Lesung

Valen­tin Hau­ser ist neu­er Ehren­ring-Trä­ger von Grif­fen!

Sein Buch "Protokolle des Bösen" lockte zahlreiche Besucher in den Griffner Kultursaal. Im Rahmen der Lesung bekam Valentin Hauser den Ehrenring der Marktgemeine Griffen.

Valen­tin Hau­ser ist neu­er Ehren­ring-Trä­ger von Grif­fen! Bürgermeister Josef Müller (rechts) machte Valentin Hauser (links) eine besondere Freude: Er überreichte ihm den Ehrenring der Marktgemeinde Griffen.

© KLiCK Kärnten/Grayer

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Vor weni­gen Wochen lan­de­te ein beson­de­res und bis dahin wohl unge­wöhn­li­ches Paket im Post­kas­ten von “KLiCK Kärn­ten”. Es ent­hielt das Buch “Pro­to­kol­le des Bösen” von Valen­tin Hau­ser. Bei­gelegt war noch die per­sön­li­che Ein­la­dung des Autors, doch zu sei­ner Lesung nach Grif­fen zu kom­men. Ein­la­dung ange­nom­men! Vor Ort zeig­te sich dann fol­gen­des Bild: Nicht nur, dass bei­na­he sämt­li­che Park­plät­ze des Orts­kerns besetzt waren, son­dern dass die vie­len Fahr­zeu­ge auch noch ver­schie­de­ne Kenn­zei­chen aus ganz Öster­reich zeig­ten, bezeug­ten wie­der ein­mal Hau­sers Beliebt­heit — das liegt wohl auch an sei­ner Men­schen-Natur. Die­ser Ein­druck setz­te sich im Kul­tur­saal fort, er war voll besetzt mit inter­es­sie­ren Besu­chern und Ehren­gäs­ten aus Poli­tik, Wirt­schaft und Wis­sen­schaft.

Klän­ge von Arthur Otto­witz

Die musi­ka­li­sche Ein­lei­tung und im wei­te­ren Ver­lauf des Abends erst­klas­si­gen Zwi­schen­spie­le mach­te Arthur Otto­witz, Lei­ter des Wer­ner-Berg-Muse­ums und Kul­tur­preis-Trä­ger des Lan­des Kärn­ten, an sei­ner Mund­har­mo­ni­ka. Und so war es ein fei­ner Griff von Hau­ser, ihn mit ins Boot zu holen: Otto­witz wähl­te und prä­sen­tier­te zur Lesung näm­lich Kom­po­si­tio­nen, die auf das The­ma “Gewalt­ver­bre­chen in Kärn­ten” ein­stimm­ten und über­haupt erst die Atmo­sphä­re im Kul­tur­saal für das “Böse” schaff­te.

Valen­tin Hau­ser ist Kul­tur­bot­schaf­ter

Für Bür­ger­meis­ter Josef Mül­ler ist es kei­ne Neu­heit, dass Valen­tin Hau­ser es schafft, Men­schen für sei­ne his­to­ri­schen Buch­pro­jek­te zu begeis­tern — das trifft auch auf sein ins­ge­samt sie­ben­tes Buch “Pro­to­kol­le des Bösen” zu. “Valen­tin Hau­ser war schon immer Kul­tur­bot­schaf­ter unse­rer Gemein­de, sein Tun hat immer einen Bezug zu Grif­fen”, hob Mül­ler her­vor. Doch Hau­ser erwies sich auch durch sei­ne enge Freund­schaft zum gebür­ti­gen Griff­ner und Lite­ra­tur­no­bel­preis-Trä­ger Peter Hand­ke als bedeu­tungs­tra­gend. Durch Hau­ser sei das Ver­hält­nis von Hand­ke zu Grif­fen gewach­sen und inni­ger gewor­den. “Hand­ke spricht heu­te nicht mehr von sei­nem Her­kunfts­ort, son­dern von sei­ner Hei­mat­ge­mein­de Grif­fen”, gab der Bür­ger­meis­ter bekannt.

