Klagenfurt
Land startet betriebliche Kinderbetreuung im Herbst
In der Regierungssitzung (4. Juni) der Kärntner Landesregierung wurde beschlossen, im Herbst 2024 eine betriebliche Kinderbetreuung für Kinder von Landesbediensteten zu starten.
© Tolmacho/Pixabay
Landeshauptmann Peter Kaiser betonte im Pressefoyer, dass das Land Kärnten als attraktiver Arbeitgeber fungiert und mit der neuen Kinderbetreuungseinrichtung ein Beispiel für andere Unternehmen setzen möchte. „Uns geht es um die Beispielwirkung und wir setzen einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zur kinder- und familienfreundlichsten Region Europas“, sagte Kaiser. Für den laufenden Betrieb im ersten Jahr sind 194.000 Euro vorgesehen.
Bedarfsgerechte Kinderbetreuung
Personalreferent Landehauptmann-Stellvertreter Martin Gruber zeigte sich erfreut über das große Interesse der Landesbediensteten an der neuen Betreuungsmöglichkeit. „Dieses Angebot ist etwas, das sich offensichtlich viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewünscht haben. Wir wollen als öffentlicher Dienstgeber attraktiv sein und zeitgemäße Angebote bieten“, erklärte er.
Bildungsreferent Daniel Fellner kündigte an, dass im Herbst mit zwei Kleingruppen in Tageselternstruktur zu je sechs Kindern gestartet wird. „Wir werden das Angebot im Folgenden dem erhobenen Bedarf entsprechend erweitern, das könnte dann auch an einem anderen Standort sein.“
Bildungsinitiativen und europäische Projekte
Neben der Kinderbetreuung hob Kaiser hervor, dass das Land Kärnten als Lehrbetrieb jungen Menschen Chancen eröffnet. Zwischen 1999 und 2023 wurden 674 Lehrlinge ausgebildet, derzeit sind es 75, darunter neun mit besonderen Bedürfnissen. „Uns ist die Qualifizierung junger Menschen besonders wichtig. 40 bis 50 Prozent unserer Lehrlinge machen die Lehre mit Matura“, so Kaiser.
Als EU-Referent verwies Kaiser auf die Aktion „Kärntner Schüler nach Brüssel“, bei der seit 2013 über 2.000 Schülerinnen und Schüler Brüssel und die EU kennengelernt haben. Für diese Aktion gibt es eine Landesförderung von 150 Euro pro Schülerin und Schüler. Außerdem prämierte das Land mit dem Europa-Preis herausragende wissenschaftliche Arbeiten zu Europa-Themen, mit Preisgeldern für Bachelor‑, Master‑, Diplomarbeiten und Dissertationen.
Trauerminute für Ex-Bundeskanzlerin Bierlein
Die Regierungssitzung begann mit einer Trauerminute für die verstorbene frühere Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein und die Kärntner Archäologin Sabine Ladstätter. Der Landeshauptmann würdigte deren Wirken und drückte den Angehörigen die Anteilnahme des Landes aus.


