Klagenfurt

Jac­ques Lem­ans-Platz sorgt für Dis­kus­sio­nen

Dinge, die uns Menschen bewegen. „KLiCK“-Kärnten macht sie jetzt ein bis zweimal die Woche in Form eines Kommentars und Facebook-Postings zum Thema.

Jac­ques Lem­ans-Platz sorgt für Dis­kus­sio­nenEin Teil der Domgasse in Klagenfurt wurde zum Jacques Lemans Platz umbenannt.

© Markus Galli

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Das war klar – seit ein Teil der Kla­gen­fur­ter Dom­gas­se in Jaques Lem­ans-Platz umbe­nannt wur­de, wol­len auch ande­re renom­mier­te und tra­di­ti­ons­rei­che Unter­neh­men ihre eige­ne Gas­se, ihren eige­nen Platz, ihre offi­zi­el­le PR-Stra­ße. Zwei­fel­los han­delt es sich bei der Fir­ma Jaques Lem­ans um einen bekann­ten, erfolg­rei­chen und inter­na­tio­na­len Betrieb. War­um aber soll­ten ande­re Unter­neh­men, die schon Jahr­zehn­te in der Lan­des­haupt­stadt ange­sie­delt sind und hier Steu­ern zah­len, bei Mar­ke­ting-Schach­zü­gen benach­tei­ligt wer­den? Wie kann man einem Betrieb, der jetzt auch „sei­ne“ Fuß­gän­ger­zo­ne for­dert, die­ses ver­ständ­li­che Ver­lan­gen abwei­sen? Oder wird ganz Kla­gen­furt bald nur mehr nach Fir­men und Betrie­ben benannt wer­den? Eine inter­es­san­te Über­le­gung. Wird eine Stra­ße, falls so ein Werk in die Plei­te rutscht, flugs wie­der umbe­nannt?

Wie zu erwar­ten hat sich laut „Kro­ne“ jetzt Gre­gor Grü­ner, Chef eines Mode­hau­ses mit 155 Jah­ren Fir­men­ge­schich­te auf dem Buckel, zu Wort gemel­det. Grü­ner for­dert – nach dem Vor­bild des Schmuck- und Uhren­gi­gan­ten – einen Abschnitt der Kla­gen­fur­ter Burg­gas­se. Die­ser soll­te in „Grü­ner Allee“ umbe­nannt wer­den. Spä­tes­tens bis zur Jubi­lä­ums­fei­er am 1. Dezem­ber müss­te dort das ent­spre­chen­de Schild auf­schei­nen. Immer­hin beschäf­tigt das Mode­haus 38 Mit­ar­bei­ter. Stellt sich die Fra­ge, wel­che Fir­ma jetzt noch beim Magis­trat anklop­fen wird? Eine renom­mier­te Ver­si­che­rung? Eine zah­lungs­kräf­ti­ge Bank? Ein städ­ti­sches Unter­neh­men? Eine pri­va­te und eben­falls inter­na­tio­nal täti­ge Fir­ma?

 

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Frei­lich sind seit lan­gem ein paar Umbe­nen­nun­gen geplant – von schil­lern­den Pro­mis aus der Nazi-Zeit. Da böten sich aller­dings Kärnt­ner Schrift­stel­ler, Autoren und ande­re Kla­gen­fur­ter Per­sön­lich­kei­ten als wir­kungs­vol­le Namens­ge­ber an. Aber viel­leicht wird man bald Stra­ßen nach Kaf­fee­häu­sern, Export-Unter­neh­men und Wein-Fir­men unter­schei­den? Oder schlicht und ein­fach an jene ver­ge­ben, die ordent­lich dafür „ble­chen“? Wie wäre es mit einem „Klick“-Platz?

-mg

01.11.2023 08:00
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Jac­ques Lem­ans-Platz sorgt für Dis­kus­sio­nenEin Teil der Domgasse in Klagenfurt wurde zum Jacques Lemans Platz umbenannt.

© Markus Galli