Warnung
Geflügelpest: Schutzmaßnahmen für Hobby- und Kleinhaltungen
Die hochpathogene Aviäre Influenza (HPAI), auch als Geflügelpest oder Vogelgrippe bekannt, stellt weiterhin eine ernste Bedrohung dar. Besonders betroffen sind Hobby- und Kleinhaltungen.
Die hochpathogene Aviäre Influenza (HPAI) hat sich in Österreich ausgebreitet, insbesondere bei Wildvögeln, und einige Nutzgeflügelbestände sowie Hobby- und Kleinhaltungen betroffen. Die Gefahr besteht nicht nur für Vögel, sondern auch für den Menschen (Zoonose). Tierhalterinnen und Tierhalter werden dringend aufgefordert, sich und ihre Tiere zu schützen.
Erreger, Symptome und Übertragung
Die Erreger der HPAI sind Subtypen H5 oder H7 des Influenza A‑Virus. Das Virus wird durch Speichel, Kot und Tränenflüssigkeit ausgeschieden. Die Ansteckung erfolgt von Tier zu Tier oder indirekt über kontaminierte Gegenstände. Symptome einer HPAI-Erkrankung bei Geflügel sind vielfältig, von Atemwegsbeschwerden bis zu schwerer Atemnot, Blutungen an Organen, Kammspitzen und Ständern, bis hin zu neurologischen Symptomen wie Kopfverdrehen oder Lähmungen.
Anzeigepflicht und Meldepflicht
Die HPAI ist anzeigepflichtig. Bei Verdacht muss sofort die Amtstierärztin/der Amtstierarzt der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde informiert werden. Gemäß Geflügelpestverordnung müssen alle Geflügelhaltungen (ab 1 Tier) binnen einer Woche der Bezirksverwaltungsbehörde gemeldet werden.
Schutzmaßnahmen und Pflichten für Tierhalter
Besondere Schutzmaßnahmen gelten in Gebieten mit erhöhtem oder stark erhöhtem Geflügelpest-Risiko. Dazu gehören die Trennung von Enten und Gänsen, Schutzvorrichtungen vor Wildvögeln, sorgfältige Reinigung und Desinfektion von Beförderungsmitteln sowie die Meldung von erhöhten Todesfällen oder Leistungseinbußen.
Empfohlene Schutzmaßnahmen für Tierhalter
Die Stadtverwaltung empfiehlt zusätzliche Schutzmaßnahmen für Tierhalter, darunter Kontakt zu Tierärzten bei Anzeichen von Krankheit, Quarantäne für neu erworbene Tiere, strikte Trennung von Straßen- und Stallkleidung, sowie regelmäßige Reinigung und Desinfektion von Gegenständen.
Weitere Informationen und aktuelle Entwicklungen sind auf den Homepages der AGES und des Gesundheitsministeriums verfügbar. Die Stadtverwaltung ruft alle Tierhalter zur erhöhten Aufmerksamkeit auf und dankt für die Kooperation bei der Einhaltung der Schutzmaßnahmen.