Verkehr

Plö­cken­pass-Sper­re: Wirt­schaft für Tun­nel­va­ri­an­te

Sollte eine Instandsetzung der bei einem Felssturz zerstörten Passstraße nicht möglich sein, tritt die WK Hermagor für die Errichtung eines Tunnels zwischen Italien und dem Gailtal ein. Bis dahin müsse auch die Gailtalbahn als Anbindung an die AREA Süd wieder in Betrieb genommen werden, verlangen die Unternehmen.

Plö­cken­pass-Sper­re: Wirt­schaft für Tun­nel­va­ri­an­te Hannes Kandolf, Obmann der Wirtschaftskammer Hermagor sieht die Plöckenpass-Sperre als bedenklich.

© WKK/ Achim Mandler

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Ers­te Unter­su­chun­gen des in Bewe­gung gera­te­nen Berg­hangs am Klei­nen Pal, der Anfang Dezem­ber die Stra­ßen­ver­bin­dung zwi­schen dem Gail­tal und dem Fri­aul schwer beschä­digt hat, durch die ita­lie­ni­schen Behör­den stel­len die Instand­set­zung der nicht nur für den Tou­ris­mus wich­ti­gen Pass­stra­ße in Fra­ge. Für die Unter­neh­men im Gail­tal ist das eine Hiobs­bot­schaft: „Wenn die Wie­der­her­stel­lung der Stra­ße und deren geplan­ter Aus­bau nicht mehr mög­lich ist, bleibt aus Sicht der Betrie­be nur eine Tun­nel­va­ri­an­te“, erklär­te heu­te Han­nes Kan­dolf, der Obmann der Wirt­schafts­kam­mer Her­ma­gor. Die Ver­bin­dung nach Ita­li­en sei für die Regi­on unver­zicht­bar.

“Sper­re des Plö­cken­pas­ses nicht ver­kraft­bar!”

Auch Wirt­schafts­kam­mer­prä­si­dent Jür­gen Man­dl, der sich in den ver­gan­ge­nen Tagen per­sön­lich vor Ort ein Bild von der Situa­ti­on gemacht hat, tritt dafür ein, die regio­na­le Wirt­schaft in die­ser Situa­ti­on nicht allein zu las­sen. „Nicht nur tou­ris­tisch, son­dern auch für ande­re Bran­chen ist eine dau­er­haf­te Sper­re des Plö­cken­pas­ses nicht ver­kraft­bar. Ich wer­de in den kom­men­den Tagen das Gespräch mit der Kärnt­ner Lan­des­re­gie­rung suchen, um auf die bedroh­li­che Lage für vie­le Betrie­be im Tal auf­merk­sam zu machen und die Mög­lich­kei­ten zur Errich­tung eines Tun­nels – sei es ein Schei­tel- oder Basis­tun­nel – zu klä­ren“, kün­dig­te Man­dl an.

Wirt­schaft will Gail­tal­bahn wie­der in Betrieb neh­men

In jedem Fall wer­de eine Wie­der­her­stel­lung bzw. ein Aus­bau der Pass­stra­ße oder die Errich­tung einer Tun­nel­va­ri­an­te län­ge­re Zeit in Anspruch neh­men. Des­halb reg­te Man­dl an, die Gele­gen­heit zu nut­zen und die vor weni­gen Jah­ren still­ge­leg­te Gail­tal­bahn auch als leis­tungs­fä­hi­ge Anbin­dung an die Kor­alm­bahn und die AREA Süd wie­der in Betrieb zu neh­men. Dies sei nicht nur aus wirt­schaft­li­chen Erwä­gun­gen ein Gebot der Stun­de, son­dern auch ein wesent­li­cher Schritt zur Mobi­li­täts­wen­de, die mit der Kor­alm­bahn einen star­ken Impuls bekom­men habe. Man­dl: „Wir reden seit Mona­ten dar­über, dass auch Regio­nen außer­halb der Kern­zo­ne der AREA Süd von der künf­ti­gen wirt­schaft­li­chen Dyna­mik pro­fi­tie­ren müs­sen. Die Wie­der­in­be­trieb­nah­me der Gail­tal­bahn zumin­dest im Güter­be­reich, aber viel­leicht künf­tig auch als tou­ris­ti­scher Zubrin­ger für das größ­te Kärnt­ner Schi­ge­biet wäre ein star­kes Signal in Rich­tung eines öko­lo­gisch nach­hal­ti­gen Wirt­schafts- und Tou­ris­mus­stand­or­tes!“

12.12.2023 19:00
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Plö­cken­pass-Sper­re: Wirt­schaft für Tun­nel­va­ri­an­te Hannes Kandolf, Obmann der Wirtschaftskammer Hermagor sieht die Plöckenpass-Sperre als bedenklich.

© WKK/ Achim Mandler