenen Zeigefinger darüber, dass Influenza eine sehr unangenehme Erkrankung ist und erinnert daran, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Impfung ist.
Wissenswertes
Die Kampagne wird die nächsten Wochen auf Plakaten, Social Media und Nachrichtenportalen sowie Infoscreens und Bildschirmen im Wartezimmer von ÄrztInnen zu sehen sein.