Burgtheater
Hommage an Christine Lavant und Werner Berg
Das Wiener Burgtheater brachte den Briefwechsel zwischen Christine Lavant und Werner Berg auf die Bühne. Klaus Maria Brandauer und Heidelinde Weis liehen dafür ihre Stimmen.
Insgesamt sind 520 Briefe von Christine Lavant und rund 260 Briefe von Werner Berg erhalten.© Werbeagentur Zeitpunkt/Dieter Resei
Am Vorabend des Nationalfeiertags lud das Burgtheater zu einem außergewöhnlichen Abend. Die Schauspieler Klaus Maria Brandauer und Heidelinde Weis lasen aus dem Briefwechsel zwischen der Lyrikerin Christine Lavant und dem Maler Werner Berg. In Vertretung von Landeshauptmann Peter Kaiser nahm Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig teil, die Kärntner Kulturstiftung — gemeinsam mit der Internationalen Christine Lavant Gesellschaft Kooperationspartnerin des Abends — war durch Monika Kircher, Maria Lerchbaumer und Tanja Prušnik vertreten.
Briefe wurden erfahrbar
Die Landeshauptmann-Stellvertreterin sprach von einem besonderen und berührenden Abend. Die schonungslose Offenheit der Briefe erlaubt tiefe Einblicke in das Leben und Denken der beiden Persönlichkeiten Lavant und Berg. Brandauers und Weis’ behutsame und intime Auseinandersetzung mit den Texten gab der Vergangenheit eine Stimme und machte die sprachlich-poetische Qualität der Briefe erfahrbar.
Kulturland Kärnten
Insgesamt 520 Briefe von Christine Lavant und rund 260 Briefe von Werner Berg sind erhalten. Eine gekürzte Auswahl hat der Germanist Klaus Amann in seiner Lavant-Biographie „Ich bin maßlos in allem“ erstmals veröffentlicht. „Dass das Wiener Burgtheater diesem Briefwechsel nun eine so große Bühne geboten hat, zeigt die Strahlkraft dieser beiden Künstlerpersönlichkeiten bis in unsere Gegenwart hinein und ist eine wunderschöne Auszeichnung für das Kulturland Kärnten“, zeigt sich Schaunig begeistert.

