Katholische Kirche

Pries­ter­ver­set­zun­gen sor­gen für Fas­sungs­lo­sig­keit

Unmut in den Pfarrgemeinden Keutschach, Schiefling, Maria Wörth und Bad Kleinkirchheim. "KLiCK"-Kärnten veröffentlicht dazu einen "offenen Brief" an Bischof Franz Marketz.

Pries­ter­ver­set­zun­gen sor­gen für Fas­sungs­lo­sig­keit Pfarrkirche Schiefling. In der Pfarrgemeinde regt sich Unmut.

© Pfarre Schiefling/See

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Seit Anfang die­ser Woche wer­den die Pfarr­ge­mein­de­rä­te in Schief­ling am See, Keutschach am See, Maria Wörth und in Bad Klein­kirch­heim von Ver­tre­tern der Diö­ze­se über die Ver­set­zung ihrer Pries­ter infor­miert. Vor allem in Schief­ling und Keutschach sind die Gläu­bi­gen fas­sungs­los. “KLiCK”-Kärnten ver­öf­fent­licht dazu einen “offe­nen Brief” an Bischof Josef Mar­ketz von Franz Pem­ber­ger, sei­nes Zei­chen Obmann des Pfarr­ge­mein­de­ra­tes von Schief­ling.

Offe­ner Brief*

“Sehr geehr­ter Herr Bischof!

In allen Pfarr­ge­mein­den ist es ein Glücks­fall, wenn die jewei­li­gen Pries­ter ihr segens­rei­ches Wir­ken zur Stär­kung der Glau­bens­ge­mein­schaft ent­fal­ten. Nun­mehr ist sei­tens der Diö­ze­se geplant, dass Pfar­rer Joseph Lak­ka­pa­mu, der die Pfar­ren Keutschach und Schief­ling betreut, nach Grif­fen zu ver­set­zen. Pfar­rer Mag. Robert Tha­ler aus Maria Wörth soll nach Irschen und Pfar­rer Dr. Alex­an­der Chuk­wu­ji­n­dum Uzoh von Bad Klein­kirch­heim soll ab 1. Sep­tem­ber die Pfar­ren Schief­ling, Keutschach und Maria Wörth über­neh­men.

Selbst­ver­ständ­lich wür­den die genann­ten Seel­sor­ger ger­ne wei­ter­hin ihre Pfar­ren betreu­en, aber die für uns Gläu­bi­ge unver­ständ­li­che Vor­gangs­wei­se der Diö­ze­se reißt die Pries­ter aus unse­ren Pfarr­ge­mein­den. Wie sehr die Gläu­bi­gen die­se kurz­fris­ti­ge, qua­si über Nacht mit­ge­teil­te Ent­schei­dung der Diö­ze­san­ver­ant­wort­li­chen bewegt, zeigt der Umstand, dass allei­ne in den Pfarr­ge­mein­den Schief­ling und Keutschach in weni­gen Stun­den (zu Fron­leich­nam, 30. 5. 2024) mehr als 600 gläu­bi­ge Men­schen für den Ver­bleib von Pfar­rer Joseph Lak­ka­pa­mu unter­schrie­ben haben (und es kom­men per E‑Mail immer mehr Unter­stüt­zungs­er­klä­run­gen).

Sehr geehr­ter Herr Bischof, Sie sind unser aller letz­te Hoff­nung! Wir bit­ten Sie, dass Sie im Sin­ne der Nächs­ten­lie­be, der Mensch­lich­keit und Ihrer Ver­ant­wor­tung für das mitt­ler­wei­le ent­stan­de­ne Ver­bun­den­heits­ge­fühl in unse­ren Pfar­ren, die Ver­set­zung unse­rer Pries­ter zu über­den­ken. Gera­de in den zwei­spra­chi­gen Pfar­ren Schief­ling und Keutschach hat Pfar­rer Joseph Lak­ka­pa­mu mit sei­ner Offen­heit, sei­ner Lie­bens­wür­dig­keit und Fröh­lich­keit und sei­ner Bereit­schaft auch slo­we­nisch zu ler­nen, die Her­zen der Men­schen berührt und auch vie­le Mit­bür­ge­rIn­nen ange­spro­chen, die der katho­li­schen Kir­che bis­her nicht beson­ders nahe gestan­den sind.

Sehr geehr­ter Herr Bischof, als Obmann des Pfarr­ge­mein­de­ra­tes der Pfar­re Schief­ling ersu­che ich Sie dar­um, dass wir in unse­ren Pfarr­ge­mein­schaf­ten unse­re Pries­ter nicht ver­lie­ren. Wer soll uns jetzt noch hel­fen, außer Sie, Herr Bischof!

Ich dan­ke Ihnen im Namen aller Gläu­bi­gen, dass Sie sich mit Got­tes Kraft und Ihrer Weis­heit um unser Anlie­gen bemü­hen. Wir sind zuver­sicht­lich, dass Sie alles dafür tun wer­den, dass unser reich­hal­ti­ges christ­li­ches Leben wei­ter­hin von unse­ren lieb­ge­won­ne­nen Pries­tern in unse­ren Pfar­ren beglei­tet wird.”

(*offe­ner Brief von Franz Pem­ber­ger, Obmann des Pfarr­ge­mein­de­ra­tes in Schief­ling am See)

31.05.2024 16:00
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Pries­ter­ver­set­zun­gen sor­gen für Fas­sungs­lo­sig­keit Pfarrkirche Schiefling. In der Pfarrgemeinde regt sich Unmut.

© Pfarre Schiefling/See