Direktvermarkter

Scha­fe hel­fen den Pfer­den

Carmen Koch produziert am „Jägerhof“ in Straßburg die „Koca“-Schafwollwickel, welche lädierten Pferden wieder auf die Beine helfen. Die Schafwolle kommt von den hofeigenen Juraschafen.

Scha­fe hel­fen den Pfer­den Gerhard und Carmen Koch mit der Juraschaf-Herde.

© arnoldpoeschl.com

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Der „Jäger­hof“ in Straß­burg befin­det sich bereits in sechs­ter Gene­ra­ti­on der Fami­lie Koch. Ursprüng­lich gab es am Hof eine Mut­ter­kuh­hal­tung. „Für mich hat das eine Dop­pel­be­las­tung bedeu­tet, denn damals habe ich neben der Hof­ar­beit noch im psy­cho­so­ma­ti­schen schwerst­be­hin­der­ten Bereich gear­bei­tet. Das hieß für mich, für ein Hob­by, das ich nicht haben woll­te, dazu zuzah­len“, erklärt Car­men Koch.

Ent­schei­den­der Satz

Vor rund sie­ben Jah­ren kam es zu einer Dis­kus­si­on zwi­schen ihr und dem Ehe­mann Ger­hard. „Ich woll­te nicht den land­wirt­schaft­li­chen Betrieb mit­fi­nan­zie­ren und for­der­te eine Ände­rung. Dar­auf sag­te mir mein Mann: Mache ein­fach, was du willst. Das war der ent­schei­den­de Satz. Ich habe sofort die Land­wirt­schafts­kam­mer ange­ru­fen und 30 Scha­fe bestellt“, erzählt die Schaf­bäue­rin. Die Kühe wur­den ver­kauft und der Start für eine Schaf­zucht war gelegt.

Jura­scha­fe

Die schwarz­brau­ne Berg­scha­fe kom­men aus der Schweiz und sind als Jura­scha­fe bekannt. „Für uns sind die Scha­fe Zwei­fach-Nutz­tie­re. Das Fleisch wird für die Direkt­ver­mark­tung ver­ar­bei­tet. Eine befreun­de­te Reit­trai­ne­rin hat mich schließ­lich auf die Idee gebracht, die Schaf­wol­le zur Ver­ar­bei­tung von Schaf­woll-Wickel für Pfer­de zu ver­wen­den“, betont Car­men Koch. Im Jahr ste­hen rund 90 Scha­fe und Läm­mer am Hof. Die­ser Tage erblick­ten am „Jäger­hof“ vier Zwil­lings­pär­chen und ein Solo-Lämm­chen das Licht der Welt.

Die Schaf­woll-Wickel

Die Wickel wer­den aus unge­wa­sche­ner Wol­le her­ge­stellt. Damit bleibt das benö­tig­te Lano­lin­öl erhal­ten. Das Lano­lin – auch Woll­wachs genannt – ist eine was­ser­freie Sub­stanz, die aus der Schaf­wol­le gewon­nen wird. Die was­ser­ab­wei­sen­de Eigen­schaft schützt die Scha­fe vor Näs­se. Die Wickel kann man bis zu zwei Wochen um die Pfer­de­bei­ne wickeln, sie müs­sen aller­dings tro­cken blei­ben und nicht auf offe­ne Wun­den ange­legt wer­den.

Die Anwen­dun­gen

Der Schaf­woll-Wickel kann an den Pfer­de­bei­nen bei ver­schie­de­nen Haut­pro­ble­men, für die Gene­sung nach har­tem Trai­ning, geschwol­le­nen Bei­nen, Vor­beu­gun­gen von Ver­let­zun­gen sowie zur Nar­ben­ver­bes­se­rung ein­ge­setzt wer­den. Die aus­ge­dien­ten Schaf­woll-Wickel zer­brö­seln nach eini­ger Zeit. Res­te wer­den als Dün­ge­mit­tel ver­wen­det oder im Bio­müll ent­sorgt. Inter­es­sier­te kön­nen sich unter 0664/236 86 04 mel­den.

Die Tie­re am Hof

Neben den Scha­fen gibt es noch fünf Pfer­de am Hof, die der Bäue­rin Car­men Koch gehö­ren. Ehe­mann Ger­hard hat einen Hüh­ner­stall mit einer Jung­hen­nen-Auf­zucht.

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Car­men und Ger­hard Koch mit einem Juralämm­chen.
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22.11.2023 10:00
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Scha­fe hel­fen den Pfer­den Gerhard und Carmen Koch mit der Juraschaf-Herde.

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