Unfallstatistik 2023

Jahr 2023: 396 Ver­kehrs­to­te auf Öster­reichs Stra­ßen

Kürzlich hat das Bundesministerium für Inneres Zahlen zu den Verkehrsunfällen im Jahr 2023 veröffentlicht. "KLiCK Kärnten" hat einen Überblick zusammengestellt.

Jahr 2023: 396 Ver­kehrs­to­te auf Öster­reichs Stra­ßen In Kärnten gab es im vergangenen Jahr 2023 29 Verkehrstote. Im Jahr 2022 waren es 21 tödlich Verunglückte.

© Red/KK

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396 Men­schen sind 2023 auf Öster­reichs Stra­ßen töd­lich ver­un­glückt. Das sind um sie­ben Pro­zent mehr als im Jahr 2022, aber zum vier­ten Mal seit 2019 weni­ger als 400 Getö­te­te in einem Jahr. Die Zahl der Ver­kehrs­to­ten liegt damit auch wei­ter­hin unter dem Vor-Coro­na-Niveau des Jah­res 2019. Damals ver­lo­ren 416 Men­schen ihr Leben. Lang­fris­tig bedeu­tet das die viert­nied­rigs­te Opfer­zahl seit Beginn (1950) der Auf­zeich­nun­gen im Innen­mi­nis­te­ri­um. Nur in den Jah­ren 2020 mit dem his­to­ri­schen Tiefst­stand von 344 Ver­kehrs­to­ten, 2021 (362) und 2022 (370) sind weni­ger Men­schen im Stra­ßen­ver­kehr ums Leben gekom­men.

Ein all­ge­mei­ner Blick

396 töd­lich Ver­un­glück­te sind weni­ger als ein Sie­ben­tel der Todes­op­fer des Jah­res 1972. In die­sem bis­her “schwär­zes­ten Jahr” gab es 2.948 Tote. Dabei hat sich die Zahl der zuge­las­se­nen Fahr­zeu­ge in Öster­reich seit 1972 von 2,5 Mil­lio­nen auf 7,3 Mil­lio­nen im Jahr 2022 nahe­zu ver­drei­facht. Noch vor gut zehn Jah­ren (2012) muss­ten mit 531 Getö­te­ten noch deut­lich mehr als 500 Ver­kehrs­to­te beklagt wer­den.

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Die Ent­wick­lung der Zahl der Ver­kehrs­to­ten seit dem Jahr 1983 in Öster­reich.
© BMI

Die neun Bun­des­län­der im Ver­gleich

In Kärn­ten gab es im ver­gan­ge­nen Jahr 29 Ver­kehrs­to­te (2022: 21), in Tirol 35 (29), in Vor­arl­berg 12 (16), in Salz­burg 36 (19), in Ober­ös­ter­reich 73 (80), in Nie­der­ös­ter­reich 97 (98), in Wien 13 (18), im Bur­gen­land 20 (19) und in der Stei­er­mark 81 (70). Eine Zunah­me gab es somit im Bur­gen­land, in Kärn­ten, Salz­burg, Stei­er­mark und in Tirol. In Nie­der­ös­ter­reich, Ober­ös­ter­reich, Vor­arl­berg und in Wien sind Rück­gän­ge fest­stell­bar.

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In Kärn­ten gab es im ver­gan­ge­nen Jahr 2023 29 Ver­kehrs­to­te. Im Jahr 2022 waren es 21 töd­lich Ver­un­glück­te.
© KLiCK Kärnten/Grayer

Art der Ver­kehrs­be­tei­li­gung

Bei den töd­li­chen Ver­kehrs­un­fäl­len 2023 ver­lo­ren 178 PKW-Insas­sen ihr Leben, 82 Motor­rad­fah­rer (davon 22 mit Leicht-Motor­rä­dern), 49 Fuß­gän­ger, 41 Rad­fah­rer (davon 17 mit Elek­tro-Fahr­rä­dern), 16 LKW-Insas­sen (davon 13 im Klein-LKW), zehn Moped­fah­rer, drei Omni­bus-Insas­sen, drei Len­ker von sons­ti­gen Fahr­zeu­gen, drei Trak­tor-Insas­sen, zwei Len­ker von E‑Scootern, zwei Motor­drei­rad­fah­rer, zwei Quad-Len­ker, zwei Len­ker von Spiel- und Trend­sport­ge­rä­ten, ein Micro­car-Len­ker, ein Len­ker einer selbst­fah­ren­den Arbeits­ma­schi­ne und ein Len­ker eines vier­räd­ri­gen Leicht­kraft­fahr­zeu­ges.

Zahl der Motor­rad­len­ker ange­stie­gen

Deut­lich ange­stie­gen gegen­über 2022 ist die Zahl der getö­te­ten Motor­rad- und Leicht­mo­tor­rad­len­ker. Im Jahr 2022 wur­de mit 55 getö­te­ten Motor­rad­fah­rern die gerings­te Zahl in den letz­ten 30 Jah­ren ver­zeich­net, der Höchst­wert in die­sem Zeit­raum liegt bei 112 Getö­te­ten in den Jah­ren 1997 und 2000. Etwas zurück­ge­gan­gen ist die Zahl der getö­te­ten LKW-Insas­sen.