Sicht­lich gerühr­ter Autor

Es gibt genau vier Ehren­ring-Trä­ger und einen Ehren­bür­ger in der Gemein­de Grif­fen. Ein wei­te­rer Trä­ger folgt nun mit Valen­tin Hau­ser nach. Die erfolg­te Ent­schei­dung, den Autor mit dem Ehren-Ring aus­zu­zeich­nen, ist ein­stim­mig von allen im Gemein­de­rat ver­tre­te­nen Par­tei­en getrof­fen wor­den. “Jeder spricht sich in höchs­ter Wert­schät­zung für dei­ne Arbeit aus. Der Ring soll ein sicht­ba­res Zei­chen der Aner­ken­nung und Wert­schät­zung dir gegen­über sein”, so Mül­ler im Namen der Markt­ge­mein­de. Über die Aus­zeich­nung zeig­te sich Valen­tin Hau­ser demü­tig und gerührt: “Ich wer­de die­sen Ring zu beson­de­ren Anläs­sen in Wür­de, Ehre und in Andacht tra­gen”. Das Publi­kum nahm an der Freu­de des neu­en Ehren­ring-Trä­gers sicht­lich Anteil.

Streif­zug durch 12 Mord­fäl­le

Mit dem Ehren­ring am Fin­ger begann schließ­lich die Lesung, und das gemein­sam mit Elfrie­de Ver­hounig. Auf ihre Fra­ge hin, ob sein Buch wie­der im “Hau­ser­schen Stil” (Peter Hand­ke) geschrie­ben sei, mach­te Hau­ser  sei­ne eige­ne Defi­ni­ti­on sei­ner Schreib­wei­se stark: “Ich schrei­be in einer ein­fa­chen Spra­che, aber mit zent­ner­schwe­ren Inhalt”. Was danach folg­te, war ein Streif­zug durch die 12 wah­ren Geschich­ten, die sich auf rund 200 Sei­ten in sei­nem Buch sam­meln, das mit Bil­dern und Kar­ten ergänzt wird. Für das Buch stu­dier­te Hau­ser unzäh­li­ge Ermitt­lungs- und Gerichts­ak­ten, durch­fors­te­te Archi­ve, sich­te­te Zei­tun­gen und trat in Kon­takt mit Zeit­zeu­gen und Nach­kom­men.

Der Autor maßt sich jedoch nicht an, Men­schen anzu­kla­gen, sie zu bewer­ten oder gar zu ver­ur­tei­len. “Mir war und ist wich­tig, ein Bild zu zeich­nen, das der Rea­li­tät ent­spricht und rein die Tat­sa­chen wider­spie­gelt”, ist im Vor­wort der “Pro­to­kol­le des Bösen” zu lesen.

Zur Per­son

  • Valen­tin Hau­ser, Sohn einer Berg­bau­ern­fa­mi­lie, besuch­te die Volks­schu­le Greutschach auf der Sau­al­pe und die Haupt­schu­le in Grif­fen.
  • 1965 begann er die Ver­wal­tungs­leh­re im Gemein­de­amt Grif­fen, ver­bun­den mit der drei­jäh­ri­gen kauf­män­ni­schen Berufs­schu­le in Kla­gen­furt. Bis zur Pen­sio­nie­rung im Okto­ber 2007 war er als Beam­ter im Gemein­de­amt Grif­fen tätig und unter ande­rem für die Instand­set­zung der Burg­rui­ne am „Griff­ner Schloss­berg“ ver­ant­wort­lich.
  • 2002 wur­de er in der Fern­seh­sen­dung “Frisch gekocht” durch Tele­vo­ting Öster­rei­chi­scher Koch­cham­pi­on.
  • Er war Grün­der, Lei­ter und Trom­pe­ter der Musik­grup­pe “Griff­ner-Buam”, für die er 60 Musik­stü­cke kom­po­nier­te. Über 1.500 Auf­trit­te hat er hin­ter sich.
  • Hau­ser ist seit 1972 mit Edith, gebo­re­ne Jakob, aus See­bo­den ver­hei­ra­tet und lebt in Grif­fen. Aus der Ehe stam­men eine Toch­ter und ein Sohn. Er hat eine Enke­lin.
  • Valen­tin Hau­ser ist ein lang­jäh­ri­ger Freund des Schrift­stel­lers und Nobel­preis­trä­gers für Lite­ra­tur Peter Hand­ke.

27.04.2024 10:50 - Update am: 29.04.2024 19:00
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Valen­tin Hau­ser ist neu­er Ehren­ring-Trä­ger von Grif­fen! Bürgermeister Josef Müller (rechts) machte Valentin Hauser (links) eine besondere Freude: Er überreichte ihm den Ehrenring der Marktgemeinde Griffen.

© KLiCK Kärnten/Grayer