Schlagermusik
„Die Kaiser“ laden wieder zur Audienz
16 Monate war es coronabedingt still um Charly Kaiser (67) und seine Band „Die Kaiser“. Nun hatten sie endlich wieder einen Auftritt. „KLiCK Kärnten“ sprach mit dem Band-Leader.
Sie waren ein wenig nervös, als sie am gestrigen Dienstag um 19.30 Uhr die Bühne der Arneitz-Showarena am Faaker See betraten (siehe Bildergalerie unten). Die Rede ist von der Band „Die Kaiser“. „Das war sehr aufregend für uns. Gott sei Dank war unser Fanclub wieder vollzählig vertreten. Unsere Fans haben uns kräftig unterstützt“, freut sich Band-Leader Charly Kaiser im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“.
Ein Rückblick
Alles begann vor 47 Jahren. „Seit 1974 bin ich im Musikgeschäft. Damals habe ich das Kaiser-Trio gegründet und 25 Jahre ununterbrochen mit Klaus Haslauer und Richard Wagner zusammengespielt. Wir waren sehr erfolgreich und haben damals sogar eine goldene Schallplatte für 25.000 verkaufte Tonträger erhalten“, erinnert sich Kaiser. Er galt damals auch als großer Entertainer. „Ich sehe das nicht so. Wir haben immer Show-Elemente in unseren Programmen gehabt, wie mit der Motorsäge Haare zu schneiden – oder wir sind als Frauen aufgetreten. Da hat es vieles gegeben, was auch andere Gruppen wie die ‚Mölltaler‘ gemacht haben“, erklärt Kaiser.
Aus- und Wiedereinstieg
Nach einer beruflichen Neuorientierung stellte Kaiser seine Instrumente ins Eck und widmete sich ausschließlich seinem Betrieb. „In dieser Zeit hatte ich rund 300 Mitarbeiter in ganz Europa“, erinnert sich der Musiker. 2009 startete er wieder mit dem „Kaiser Trio“ durch und änderte kurz danach den Namen in „Die Kaiser“. „Der Grund war, dass wir vermehrt Schlager gespielt haben und der neue Name nicht so volkstümlich klingt“, erklärt Kaiser. In der Formation mit Charly Kaiser als Frontman und Bandleader, Damjan Zih mit seiner unverwechselbaren Stimme, Rudi Schellander am Bariton, an der Zugposaune oder an der Bassgitarre und Sepp Mulle mit der Sologitarre, der Rhythmusgitarre sowie Chorgesang waren sie sehr schnell wieder ganz oben.
In den Hitparaden
Dafür sorgten auch Schlager aus den Federn von Dagmar Obernosterer und Marc Bell, Frank Pavell und Hannes Marold. Produziert wurden sie in Tonstudios mit Profis wie Thomas Obernosterer und Johnny Kanatschnig. Dabei entstanden Titel wie „Ein Prosecco zu viel“, „Tu mir das bloß nicht an“ oder „In der Hölle mach ich weiter“. Damals wurden die Titel in den Hitparaden rauf und runter gespielt, national und international. In der Schweiz sind „Die Kaiser“ etwa auf „Music 24“ zu hören.
Die Neuen
Wie ging es weiter? „Nach zehn Jahren hat uns Sänger Damjan Zih verlassen. Danach sind die Solo-Künstler Hubert Dreier und Dietmar Kienzer bei uns eingestiegen. Auch Jodelkönig Karl Raunjak ist dazu gekommen. Leider ist mein großer Freund Sepp Mulle ausgestiegen, was ich sehr bedauere, weil er so etwas wie ein Mentor für mich war. Mit dem Elvis-Interpreten Chris Kaye ist vergangenes Jahr dann ein weiterer großartiger Sänger zu uns gestoßen“, verrät Kaiser. Mit ihnen steht er nach der Corona-Zwangspause nun wieder öfter auf der Bühne (siehe Auftritte unten).
Die nächsten Auftritte
- 5. August: Arneitz.Arena, Faaker See (19.30 Uhr)
- 7. August: Musik und Kabarett in Rum in Tirol (18 Uhr)
- 14. August: „Gackern“ in der Café-Bar Embassy, Wolfsberg (19.30 Uhr)
- 15. August: Wolfsberger Wiesengaudi, Wolfsberg (11 Uhr)
- 22. August: Wörthersee-Rundfahrt, Start Metnitzstrand, Klagenfurt (10.30 Uhr)
- 26. August: Arneitz-Arena, Faaker See (19.30 Uhr)
- 4. September: Fanclub-Sommerfest, Wurdach
- 5. September: Kienzer Kirchtag in Föderlach bei Wernberg (11 Uhr)
- Charly Kaiser ist seit 47 Jahren im Showgeschäft.
- Elvis-Interpret Chris Kaye ist nun ein „Kaiser“.
- „Die Kaiser“ und ihre Fans
- Austropop-Sänger Dietmar Kienzer gehört sein langer Zeit der Formation „Die Kaiser“ an.
