St. Andrä
„Spatenstich für neuen Kindergarten im Herbst“
Maria Knauder, Bürgermeisterin der Stadtgemeinde St. Andrä, spricht im „KLiCK Kärnten“-Interview über ihr bisheriges Leben als Politikerin, über Wünsche und Visionen für ihre Heimatgemeinde.
Am 14. März wurde Maria Knauder (SPÖ) zur Bürgermeisterin der Stadtgemeinde St. Andrä gewählt. Sie setzte sich in der Stichwahl mit 53,13 Prozent der Stimmen durch.
KLiCK Kärnten: Sie sind seit 8. Juli 2020 Bürgermeisterin von St. Andrä. Im März gewannen Sie die Stichwahl. Wie beurteilen Sie im Rückblick den Ausgang der Wahl?
Maria Knauder: Ich bin mit der Wahl sehr zufrieden, weil ich zum ersten Mal angetreten bin. Als Partei haben wir bei der Gemeinderatswahl 13 von 27 Mandaten geschafft.
Wann haben Sie den Entschluss gefasst, den Schritt in die Politik zu wagen?
Der damalige Bürgermeister und Nationalratsabgeordnete Peter Stauber ist im Jahr 2009 auf mich zugekommen und hat mich gefragt, ob ich für die SPÖ in der Kommunalpolitik mitmachen will. Ich habe nach kurzem Überlegen Ja gesagt und wurde Ersatzgemeinderätin.
Was waren Ihre ersten Erfahrungen als Politikerin?
2009 habe ich die „Kinderfreunde“ in Eitweg gegründet. Da bin ich heute noch die Obfrau. Ich wollte von Anfang an in der Gemeinde etwas bewegen. Dazu besuchte ich Fortbildungskurse und die Nachwuchsakademie der Partei. Schon drei Jahre später wurde ich zur SPÖ-Bezirksgeschäftsführerin für die Bezirke Wolfsberg und Völkermarkt bestellt.
Sie sind dann sehr bald Vizebürgermeisterin geworden.
Das war 2018, als der bisherige Vizebürgermeister Daniel Fellner Landesrat wurde. Ich wurde seine Nachfolgerin in der Stadtregierung.

Welche sind Ihre Stärken?
Ich habe Respekt vor allen Menschen, weit über die Parteigrenzen hinaus. Auch mein gutes Netzwerk ist kein Nachteil sowie die ausgezeichneten Kontakte in die hohe Politik in Kärnten und in Wien. Bürgernähe ist für mich nicht nur ein Schlagwort, sie wird von mir gelebt.
Sie sind seit über einem Jahr Bürgermeisterin. Wie haben Sie es geschafft, in kurzer Zeit in die Rolle der Bürgermeisterin zu schlüpfen?
Ich habe als Vertretung von Peter Stauber viel gelernt. Peter war immer ein großer Mentor für mich.
Wer sind Ihre politischen Vorbilder?
Die frühere Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, Alt-Bundespräsident Heinz Fischer und Landeshauptmann Peter Kaiser. Von diesen Persönlichkeiten konnte und kann ich viel abschauen.
Welche Aufgaben haben Sie als Bürgermeisterin aktuell zu bewältigen?
Wir sind die achtgrößte Gemeinde in Kärnten mit einem Wegenetz von 270 Kilometern. Das Wegenetz instand zu halten, ist eine schwierige Aufgabe. Wir werden immer mehr zum Verwalter, für große Projekte fehlt uns einfach das Geld. Dennoch sind wir sehr glücklich, dass wir zwei große Projekte umsetzen können.

Welche Projekte sind das?
Wir haben derzeit elf Kindergarten-Gruppen in der Gemeinde. Deshalb werden wir mit EU-Mitteln und Landesförderungen neben der Volksschule St. Andrä einen neuen Kindergarten errichten. Der Spatenstich dazu erfolgt noch im Herbst. Es wird auch ein zweites Pflegeheim vom Kärntner Landeswohnbau in St. Andrä errichtet. Mit der Fertigstellung rechnen wir im Frühjahr 2023. Betrieben wird das Pflegeheim von der AVS. Ein weiteres Projekt ist der Klettergarten in Eitweg, der neu adaptiert wird. Die Kosten von 70.000 Euro werden zur Hälfte vom Bund getragen. Hinzu kommen noch weitere Straßensanierungsprojekte.
Welchen Beruf üben Sie eigentlich abseits der Politik aus?
Ich bin seit 1992 diplomierte Intensivkrankenpflegerin und arbeite im Krankenhaus Wolfsberg.
Und in Ihrer Freizeit: Welche Hobbys haben Sie?
Ich fahre gerne auf meiner Yamaha Tracer 700 und mache mit meinem Mann Motorrad-Touren. Heuer geht es nach Sardinien. Weitere Hobbys sind Lesen von Krimis und Tennis spielen, vorwiegend im Doppel. Früher habe ich auch Trompete und Flügelhorn bei der Stadtkapelle St. Andrä gespielt. Mein Lebensmotto lautet: Carpe diem – nutze den Tag.
Sie sollen auch ein Genussmensch sein.
Ja, ich esse gerne Steaks, Nudeln und Salat. Zum Nachtisch dürfen Kaffee und Kuchen nicht fehlen – und danach ein Aperol.

