Prämierung

Kärn­tens fami­li­en-freund­lichs­te Betrie­be aus­ge­zeich­net

Flexible Arbeitszeiten, Kinderbetreuung, Unterstützung bei der Weiterbildung – das sind nur einige Punkte, die bei einer familienbewussten Personalpolitik eine Rolle spielen. Diese Aspekte sind für die Suche nach Mitarbeitern immer wichtiger und stellen für die Betriebe eine Win-Win-Situation dar. Frau in der Wirtschaft (FiW) hat jetzt die familienfreundlichsten Betriebe ermittelt und ausgezeichnet.

Kärn­tens fami­li­en-freund­lichs­te Betrie­be aus­ge­zeich­net Georg Messner, Vorstandsdirektor der Raiffeisenlandesbank (l.) holt sich mit dem Unternehmen den Landessieg in der Kategorie Großbetrieb. Astrid Legner, WK-Vizepräsidentin und FiW-Landesvorsitzende (r.) hat den Preis überreicht.

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Die Ver­ein­bar­keit von Beruf und Fami­lie wird für die hei­mi­schen Betrie­be auf der Suche nach Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern immer wich­ti­ger. Unter­neh­men mit ent­spre­chen­den Ange­bo­ten fin­den nicht nur leich­ter neue Beschäf­tig­te, die­se blei­ben dem Betrieb auch lan­ge treu und sind hoch moti­viert. Die Bene­fits rei­chen von fle­xi­blen Arbeits­zei­ten über Kin­der­be­treu­ung und Wie­der­ein­stieg nach der Karenz bis hin zu groß­zü­gi­gen Wei­ter­bil­dungs­mög­lich­kei­ten. Dut­zen­de Kri­te­ri­en wer­den bei der Aus­wer­tung zum fami­li­en­freund­lichs­ten Betrieb her­an­ge­zo­gen und bewer­tet.

„Mit dem Lan­des­preis für die fami­li­en­freund­lichs­ten Betrie­be wert­schät­zen wir nicht nur fami­li­en­be­wuss­te Per­so­nal­po­li­tik, son­dern zei­gen auch Vor­bil­der aus der Pra­xis und prä­sen­tie­ren, was alles mög­lich ist“, sagt Astrid Leg­ner, WK-Vize­prä­si­den­tin und FiW-Lan­des­vor­sit­zen­de. Aus­zeich­nun­gen gibt es in fünf Kate­go­rien: Klein­be­trieb (bis 20 Mit­ar­bei­ter), Mit­tel­be­trieb (21 bis 100 Mit­ar­bei­ter), Groß­be­trieb (ab 101 Mit­ar­bei­ter) sowie Non Pro­fit-Unter­neh­men und öffent­lich-recht­li­che Unter­neh­men.

Upper­cut gestal­tet Arbeit fami­li­är

In der Kate­go­rie Klein­be­trieb punk­tet Upper­cut als fami­li­en­freund­lichs­ter Betrieb Kärn­tens. Beson­ders die fle­xi­blen Arbeits­zei­ten ermög­li­chen es, Fami­lie und Beruf unter einen Hut zu brin­gen. Geschäfts­füh­re­rin Ruth Maria Büchl­mann: „Bei uns tei­len sich die Mit­ar­bei­ter selbst ein, ob sie ins Büro kom­men oder von zuhau­se arbei­ten. Star­re Arbeits­zeit­mo­del­le gibt es bei uns nicht.“ Der Betrieb sieht den Begriff Fami­lie sehr weit­läu­fig. So kön­nen sich etwa Patch­work-Eltern sowohl um ihre eige­ne als auch die Fami­lie des Part­ners glei­cher­ma­ßen küm­mern. Jun­ge Väter haben die Mög­lich­keit, sich unkom­pli­ziert eine Aus­zeit zu neh­men oder in ein indi­vi­du­ell pas­sen­des Teil­zeit­mo­dell zu wech­seln. Das täg­li­che gemein­sa­me Mit­tag­essen „ohne“ Fir­men­the­men fin­det star­ken Zuspruch, der pral­le Kühl­schrank, der nach den Wün­schen der Mit­ar­bei­ter befüllt wird, spricht für sich. Für mehr Fami­li­en­freund­lich­keit hat die Agen­tur zudem eine 4,5‑Tage Woche ein­ge­führt – das Wochen­en­de beginnt damit Frei­tag­mit­tag. Die Hun­de der Mit­ar­bei­ter sind übri­gens herz­lich will­kom­men. Sie schaf­fen ein­fach eine aus­ge­gli­che­ne Atmo­sphä­re im Betrieb, heißt es. Das Cre­do „Arbeit ist Lebens­zeit“ wird hier posi­tiv gelebt.