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2022 wur­de mit 55 getö­te­ten Motor­rad­fah­rern die gerings­te Zahl in den letz­ten 30 Jah­ren ver­zeich­net, 2023 waren es 82 töd­lich Ver­un­glück­te.
© KLiCK Kärnten/Grayer

Über­blick der Unfall­ur­sa­chen

Als ver­mut­li­che Haupt­un­fall­ur­sa­chen der töd­li­chen Ver­kehrs­un­fäl­le gel­ten Unachtsamkeit/Ablenkung (27,3 Pro­zent), nicht ange­pass­te Fahr­ge­schwin­dig­keit (25,6 Pro­zent), Vor­rang­ver­let­zung (15,0 Pro­zent), Über­ho­len (8,1 Pro­zent), Fehl­ver­hal­ten von Fuß­gän­gern (6,7 Pro­zent), Herz-/Kreis­lauf­ver­sa­gen/a­ku­te Erkran­kun­gen am Steu­er (4,2 Pro­zent), Miss­ach­tung von Geboten/Verboten (3,3 Pro­zent), Über­mü­dung (3,3 Pro­zent), man­geln­der Sicher­heits­ab­stand (1,4 Pro­zent) und tech­ni­sche Defekte/mangelnde Ladungs­si­che­rung (0,9 Pro­zent). Alko­ho­li­sie­rung war bei 4,2 Pro­zent der töd­li­chen Unfäl­le gege­ben.

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Die Ver­kehrs­un­fall­sta­tis­tik ent­hält auch Anga­ben zu den häu­figs­ten Unfall­ur­sa­chen.
© KLiCK Kärnten/Grayer

Gegen­über 2022 gab es Ver­schie­bun­gen, es wur­den weni­ger Unfäl­le durch Alko­hol, Herz-/Kreis­lauf­ver­sa­gen/a­ku­te Erkran­kun­gen am Steu­er, man­geln­der Sicher­heits­ab­stand, Miss­ach­tung von Geboten/Verboten und Vor­rang­ver­let­zung regis­triert. Bei den Haupt­ur­sa­chen Fehl­ver­hal­ten von Fuß­gän­gern, nicht ange­pass­te Fahr­ge­schwin­dig­keit, Über­ho­len, Über­mü­dung und Unachtsamkeit/Ablenkung gab es Anstie­ge.

Stra­ßen­ar­ten und Ortsgebiet/Freiland

48 Ver­kehrs­to­te gab es auf Auto­bah­nen und Schnell­stra­ßen, das bedeu­tet einen Anteil von 12,1 Pro­zent an allen Ver­kehrs­to­ten und einen Anstieg um 14 oder 41,1 Pro­zent gegen­über 2022 (34). Der Groß­teil der töd­li­chen Unfäl­le ereig­ne­te sich auf den ehe­ma­li­gen Bun­des­stra­ßen (148 Getö­te­te), Lan­des­stra­ßen (121) und sons­ti­gen Stra­ßen (79). 301 Ver­kehrs­teil­neh­mer (76,0 Pro­zent) kamen im Jahr 2023 im Frei­land ums Leben, 95 oder 24,0 Pro­zent im Ort­ge­biet.

Sie­ben töd­li­che Kin­der­un­fäl­le

Sie­ben Kin­der im Alter bis 14 Jah­ren kamen im Stra­ßen­ver­kehr 2023 ums Leben, davon vier als PKW-Insas­sen, zwei als Fuß­gän­ger, eines als Len­ker eines Spiel- und Trend­sport­ge­rä­tes. 2022 ver­un­glück­ten 13 und 2021 sechs Kin­der töd­lich. Zwei Kin­der im Alter von sechs bis 15 Jah­ren kamen 2023 bei einem Schul­weg­un­fall ums Leben. Acht Fuß­gän­ger kamen auf einem Schutz­weg ums Leben, 2022 waren es 14. Auf Bahn­über­gän­gen bei Eisen­bahn­kreu­zungs­an­la­gen ver­un­glück­ten elf Men­schen töd­lich (2022: 17). Zwei Tote gab es 2023 in Stra­ßen­tun­neln (3). Bei Ver­kehrs­un­fäl­len mit Geis­ter­fah­rern kamen 2023 zwei Ver­kehrs­teil­neh­mer ums Leben (0).

42 Men­schen waren nicht ange­gur­tet!

35,4 Pro­zent aller töd­li­chen Unfäl­le sind Allein­un­fäl­le, das heißt, es war nur ein Fahr­zeug am Unfall betei­ligt. Von den 178 töd­lich ver­un­glück­ten PKW-Insas­sen ver­wen­de­ten 136 den Sicher­heits­gurt, 42 waren nicht ange­gur­tet. Mehr als ein Drit­tel aller Ver­kehrs­to­ten (37,4 Pro­zent) waren zum Unfall­zeit­punkt 60 Jah­re oder älter, 42 davon (10,6 Pro­zent aller Getö­te­ten) älter als 80 Jah­re. In der Alters­grup­pe der 17 bis 29-Jäh­ri­gen kamen 2023 82 Per­so­nen bei Ver­kehrs­un­fäl­len ums Leben. 86 der getö­te­ten Ver­kehrs­teil­neh­mer waren nicht öster­rei­chi­sche Staats­bür­ger, jeder fünf­te töd­li­che Ver­kehrs­un­fall (20,9 Pro­zent) wur­de von aus­län­di­schen Staats­an­ge­hö­ri­gen ver­ur­sacht.

07.01.2024 17:00
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Jahr 2023: 396 Ver­kehrs­to­te auf Öster­reichs Stra­ßen In Kärnten gab es im vergangenen Jahr 2023 29 Verkehrstote. Im Jahr 2022 waren es 21 tödlich Verunglückte.

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