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Ausgleichsfläche an Möll als Naturjuwel
Im Zuge des Neubaus des Kraftwerks Obervellach II setzten die ÖBB eine ökologische Ausgleichsmaßnahme um, die ein 2,3 Hektar großes Areal umfasst.
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Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) tragen im Klimaschutz Verantwortung für Generationen. Mit dem Bau des Kraftwerks Obervellach II leisten die ÖBB einen wesentlichen Beitrag zum Erreichen der Klimaziele. Damit Eingriffe in die Natur so schonend wie möglich bleiben, steht der Umweltaspekt auf einer Ebene mit Wirtschaftlichkeit und Sicherheit.
Großes Stillgewässer angelegt
Die Umsetzung jedes Bauvorhabens ist nicht ohne Beanspruchung von Naturflächen möglich. Im Zuge der Bauarbeiten für das Kraftwerk Obervellach II setzten die ÖBB ein rund 2,3 Hektar großes Areal an der Möll als wasserbauliche und ökologische Ersatz- und Ausgleichsmaßnahme um. Neben der Aufweitung des rechten Möll-Ufers, der Uferstrukturierung und der Freilegung eines verlandeten Nebenarms wurden auch ein mehrere hundert Quadratmeter großes Stillgewässer angelegt und ein verwachsener Auwald wieder in seinen ursprünglichen Zustand renaturiert. Genaue Bepflanzungspläne und weitere ökologischen Begleitmaßnahmen sorgten dafür, dass sich bereits ein prächtiges Naturgebiet entwickeln konnte, das wertvollen Lebensraum für Flora und Fauna bietet.
Heimat für viele Tierarten
Das Flussufer und die angrenzenden Flächen bilden bereits nach einem Jahr einen vielseitigen Naturbereich. Aufgrund der engen Verzahnung verschiedener Lebensräume (Gewässer, Wald und Offenland) bildete sich ein vielfältiger Lebensraum für gewässerbezogene Tierarten. So sind Schotterbänke ein Lebensraum für Kiesflächenbrüter wie den Flussregenpfeifer oder den Flussuferläufer. Im Auwaldbereich finden Wild, Kleinsäugetiere (Mauswiesel und Spitzmäuse), Amphibien (Grasfrösche und Erdkröten) sowie Vögel (Wasseramsel und Pirol) ein geschütztes Refugium.
© ÖBB/Revital GmbHBeeindruckende Entwicklung
ÖBB-Projektleiter Christian Höss ist mit der Entwicklung zufrieden: „Die Renaturierung der Möll mit seinen Ausgleichsflächen zeigt, dass ein nachhaltiges Infrastruktur-Projekt und der Erhalt der Umwelt im Einklang stehen können. Deshalb ist es uns ein besonderes Anliegen, schützenswerte Gebiete zu wahren und Lebensräume zu rekultivieren.“ Wie sich die Natur innerhalb von einem Jahr entwickelte, ist beeindruckend. „Hier wurde ein wichtiger Rückzugsort für Flora und Fauna geschaffen, der unberührt seinen eigenen Weg gehen kann“, betont Höss.
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