 

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Upper­cut punk­tet in der Kate­go­rie Klein­be­trieb und es herrscht sicht­li­che Freu­de bei Über­ga­be der Aus­zeich­nung. V.l.: Ben Pra­der, COO, Ruth Maria Büchl­mann, Geschäfts­füh­re­rin und Astrid Leg­ner, WK-Vize­prä­si­den­tin und FiW-Lan­des­vor­sit­zen­de.
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Fami­li­en­freund­li­che Frau­en­power

Die Ver­ein­bar­keit von Fami­lie und Beruf ist gera­de im Tou­ris­mus nicht leicht zu schaf­fen. Natu­rel Hotels & Resorts am Faa­ker See bie­ten für Mit­ar­bei­ter ein Rund­um-Paket und holen sich damit den Sieg in der Kate­go­rie Mit­tel­be­trieb. „Alles was unse­re Gäs­te bei uns nut­zen kön­nen, stel­len wir selbst­ver­ständ­lich auch unse­ren Mit­ar­bei­tern zur Ver­fü­gung“, sagt Geschäfts­füh­re­rin Han­nah Wid­nig. Dazu zählt unter ande­rem die ganz­jäh­ri­ge Betreu­ung für Kin­der ab drei Jah­ren inklu­si­ve Ver­pfle­gung oder der Ein­tritt in den haus­ei­ge­nen SPA-Bereich. Auch Teil­zeit­lö­sun­gen sind kein Pro­blem, auch nicht in Füh­rungs­po­si­tio­nen. Gro­ßen Wert legt der Betrieb auf Gesund­heits­vor­sor­ge. Neben Fit­ness-Trai­ning und Ange­bo­te zum The­ma gesun­de Ernäh­rung kön­nen die Mit­ar­bei­ter im Rah­men der „Natu­rel Moves-App“ auch an Aktiv­wo­chen­pro­gram­men teil­neh­men, und erhal­ten über eine eige­ne Fir­men-App Ermä­ßi­gun­gen bei hei­mi­schen Unter­neh­men in der Umge­bung.

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Erst­mals Zwei Sie­ger in der Kate­go­rie Groß­be­trieb

Die Raiff­ei­sen­lan­des­bank Kärn­ten geht gemein­sam mit Flex­tro­nics aus Alt­ho­fen als Gewin­ner in der Kate­go­rie Groß­be­trieb her­vor.

Raiff­ei­sen­lan­des­bank Kärn­ten

„Für uns ist vor allem Kin­der­be­treu­ung ein Leucht­turm­pro­jekt“, betont Raiff­ei­sen­lan­des­bank-Vor­stands­di­rek­tor Georg Mess­ner. So bie­tet der Betrieb an Fens­ter­ta­gen, schul­au­to­no­men Tagen sowie in den Herbst- und Oster­fe­ri­en ein eige­nes kos­ten­lo­ses Pro­gramm im eige­nen Haus mit Aus­flü­gen und Work­shops an. Die Kin­der­be­treu­ung im Alter von 3–12 Jah­ren ist völ­lig fle­xi­bel, Mit­ar­bei­ter kön­nen sie auch tage­wei­se nut­zen. Neben der Kin­der­be­treu­ung stellt die Raiff­ei­sen­lan­des­bank auch gemein­sa­me Fami­li­en­ak­ti­vi­tä­ten in den Vor­der­grund. In der eige­nen Betriebs­sport­ge­mein­schaft mit 600 Mit­glie­dern bie­tet das Unter­neh­men nicht nur Mit­ar­bei­tern, son­dern auch Ange­hö­ri­gen Kur­se vom Lang­lauf über Bogen­schie­ßen bis hin zum Stand-Up-Pad­de­ling an. Aus- und Wei­ter­bil­dun­gen zu den The­men Bewe­gung und Sport, gesun­de Ernäh­rung sowie men­ta­le Gesund­heit wer­den eben­falls sowohl für Mit­ar­bei­ter als auch deren Ange­hö­ri­ge ange­bo­ten. Auch auf das Pfle­ge-The­ma wird sehr viel Wert gelegt.

