Klagenfurt
Ausblick: Ein Jahr kärnten.museum
Landeshauptmann Peter Kaiser. Direktor Muchitsch, Kulturabteilungsleiterin Winkler-Komar und Vorgänger Pucker gaben einen Rückblick und Ausblick: Rund 100.000 Besucher wurden im ersten Jahr an allen Standorten begrüßt.
© LPD Kärnten/Jannach
Als kärnten.museum wurde vor einem Jahr das Kärntner Landesmuseum nach umfangreicher Sanierung wiedereröffnet. Bei einer Pressekonferenz mit Kulturreferent Landeshauptmann Peter Kaiser im Museumscafé gab es heute, Dienstag, einen Rückblick und einen Ausblick. Schon in der ersten Woche nach der Eröffnung hatten 9.000 Menschen das neue kärnten.museum in Klagenfurt besucht. Zusammen mit den acht weiteren Standorten – ohne die beiden Partnermuseen – wurden im ersten Jahr 100.000 Besucherinnen und Besucher gezählt, rund die Hälfte davon im kärnten.museum selbst. Für 2024 wurden in der Pressekonferenz einige interessante Ausstellungen angekündigt, außerdem gab Kaiser bekannt, wer dem neuen Museumskuratorium angehört.
“kärnten.museum ist seiner Zeit voraus”
„Das kärnten.museum ist seiner Zeit voraus“, sagte Kaiser und nannte das Haus einen „Ort der Begegnung, der Bildung und der Polyloge“. 2014 habe man den Grundsatzbeschluss gefällt, das Landesmuseum neu aufzustellen. Nach den nötigen Abläufen und einem internationalen Architekturwettbewerb sei am 4. Mai 2020 der Baubeginn mit über 90 Prozent Wirtschaftstreibender aus Kärnten erfolgt. „Man kann sagen, dass sich das kärnten.museum in seinem ersten Jahr etabliert hat. Die qualitativen Erwartungen wurden erfüllt“, sagte Kaiser. Man habe international viel positives Feedback bekommen, gehe aber auch immer auf Kritikpunkte ein. Für die nächsten Wochen kündigte der Kulturreferent noch eine „kleine Überraschung“ an. So solle im Außenbereich des Museums etwas entstehen. Ebenso rief er in Erinnerung, dass das kärnten.museum mit dem Österreichischen Museumsgütesiegel und dem Österreichischen Bauherr:innenpreis ausgezeichnet wurde.
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Drei große Ziele für die Zukunft
Museumsdirektor Wolfgang Muchitsch, er ist auch wissenschaftlicher Geschäftsführer, hat „drei große Ziele“. Diese seien ein attraktives Programm mit Ausstellungen und Veranstaltungen, die Weiterentwicklung der anderen Standorte und „eine gut aufgestellte Organisation mit stabiler Finanzierung an meine Nachfolge zu übergeben“. Für diesen Donnerstag kündigte er die Eröffnung der neuen Ausstellung „Mirror Mirror“ an, im April folge eine Ausstellung zu 100 Jahre Radio. Unter anderem verwies er auf die bereits laufende Sonderschau „Kärnten bebt(e)“ und sagte, dass die Ausstellung über Altlandeshauptmann Hans Sima demnächst auch im kärnten.museum gezeigt werde. Ebenso nannte er das breitgefächerte Vermittlungsprogramm des Museums.

wissens.wert.welt wird intergriert
In das kärnten.museum integriert wird laut Muchitsch die wissens.wert.welt mit dem beliebten Kidsmobil, dem fahrenden Mitmachmuseum. Sie solle vom Blauen Würfel in Klagenfurt in das Museum übersiedeln. Als vollwertiger Standort werde das Pilgermuseum Globasnitz übernommen. Für den Wappensaal im Klagenfurter Landhaus laufe ein Gestaltungswettbewerb, hier wolle man ein „Tor zur Demokratie“ schaffen und dieses Anfang 2025 eröffnen. Für den archäologischen Park am Magdalensberg läuft laut dem Direktor ein Masterplan zur Weiterentwicklung, im Freilichtmuseum Maria Saal solle ein neues Schaudepot und ein neuer Eingangspavillon errichtet werden. Den Botanischen Garten in Klagenfurt wolle man erweitern und dazu auch das frühere Bergbaumuseum nutzen.
Kulturabteilungsleiterin Brigitte Winkler-Komar nannte das kärnten.museum einen Ort, der nicht nur bewahre, sammle, forsche und vermittle. „Hier konnten wir auch ein Fenster in die freie Szene öffnen, die Räume hier bespielen“, hob sie dankend hervor.
Ihr Vorgänger als Kulturabteilungsleiter, Igor Pucker, sagte, dass das kärnten.museum ein Haus der Bildung und Begegnung, der Konversation und Konfrontation sein wolle. Es solle die Gesellschaft mitgestalten und auch eine Plattform für junge Menschen sein. „Das Haus hat seine Mitte im Land wiedergefunden“, ist Pucker überzeugt.
Kaiser gab in der Pressekonferenz noch bekannt, dass sich am 16. November das neue Museumskuratorium konstituiert hat. Vorsitzender ist der frühere Kulturabteilungsleiter Igor Pucker, sein Stellvertreter Thomas Kornek-Goritschnig. Weiters gehören dem Kuratorium Richard Bäk, Sabine Ladstätter und Gabriele Semmelrock-Werzer an.
Informationen unter: kaernten.museum

