Klagenfurt-Land
Bergsteiger (74) mit Hubschrauber geborgen
Gegen 18 Uhr verständigten zwei Bergsteigerinnen die Bergrettung und teilten mit, dass ein erschöpfter und unterkühlter Bergsteiger im Gipfelbereich des Koschutnikturms eingetroffen sei.
Der 74-Jährige wurde mit dem Rettungshubschrauber RK1 geborgen und in das LKH Klagenfurt geflogen.© Bergrettung Ferlach
Gestern (14. Oktober 2023) stieg gegen 10 Uhr ein 74-jähriger Klagenfurter vom Koschutahaus in Richtung Koschutnikturm auf. Gegen Mittag stiegen noch zwei Bergsteigerinnen — eine 37-jährige Klagenfurterin und eine 31-jährige Völkermarkterin — auf der gleichen Route auf.
Wetterlage verschlechterte sich
Doch um 16 Uhr verschlechterte sich die Wetterlage, es kamen dichter Nebel und starke Sturmböen auf. So verirrten sich die zwei Bergsteigerinnen im Bereich des Einstieges zum Klettersteig auf den Koschutnikturm. Sie stiegen bei ihrer Suche nach dem Abstieg wieder in Richtung des Gipfels auf und verharrten dort.
Plötzliche Hilferufe
Während ihres Aufstiegs konnten die beiden Hilferufe aus dem Bereich der Ostschlucht wahrnehmen. Die Bergsteigerinnen verständigten über den Notruf die Bergrettungsstelle Ferlach, welche mit neun Personen und zwei Fahrzeugen ausrückte. Es stiegen zwei Rettungsteams gemeinsam mit der Alpinpolizei Klagenfurt zu den in Not geratenen Bergsteigern auf.
Erschöpft und unterkühlt
Gegen 18 Uhr verständigten die Bergsteigerinnen abermals die Bergrettung und teilten mit, dass soeben ein erschöpfter und unterkühlter Bergsteiger (74) im Gipfelbereich des Koschutnikturms eingetroffen sei. Die beiden wurden angewiesen, sich gegenseitig Hilfe zu leisten. In der Folge traf die Bergrettung um 19 Uhr am Gipfel ein und leitete die Rettungsaktion ein.
Erfolgreiche Nachtwindenbergung
Für den Abtransport des erschöpften und unterkühlten Bergsteigers wurde der Rettungshubschrauber RK1 verständigt, der gegen 19.45 Uhr begann, die Nachtwindenbergung durchzuführen. Aufgrund des Nebels musste die Rettung durch den Hubschrauber vom Gipfelbereich auf den Einstieg des Klettersteiges verlegt werden. Die Bergrettung stieg mit dem Mann ab und ermöglichte um 20.30 Uhr die Nachtwindenbergung.
Die Bergsteigerinnen wurden von der Bergrettung Ferlach zum Koschutahaus begleitet, wo sie um 21.30 Uhr unverletzt eintrafen.


