Nutzer müssen mindestens 14 Jahre alt sein und ein Smartphone mit der App sowie Gesichts- oder Fingerabdruckerkennung besitzen. Ein großer Vorteil der ID Austria ist ihre EU-weite Anerkennung. Staatssekretär Florian Tursky (ÖVP) betonte, dass die ID Austria als “digitale Identität” europaweit einsetzbar ist, z.B. für den digitalen Führerschein oder den Altersnachweis. Auch digitale Dokumente können damit rechtssicher unterschrieben werden. Zudem ermöglicht die ID Austria den elektronischen Empfang von Dokumenten wie Meldezetteln und Strafregisterauszügen.
Automatische Umstellung zur Basisversion
Für alle Nutzer der Handy-Signatur erfolgt die Umstellung auf die ID Austria automatisch beim nächsten Öffnen der App “Digitales Amt”. Wer seine Handy-Signatur nicht behördlich registriert hat, erhält die Basisversion der ID Austria. Diese bietet dieselben Funktionen wie die Handy-Signatur, jedoch ohne Zugang zur neuen Ausweisplattform “eAusweise”, die den digitalen Führerschein und Altersnachweis umfasst.
Aufwertung zur Vollversion
Nutzer, die ihre Handy-Signatur über eine Behörde eingerichtet haben, können von zu Hause aus auf die Vollversion der ID Austria umstellen. Dies erfordert lediglich die Eingabe der Reisepass- oder Personalausweisnummer in der App “Digitales Amt” und eine Bestätigung mittels Fingerabdruck oder Gesichtserkennung. Wer seine Handy-Signatur nicht behördlich registriert hat, muss für die Vollversion zur Behörde und sollte hierfür einen Termin vereinbaren. Eine Liste der zuständigen Behörden und Kontaktdaten finden Sie auf oesterreich.gv.at. Zudem gibt es eine spezielle Service-Hotline unter +43 1 71123 884466. Ab sofort wird bei der Ausstellung eines neuen Reisepasses automatisch die ID Austria eingerichtet, sofern dies nicht abgelehnt wird.
Herausforderungen bei der Umstellung
Die Umstellung auf die ID Austria ist nicht ohne Herausforderungen. In den ersten Wochen gab es häufig Probleme mit der Internetverbindung in der App “Digitales Amt”. Eine Neuinstallation der App kann Abhilfe schaffen. Bei Samsung-Smartphones kann zudem die Gesichtserkennung fehlerhaft eingestellt sein, was sich durch eine Erhöhung der Sicherheitsstufe in den Einstellungen beheben lässt. Bisher hat die App “Digitales Amt” eher schlechte Bewertungen erhalten, und die Hilfe-Hotline war oft überlastet. Ob sich diese Probleme schnell lösen lassen und wie die Umstellung verläuft, bleibt abzuwarten.