Klagenfurt
Tag der Arbeitgeber: Ein Hoch auf die Leistungsträger!
Zum 12. Mal veranstaltete die Wirtschaftskammer Kärnten heuer am 30. April den „Tag der Arbeitgeber“. Mit Aktionismus hat die WK-Bezirksstelle Klagenfurt auf die Bedeutung der Unternehmer für die heimische Wirtschaft aufmerksam gemacht.
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Mitten in Klagenfurt war ein kompletter Büroarbeitsplatz aufgebaut. Vom Schreibtisch über einen Bürosessel bis hin zu Computer und Telefon war alles vorhanden. Mit dieser Aktion machte die WK-Bezirksstelle Klagenfurt auf die wichtige Rolle der 8.000 Betriebe im Bezirk aufmerksam. „Die Unternehmer schaffen 47.000 Arbeitsplätze und tragen damit zum wirtschaftlichen Erfolg und zum Wohlstand in der Region bei. Am heutigen (30. April) Tag der Arbeitgeber wollen wir darauf aufmerksam machen, dass es ohne Arbeitgeber keine Arbeit und keinen arbeitsfreien Tag gäbe“, informiert Franz Ahm, WK-Obmann der Bezirksstelle Klagenfurt.
Weg mit der Luftsteuer!
Um die Zukunft der Kärntner Wirtschaft zu sichern, müssen die richtigen Weichen gestellt werden. Die Klagenfurter Unternehmen zahlen jährlich rund 60 Millionen an Kommunalsteuer an die Stadt — ein Sechstel des gesamten Budgets. Klagenfurt ist die einzige Gemeinde in Kärnten, die eine „Luftsteuer“ für die Benutzung von Gemeindegrund oder des Luftraumes einhebt. „Die Luftsteuer ist standortschädigend und schreckt Unternehmen ab, sich in Klagenfurt anzusiedeln. Jährlich kommen so zu den hohen Energiekosten weitere 13 Millionen Euro an Belastungen für die Betriebe dazu”, erklärt Ahm.
Klagenfurt braucht ein modernes Veranstaltungszentrum
Die Landeshauptstadt verfügt kein adäquates Veranstaltungszentrum. Vor Jahrzehnten wurde auf dem Messegelände eine vorübergehende Lösung errichtet. Diese war nicht für eine langfristige Nutzung konzipiert und entspricht auch nicht den Anforderungen für internationale oder hochkarätige Veranstaltungen. Der Bau einer multifunktionalen Halle sei dringend notwendig und biete zahlreiche Vorteile. „Ein Veranstaltungszentrum steigert nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Klagenfurt, durch mehr gleichzeitige Veranstaltungen und damit mehr Besucher profitiert auch die lokale Wirtschaft”, so Ahm. Die Pläne für den Bau mit einem Investitionsvolumen von 20 Millionen Euro liegen bereits vor.
AREA Süd als Chance nutzen
In weniger als 600 Tage rollen die Züge auf der Koralmbahn in 45 Minuten von Klagenfurt nach Graz. Damit wachsen die Landeshauptstädte zu einem neuen Wirtschaftsraum mit 1,1 Millionen Menschen zusammen. Die Klagenfurter Stadtpolitik habe bis heute nicht begonnen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und die Jahrhundertchance zu nützen. „Wenn bis zum Sommer den Worten nicht endlich Taten folgen, schaffen wir es nicht mehr, rechtzeitig auf den Zug aufzuspringen. Ich befürchte, dass dieser zwar die Menschen von Klagenfurt nach Graz bringt, aber leider nicht umgekehrt”, gibt Ahm zu bedenken. In die strategische Planung müssen das Bahnhofsviertel und die Bahnhofstraße als Tor zur Stadt mit einer Betriebsansiedelungs-Offensive einbezogen werden. Ansonsten drohe Klagenfurt im Wettbewerb auf das Abstellgleis zu geraten. Generell müsse die Politik die Wirtschaft bei Projekten besser einbinden, damit alle davon profitieren. Das betreffe die AREA Süd genauso wie das Baustellen-Management.
Aktionen rund um den Tag der Arbeitgeber
Der Tag der Arbeitgeber wurde von öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen begleitet. Unter dem Motto „Ohne euch würde Kärnten kopfstehen“ waren alle Kärntner Unternehmen aufgerufen, ihr Firmenlogo einzusenden. 1.500 Betriebe beteiligten sich. Die Logos werden auf den Kopf gestellt und in der Kärntner Wirtschaft sowie online veröffentlicht. Zusätzlich hat die Wirtschaftskammer Kärnten auf ihrer Außenfassade ein 14x7 Meter großes Transparent zum Tag der Arbeitgeber angebracht. Weiters machten eine Hörfunk-Kooperation inklusive der Suche nach dem besten Chef/der besten Chefin des Landes, intensive Social-Media-Bewerbungen, Gewinnspiele bis hin zu einer Tour durch die Bezirksstädte auf die Leistungen der Unternehmen aufmerksam.

