Klagenfurt
Erste „Natur-im-Garten-Plaketten“ verliehen
Die „Natur-im-Garten-Plaketten“ zeigen, in welchen Gärten Natur wieder mehr Platz hat. Das Projekt „Natur im Garten“ gilt als Beitrag zum Klima-, Umwelt- und Artenschutz in Kärnten.
© Büro LRin Schaar
Unter dem Titel „Natur im Garten“ zeigt das Kärntner Bildungswerk in Kooperation mit dem Land Kärnten die Bedeutung des naturnahen Gärtnerns für Klima‑, Umwelt- und Artenschutz auf. Um die naturnahe Gestaltung von privaten und öffentlichen Grünflächen zu unterstützen, wird eine Reihe von Beratungs- und Bildungsangeboten für Privatpersonen und Gemeinden geboten. Im Rahmen eines Gartennachmittages in der Volksschule Feld am See überreichte Naturschutz-Landesrätin Sara Schaar gestern (21. Oktober 2023) die ersten „Natur-im-Garten-Plaketten“.
Was die Plaketten-Besitzer erfüllen
Die Plaketten-Besitzer und die „Natur-im-Garten-Gemeinden“ erfüllen drei Kriterien. Sie verzichten auf chemisch-synthetische Pestizide und Dünger sowie auf Torf. Für Privatpersonen gilt noch eine Reihe von Nebenkriterien, wie das Schaffen von Unterschlupfmöglichkeiten für Insekten. Die Landes-Umweltabteilung unterstützt „Natur im Garten“ im Rahmen der Naturschutz-Projektförderung im EU-Programm für ländliche Entwicklung.

Die Idee dahinter
“Mit ‚Natur im Garten‘ ist es das Ziel, den Umwelt- und Naturschutz ganz im Sinne der Artenvielfalt in Kärntner Gärten zu forcieren. Die Plaketten zeigen, in welchen Gärten die Natur wieder mehr Platz hat. Die Plaketten-Besitzer schaffen sich nicht nur eine natürliche Wohlfühloase daheim, sondern leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klima‑, Umwelt- und Artenschutz“, erklärt Schaar. Ökologisch gepflegte Garten- und Grünflächen bestehen aus vielen Puzzleteilen, weisen etwa Totholz, Mischhecken oder Laubhäufen auf. Diese Elemente bieten Gartenbewohnern wie Vögeln, Igeln oder Schmetterlingen und anderen Nützlingen ein Zuhause. Und die Nützlinge wiederum helfen beim biologischen Pflanzenschutz. “Es gilt, diesen natürlichen Kreislauf zu unterstützen.“
Fünf Gemeinden ausgezeichnet
Mit den begehrten Plaketten wurden fünf Gemeinden ausgezeichnet: Feld am See, Feistritz ob Bleiburg, Magdalensberg, Sachsenburg und Seeboden. Sie sind „Natur-im-Garten-Gemeinden“. Weitere drei Gemeinden (Berg im Drautal, Kötschach-Mauthen, Radenthein) sind auf einem guten Weg und sollten ihre Plaketten demnächst erhalten. Außerdem wurden in Feld am See 30 von insgesamt 60 Privatgärtner aus ganz Kärnten persönlich mit Plaketten ausgezeichnet.

Interessanter Gartennachmittag
Beim Gartennachmittag in Feld am See gab es bei freiem Eintritt neben der Plaketten-Verleihung Vorträge von Heidemarie Pirker („Biologischer Nutzgarten im Winter: Vorbereitung und Nützlingsunterschlupf“) sowie Lena Uedl-Kerschbaumer („Naturnahe Gartenpläne für den eigenen Hausgarten“) zu hören. Weiters begeisterten Beispiele aus der Praxis zu Kompostierung und Mischkultur sowie ein Experimentiergarten. Für die kleinen Gäste war mit einer Garten-Werkstatt ebenfalls gesorgt.
Online-Tipp: bildungswerk-ktn.at/naturimgarten