Flex­tro­nics Inter­na­tio­nal GmbH

Für den zwei­ten Sie­ger in der Kate­go­rie, Flex­tro­nics, sind Kar­rie­re­per­spek­ti­ven von Müt­tern sehr wich­tig. Wie­der­ein­stieg nach der Karenz ver­ein­bart das Unter­neh­men indi­vi­du­ell und wäh­rend der Karenz sorgt das Unter­neh­men dafür, dass der Kon­takt nicht abreißt. Damit alle Mit­ar­bei­ter im Betrieb die Balan­ce zwi­schen Beruf und Fami­lie hal­ten kön­nen, ermög­licht Flex Home­of­fice sowie ein Zeit­bo­nus­mo­dell in der Pro­duk­ti­on, Som­mer­be­treu­un­gen und Abkom­men mit den ört­li­chen Kin­der­be­treu­ungs­ein­rich­tun­gen über deren Öff­nungs­zei­ten. Dar­über hin­aus besteht die Mög­lich­keit, war­me Mit­tags­mahl­zei­ten aus dem haus­ei­ge­nen Restau­rant zum sehr güns­ti­gen Mitarbeiter:innenpreis für die gan­ze Fami­lie mit nach Hau­se zu neh­men. Die neu­en Fami­li­en­be­auf­tra­gen wer­den gera­de aus­ge­bil­det, um Mitarbeiter:innen in Zukunft mit Infor­ma­tio­nen zur Sei­te zu ste­hen und durch Auf­klä­rungs­ar­beit die Väter­k­a­renz wei­ter zu för­dern. Ein gro­ßer Fokus liegt auf dem betrieb­li­chen Gesund­heits­ma­nage­ment. „Als fami­li­en­freund­li­cher Arbeit­ge­ber möch­ten wir für jede Gene­ra­ti­on der rich­ti­ge Part­ner sein. Daher set­zen wir auf ein umfas­sen­des Gesund­heits­ma­nage­ment: Vom Lehr­ling bis hin zur Mit­ar­bei­te­rin und zum Mit­ar­bei­ter kurz vor der Pen­si­on ist für jeden etwas dabei“, sagt Geschäfts­füh­rer Mar­tin Rei­ner. Zur Ver­fü­gung ste­hen: Prä­ven­ti­ons­work­shops für Lehr­lin­ge, Ergo­no­mie am Arbeits­platz, Gesund­heits­ta­ge, Sport­ver­ein, Impf­ak­tio­nen und vie­les mehr.

 

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Bei den Non-Pro­fit-Unter­neh­men holt sich MOKI aus Kla­gen­furt den Titel “Fami­li­en­freund­lichs­ter Betrieb”. V.l.: Tan­ja Telesklav, FiW-Lan­des­ge­schäfts­füh­re­rin, Danie­la Plan­ner-Sie­ben­ho­fer, diplo­mier­te Pfle­ge­fach­kraft, Sabi­ne Grün­ber­ger, Lei­te­rin MOKI und Astrid Leg­ner, WK-Vize­prä­si­den­tin und FiW-Lan­des­vor­sit­zen­de.
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MOKI ist für Fami­li­en da

Die Mitarbeiter:innen von MOKI unter­stüt­zen Fami­li­en mit schwerst­kran­ken Kin­dern und sor­gen gleich­zei­tig für fami­li­en­freund­li­che Arbeits­be­din­gun­gen. Dafür gibt es die Aus­zeich­nung „Fami­li­en­freund­lichs­ter Betrieb“ in der Kate­go­rie Non-Pro­fit-Unter­neh­men. MOKI über­nimmt die Betreu­ung vom Säug­lings­al­ter bis zum 25. Lebens­jahr und beglei­tet Fami­li­en, die sich für die Pfle­ge ihrer Kin­der auf­op­fern. Eltern kön­nen bei­spiels­wei­se die Pfle­ge für ein paar Stun­den abge­ben, um Erle­di­gun­gen zu machen oder auch ein­fach ein­mal etwas gemein­sam mit Geschwis­ter­kin­dern der Erkrank­ten zu unter­neh­men. „Dabei ist es für unse­re Mit­ar­bei­ter mög­lich, die Ter­mi­ne mit ihren Kli­en­ten indi­vi­du­ell zu ver­ein­ba­ren“, sagt MOKI-Lei­te­rin Sabi­ne Grün­ber­ger. Bei admi­nis­tra­ti­ven Auf­ga­ben ist natür­lich auch Home­of­fice mög­lich. 

