Olympische Spiele
Wir halten Magdalena um 3.50 Uhr nachts die Daumen!
Magdalena Lobnig (31) aus Völkermarkt rudert in der Nacht auf Donnerstag bei den Olympischen Spielen in Tokio um den Einzug ins Finale. „Es ist ein vorgezogenes Finale“, sagt sie.
© Magdalena Lobnig/Facebook
Zwei Rennen, zwei Siege – rein auf die Platzierungen bezogen läuft die olympische Regatta für Ruderin Magdalena Lobnig aus Völkermarkt nach Plan. Im Viertelfinale setzte sich die 31-Jährige am vergangenen Sonntag vor der Niederländerin Anna Sarah Sophie Souwer durch.
Viertschnellste Zeit im Viertelfinale
Dennoch war Lobnig nach dem Einzug ins Semifinale nicht gänzlich zufrieden: „Es war nicht so gut gerudert wie im Vorlauf. So ein Rennen, wo die anderen um ihr Leben rudern, ist immer unangenehm, aber der Sieg war nie in Gefahr“. Das zeigte sie auch eindrucksvoll mit einem Sprint am Ende des Rennens, als sie sich noch klar von der Niederländerin Souwer absetzen konnte. „Der Auftrag war, mit so wenig Energie wie möglich ins Semifinale zu rudern“, bilanziert Lobnig, die mit der viertschnellsten Zeit das Semifinale erreichte.
Keine Fehler erlauben
Im Halbfinale wartet auf die Olympia-Sechste von Rio de Janeiro (Brasilien) mit den Konkurrentinnen aus den USA, Kanada und Neuseeland, Großbritannien und Iran ein hartes Los. „Absolutes Hammer-Habfinale, ein vorgezogenes Finale“, betont Lobnig. Sie fügt hinzu: „Es ist das wichtigste Rennen, da darf man sich keine Fehler erlauben. Gegen die Kaliber muss jeder Schlag passen, aber solche Rennen passen besser zu mir.“
Lobnig hat Reserven
„Es ist ein absolutes Killer-Halbfinale“, bestätigt auch Nationaltrainer Robert Sens. Es wird, so Sens, eine Steigerung nötig sein, aber Lobnig hat das Format, dass sie es erfolgreich machen wird. „Sie hat noch Reserven, sowohl technisch als auch körperlich“, stellt Sens klar. Das Semifinale findet nach dem geänderten Programm in der Nacht auf Donnerstag um 3.50 Uhr mitteleuropäischer Zeit (10.50 Uhr Ortszeit) statt.

