Südwand

Drei Berg­stei­ger am Groß­glock­ner geret­tet

Den Bergrettern und Alpinpolizisten verlangte der 15-stündigen Einsatz bei widrigsten Bedingungen am Großglockner einiges ab.

Drei Berg­stei­ger am Groß­glock­ner geret­tet Der Einsatz dauerte aufgrund der Neuschneemengen, der Dunkelheit, der aufwendigen Bergung und des terrestrischen Auf- und Abstieges insgesamt 15 Stunden.

© Bergrettung Kals/Alpinpolizei

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Zwei 40-jäh­ri­ge tsche­chi­sche Brü­der und ein 57-Jäh­ri­ger Tsche­che stie­gen unmit­tel­bar nach einer nächt­li­chen acht­stün­di­gen Auto­fahrt trotz pro­gnos­ti­zier­tem Schlecht­wet­ter Frei­tag­früh (5. Jän­ner 2023) mit Ski­tou­ren- und Klet­ter­aus­rüs­tung vom Luck­ner­haus in Kals am Groß­glock­ner in Rich­tung Köd­nitz­kees auf.

Sie kamen nicht mehr wei­ter

Trotz immer schlech­ter wer­den­der Wet­ter­ver­hält­nis­se klet­ter­ten die Alpi­nis­ten eine Rin­ne der Süd­flan­ke in Rich­tung Gip­fel. Sie muss­ten ihr Vor­ha­ben aber auf­ge­ben, da weder ein auf- noch abstei­gen mehr mög­lich war und set­zen des­halb gegen 23 Uhr einen Not­ruf ab.

Eine her­aus­for­dern­de Odys­see

Eine Ber­gung mit­tels Hub­schrau­ber war unmög­lich. Des­halb ent­schied sich die Berg­ret­tung Kals am Groß­glock­ner dazu, mit 13 Mann und einem Poli­zei-Berg­füh­rer kurz nach Mit­ter­nacht (6. Jän­ner 2024) mit Tou­ren­ski­ern bei star­kem Schnee­fall und Wind zur Erz­her­zog-Johann-Hüt­te auf­zu­stei­gen. Sie kamen dort um 5 Uhr an. Bei ein­tre­ten­dem Tages­licht stieg die Ein­satz­mann­schaft wei­ter in Rich­tung der ver­stie­ge­nen drei Alpi­nis­ten und konn­ten die­se in einer See­hö­he von 3.500 Meter loka­li­sie­ren.

Ber­gung bei enor­men Wid­rig­kei­ten

Durch Absei­len über ein 200-Meter lan­ges Seil konn­ten sie dann zu den Ver­stie­ge­nen vor­drin­gen und die Ber­gung unter wid­rigs­ten Ver­hält­nis­sen nach oben durch­füh­ren. Die drei leicht unter­kühl­ten Alpi­nis­ten wur­den schließ­lich gesi­chert und zur Erz­her­zog-Johann-Hüt­te gebracht. Nach einem kur­zen Auf­ent­halt wur­de die Ber­gung ins Tal fort­ge­setzt.

Sie stan­den 15 Stun­den im Ein­satz

Der Ein­satz dau­er­te auf­grund der Neu­schnee­men­gen, der Dun­kel­heit, der auf­wen­di­gen Ber­gung und des ter­res­tri­schen Auf- und Abstie­ges ins­ge­samt 15 Stun­den. Im Ein­satz stan­den 20 Berg­ret­ter und drei Alpin­po­li­zis­ten sowie die Poli­zei­strei­fe der Poli­zei­in­spek­ti­on Matrei in Ost­ti­rol.

07.01.2024 09:00 - Update am: 07.01.2024 09:53
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Drei Berg­stei­ger am Groß­glock­ner geret­tet Der Einsatz dauerte aufgrund der Neuschneemengen, der Dunkelheit, der aufwendigen Bergung und des terrestrischen Auf- und Abstieges insgesamt 15 Stunden.

© Bergrettung Kals/Alpinpolizei