20 Jah­re Fami­li­en­ser­vice an der Alpen-Adria-Uni­ver­si­tät

Bes­ser könn­te ein Jubi­lä­um nicht gefei­ert wer­den: Zum 20-jäh­ri­gen Bestehen wird das Fami­li­en­ser­vice der Uni­ver­si­tät als fami­li­en­freund­lichs­ter Betrieb in der Kate­go­rie öffent­lich-recht­li­ches Unter­neh­men aus­ge­zeich­net. Das Bera­tungs­zen­trum steht Mit­ar­bei­tern, Stu­die­ren­den aber auch exter­nen Per­so­nen in allen Fra­gen rund um Ver­ein­bar­keit von Beruf und Fami­lie zur Sei­te. Das betrifft neben der Kin­der­be­treu­ung auch die Pfle­ge von Ange­hö­ri­gen und Bewusst­seins­bil­dung, etwa zum The­ma Väter­k­a­renz. „Noch immer ist Karenz in Öster­reich Frau­en­sa­che. Das Fami­li­en­ser­vice der Uni­ver­si­tät ermu­tigt Väter, der Fami­li­en­ar­beit mehr Augen­merk zu schen­ken und infor­miert über alle Mög­lich­kei­ten“, sagt die Fami­li­en­ser­vice-Lei­te­rin Bron­wen Arbei­ter-Wey­rer. Das Ange­bot für Kin­der­be­treu­ung reicht von Babys ab einem Alter von acht Wochen bis hin zu Kin­dern von zwölf Jah­ren und ist zeit­lich fle­xi­bel. Eltern kön­nen das Ser­vice auch stun­den­wei­se in Anspruch neh­men. Das Fami­li­en­ser­vice setzt dabei außer­dem immer Bil­dungs­schwer­punk­te, wie die Kin­der-Uni, um ein qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ges Betreu­ungs­pro­gramm zu gestal­ten.    

 

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Das Fami­li­en­ser­vice der Uni­ver­si­tät Kla­gen­furt ist der “Fami­li­en­freund­lichs­te Betrieb” in der Kate­go­rie öffent­lich-recht­li­ches Unter­neh­men. V.l.: Bron­wen Arbei­ter-Wey­rer und Astrid Leg­ner, WK-Vize­prä­si­den­tin und FiW-Lan­des­vor­sit­zen­de.
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Jede Sie­ger-Tro­phäe ist ein­zig­ar­tig

Künst­le­rin und Gla­ser-Meis­te­rin Astrid Gat­to hat gemein­sam mit Gold­schmie­de­meis­ter Adi Poba­sch­nig die Sie­ger-Tro­phä­en für die Kärnt­ner Gewin­ner gestal­tet. Die zwei ver­wen­de­ten Mate­ria­li­en Glas und Holz stel­len künst­le­risch die Ver­ein­bar­keit dar und sym­bo­li­sie­ren die ver­schie­de­nen Wer­te, die ein Unter­neh­men in Ein­klang brin­gen muss. Jede Tro­phäe ist ein­zig­ar­tig, weil die Künst­ler ein ver­wit­ter­tes Holz­stück vom Gail­ufer, so wie es die Natur geformt hat, ein­ge­ar­bei­tet haben. Alle Sie­ger erhal­ten neben einer Tro­phäe auch eine Urkun­de und einen WIFI-Gut­schein, die das Frau-in-der-Wirt­schaft-Team per­sön­lich über­reicht hat. Alle Gewin­ner sind zudem auto­ma­tisch für den Staats­preis „Beruf und Fami­lie 2024“ nomi­niert.

Auf­ruf zum „Son­der­preis zum Staats­preis“

Die Bun­des­mi­nis­te­rin für Frau­en, Fami­lie, Inte­gra­ti­on und Medi­en im Bun­des­kanz­ler­amt lädt ein, am Son­der­preis zum The­ma „Fami­li­en­freund­li­ches Employ­er Bran­ding mit Fokus auf eine väter­freund­li­che Per­so­nal­po­li­tik “ teil­zu­neh­men. Ein­reich­schluss ist der 15. März 2024.

05.03.2024 08:45
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Kärn­tens fami­li­en-freund­lichs­te Betrie­be aus­ge­zeich­net Georg Messner, Vorstandsdirektor der Raiffeisenlandesbank (l.) holt sich mit dem Unternehmen den Landessieg in der Kategorie Großbetrieb. Astrid Legner, WK-Vizepräsidentin und FiW-Landesvorsitzende (r.) hat den Preis überreicht.

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