Expertise
Forschungs- und Wissenschaftsrat stärkt Standort Kärnten
Forschung, Entwicklung, Wissenschaft, Technologie und Innovation seien wichtige Parameter für den Standort Kärnten, um ihn für Unternehmen, Arbeitnehmer und Auszubildende attraktiv zu machen.
© LPD/Helge Bauer
In der kommenden Regierungssitzung (16. Jänner 2024)) werden Landeshauptmann Peter Kaiser, Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig und Landesrat Sebastian Schuschnig per Beschluss die Mitglieder des Forschungs- und Wissenschaftsrates (FWR) für weitere fünf Jahre bestätigen. Der Wissenschaftsrat wurde 2018 gegründet und es gehören ihm sieben Mitglieder (siehe unten) an, die nun ihre Tätigkeit bis 2029 fortsetzen können.
Welche Schwerpunkte wichtig sind
Kaiser dankt den Mitgliedern für ihre Expertisen in der vergangenen Periode, ihre fachliche Bewertung und Empfehlungen für das neue Regierungsprogramm und die Vorschläge zur Stärkung des Kärntner Wirtschafts‑, Forschungs- und Bildungsstandortes. „Umso wichtiger ist die Kontinuität, die durch die Bereitschaft der Experten, weitere Jahre zur Verfügung zu stehen, gegeben ist. Forschung, Entwicklung, Wissenschaft, Technologie und Innovation sind wichtige Parameter für den Standort, um ihn für Unternehmen, Arbeitnehmer und Auszubildende attraktiv zu machen.” Mit der Koralmbahn wächst Kärnten noch enger mit der Steiermark und mit Europa zusammen. Es entstehen große Chancen in einem neuen Lebens‑, Arbeits- und Wirtschaftsraum Kärnten-Steiermark, der durch kürzere Fahrzeiten an Größe und Möglichkeiten gewinnt.
Die Arbeit des Wissenschaftsrats
Der Wissenschaftsrat gibt seinerseits Empfehlungen für Kooperationen von Wissenschafts‑, Forschungs- und Bildungsinstitutionen außerhalb Kärntens ab, begründet auf einer Potenzialanalyse Kärnten und der für Kärnten wichtigen Prioritäten für eine positive Entwicklung. Ebenso gibt der Rat Vorschläge betreffend Förderinstrumente für die Bereiche Forschung, Technologie und Innovation, abgestimmt auf das Regierungsprogramm und die strategische Ausrichtung des Landes. Die sieben Mitglieder erarbeiten weiters Empfehlungen für Kooperationen zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen und der Rat begleitet beobachtend die Forschungs‑, Technologie- und Wissenschaftspolitik Kärntens. Das Monitoring umfasst die österreichische, europäische und globale Ebene.
Arbeit trage sichtbare Früchte
„Der Forschungs- und Wissenschaftsrat ist von unschätzbarem Wert für Kärnten und mein großer Dank gilt allen Mitgliedern für ihre Bereitschaft, uns weitere Jahre beratend zu begleiten“, betont Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig. Die Arbeit der vergangenen Jahre trage Früchte – von der ausgezeichneten Entwicklung unserer Forschungsorganisationen bis hin zu den Erfolgen beim Abholen von Forschungsfördermitteln des Bundes. Mit Unterstützung der Ratsmitglieder gehe man aktiv auf Branchen zu, die sich bislang wenig mit dem Thema Forschung & Entwicklung beschäftigt haben. “Innovation und Kooperation — und für beide Bereiche ist der Forschungs- und Wissenschaftsrat ein ungemein wertvoller Partner”, macht Schaunig auf zwei Faktoren der Kärntner Erfolgsgeschichte aufmerksam.
Wirtschaftsstandort stärken
Landesrat Sebastian Schuschnig betont, dass durch dieses Expertengremium Kärnten als Innovationsstandort gewinne. „Wir wollen durch gezielte Investitionen in Innovation und Zukunftsbranchen den Wirtschaftsstandort stärken, ihn bekannt machen und international vernetzen. Mit dem Forschungs- und Wissenschaftsrat haben wir eine exzellente fachliche Unterstützung dafür.” Insbesondere werde die Wasserstoffstrategie weiter vorangetrieben, um Kärnten zu einem Hydrogen Valley zu entwickeln und EU-Mittel nach Kärnten zu holen.
Wechselseitige Zusammenarbeit
„An den Sitzungen des FWR nehmen wir auch als Regierungsmitglieder teil, um den Informationsfluss aufrecht zu erhalten, um künftige Entwicklungen und nötige Handlungsfelder im Auge zu haben, um die strategische Ausrichtung des Landes zu besprechen und Expertisen einzuholen, sowie um den Experten auch das Regierungsprogramm näher zu bringen“, erklärt Kaiser die Zusammenarbeit. Umgekehrt werden die Experten zu Veranstaltungen, wie Branchentreffs oder dem Baugipfel des Landes, eingeladen.
Forschungs- und Wissenschaftsrates
- Christiane Spiel
Professorin für Bildungspsychologie und Evaluation und Ehrensenatorin der Universität Wien
- Gerhard Sorger
Universitätsprofessor am Institut für Volkswirtschaftslehre der Universität Wien sowie Vorstand des Instituts für Volkswirtschaftslehre der Universität Wien
- Johann Kastner
FH-Prof für Sensorik und Messtechnik an der Fachhochschule Oberösterreich und Prokurist sowie Leiter F&E der FH OÖ Forschungs- und Entwicklungs-GmbH
- Josef Glößl
Department für Angewandte Genetik und Zellbiologie (DAGZ) der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU)
- Edeltraud Stiftinger
Geschäftsführerin der AWS
- Klaus Pseiner
ehem. Geschäftsführer der FFG
- Antonio Krüger
Professor für Informatik und Geschäftsführer des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) an der Universität des Saarlandes sowie CEO und wissenschaftlicher Direktor

