Teuerung

Kärn­ten kämpft gegen Mie­ten­an­stieg im Pri­vat­sek­tor

Der Privatsektor verzeichnet eine bedenkliche Steigerungen, während der gemeinnütziger Bereich stabil bleibt. Die aktuelle Preisentwicklung im kommerziellen Bereich wirft Fragen auf, die auch den Bund auf den Plan rufen.

Rechnung kontrollieren Die Mietpreisentwicklung im privaten Sektor nimmt eine besorgniserregende Entwicklung in Kärnten.

© Pixabay/loufre

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Die von einem Immo­bi­li­en­por­tal ver­öf­fent­lich­ten Daten zur Miet­preis­ent­wick­lung in Kärn­ten, ins­be­son­de­re im pri­va­ten Sek­tor, alar­mie­ren: “Das Ver­sa­gen des Bun­des bei der Bekämp­fung der Infla­ti­on sowie eine Mie­ten­brem­se, die viel zu spät kam und kaum wirk­sam ist, haben zu die­sen Stei­ge­run­gen im Pri­vat­sek­tor geführt”, erklärt Lan­des­haupt­mann-Stell­ver­tre­te­rin Gaby Schau­nig besorgt.

Gemein­nüt­zi­ger Wohn­bau ist gut auf­ge­stellt

Die Mie­ten in gemein­nüt­zi­gen Woh­nun­gen unter­lie­gen gemäß dem Kärnt­ner Wohn­bau­för­de­rungs­ge­setz einer jähr­li­chen Decke­lung von ein bis zwei Pro­zent. Von 2020 bis 2022 blie­ben sie sta­bil bei durch­schnitt­lich 4,5 Euro pro Qua­drat­me­ter. Auch in punc­to Nach­fra­ge ist der gemein­nüt­zi­ge Wohn­bau gut auf­ge­stellt, wie Schau­nig betont: “Der Zuwachs an gemein­nüt­zi­gen Woh­nun­gen in Kärn­ten ist grö­ßer als der Bevöl­ke­rungs­zu­wachs.”

Den­noch reicht dies nicht aus, um die Miet­preis­ent­wick­lung im pri­va­ten Sek­tor ein­zu­däm­men. Schau­nig for­dert ein Uni­ver­sal­miet­recht mit wirk­sa­men Miet­preis­re­gu­la­ti­ven, wie es die Bun­des­re­gie­rung ange­kün­digt, aber noch nicht umge­setzt hat.

Dar­über hin­aus behin­dern stren­ge Kre­dit­re­geln und gestie­ge­ne Zin­sen den pri­va­ten und gemein­nüt­zi­gen Wohn­bau. Schau­nig schlägt vor, dass der Bund über die Öster­rei­chi­sche Bun­des­fi­nan­zie­rungs­agen­tur güns­ti­ge Dar­le­hen an die Län­der ver­gibt, um den Woh­nungs­bau zu för­dern.

Sanie­rung ver­ur­sacht weni­ger CO2 als Neu­bau

Neben dem Neu­bau setzt Kärn­ten auch auf Sanie­rung, um den Woh­nungs­be­stand nach­hal­tig zu erhal­ten. “Eine Sanie­rung ver­ur­sacht weni­ger CO2 und Müll, ist res­sour­cen­scho­nend und führt zu kei­ner neu­en Flä­chen­ver­sie­ge­lung”, erklärt Schau­nig die Stra­te­gie des Lan­des.

Die Maß­nah­men sol­len nicht nur den Woh­nungs­markt sta­bi­li­sie­ren, son­dern auch zu einer kli­ma­freund­li­che­ren Woh­nungs­ver­sor­gung bei­tra­gen.

21.02.2024 15:00
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Rechnung kontrollieren Die Mietpreisentwicklung im privaten Sektor nimmt eine besorgniserregende Entwicklung in Kärnten.

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