Internationaler Betrug
Opfer um Hunderttausende Euro geprellt
Der operative Kriminaldienst des Stadtpolizeikommandos Villach hat einen monatelangen Ermittlungserfolg verzeichnet. Ein 42-jähriger Kärntner, der durch betrügerische Machenschaften über 30 Personen um mehrere Hunderttausend Euro erleichterte, wurde heute in Ancona, Italien, festgenommen und in die Justizanstalt Josefstadt überführt.
© Red/KK
Der Täter, der ein Vertrauensverhältnis zu seinen Opfern aufbaute, versprach rare Rolex Uhren über einen angeblichen Bekannten zu beschaffen. Dabei ergaunerte er von seinen Bekannten hohe Anzahlungen. Zusätzlich suggerierte er Anlagemöglichkeiten über einen Schweizer Broker, um weitere Gelder zu lukrieren.
Mehr als 30 Opfer identifiziert
Trotz zahlreicher Anzeigen erfolgte nie eine Lieferung der versprochenen Uhren. Der Betrüger tarnte sich geschickt, indem er mit einer Schweizer Handynummer agierte und sich als Broker oder Juweliermitarbeiter ausgab. Bis dato wurden mehr als 30 Opfer identifiziert, und die Schadenshöhe beläuft sich auf mehrere Hunderttausend Euro.
Weitere Opfer sollen sich bei Polizei melden
Die Festnahme erfolgte in Zusammenarbeit mit den italienischen Behörden, nachdem der Mann seit Oktober nicht mehr erreichbar war. Es wird vermutet, dass er sich in der Schweiz aufhielt.
Die genaue Anzahl der Geschädigten ist noch unklar, und die Polizei ruft mögliche weitere Opfer auf, sich unter der Telefonnummer 059133 263333 zu melden.
Hintergrund
Die betrügerischen Handlungen des 42-Jährigen wurden erstmals am 6. Oktober 2023 öffentlich bekannt. Damals stand der Verdacht im Raum, dass der Mann Opfer dazu verleitete, Anzahlungen für teure, nicht verfügbare Uhren zu leisten. Der Gesamtschaden wurde zu diesem Zeitpunkt auf mehrere Zehntausend Euro geschätzt. Der Täter war seit Oktober nicht mehr erreichbar, was zur Einleitung von Ermittlungen führte. Die internationale Zusammenarbeit ermöglichte schließlich die Festnahme des Betrügers in Italien. Die Justiz wird nun den Fall weiter bearbeiten, während mögliche weitere Geschädigte gebeten werden, sich bei der Polizei zu melden.
