Teuerung
Kärnten kämpft gegen Mietenanstieg im Privatsektor
Der Privatsektor verzeichnet eine bedenkliche Steigerungen, während der gemeinnütziger Bereich stabil bleibt. Die aktuelle Preisentwicklung im kommerziellen Bereich wirft Fragen auf, die auch den Bund auf den Plan rufen.
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Die von einem Immobilienportal veröffentlichten Daten zur Mietpreisentwicklung in Kärnten, insbesondere im privaten Sektor, alarmieren: “Das Versagen des Bundes bei der Bekämpfung der Inflation sowie eine Mietenbremse, die viel zu spät kam und kaum wirksam ist, haben zu diesen Steigerungen im Privatsektor geführt”, erklärt Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig besorgt.
Gemeinnütziger Wohnbau ist gut aufgestellt
Die Mieten in gemeinnützigen Wohnungen unterliegen gemäß dem Kärntner Wohnbauförderungsgesetz einer jährlichen Deckelung von ein bis zwei Prozent. Von 2020 bis 2022 blieben sie stabil bei durchschnittlich 4,5 Euro pro Quadratmeter. Auch in puncto Nachfrage ist der gemeinnützige Wohnbau gut aufgestellt, wie Schaunig betont: “Der Zuwachs an gemeinnützigen Wohnungen in Kärnten ist größer als der Bevölkerungszuwachs.”
Dennoch reicht dies nicht aus, um die Mietpreisentwicklung im privaten Sektor einzudämmen. Schaunig fordert ein Universalmietrecht mit wirksamen Mietpreisregulativen, wie es die Bundesregierung angekündigt, aber noch nicht umgesetzt hat.
Darüber hinaus behindern strenge Kreditregeln und gestiegene Zinsen den privaten und gemeinnützigen Wohnbau. Schaunig schlägt vor, dass der Bund über die Österreichische Bundesfinanzierungsagentur günstige Darlehen an die Länder vergibt, um den Wohnungsbau zu fördern.
Sanierung verursacht weniger CO2 als Neubau
Neben dem Neubau setzt Kärnten auch auf Sanierung, um den Wohnungsbestand nachhaltig zu erhalten. “Eine Sanierung verursacht weniger CO2 und Müll, ist ressourcenschonend und führt zu keiner neuen Flächenversiegelung”, erklärt Schaunig die Strategie des Landes.
Die Maßnahmen sollen nicht nur den Wohnungsmarkt stabilisieren, sondern auch zu einer klimafreundlicheren Wohnungsversorgung beitragen.