Salzburg

Für Kärnt­ner (63) ende­te Wan­de­rung töd­lich

Die Bergrettung Bad Gastein (Salzburg) suchte seit Donnerstag (6. Juni) nach einem vermissten Kärntner Bergsteiger in Sportgastein. Der 63-jährige Kärntner war bereits am Mittwoch in einem Altschneefeld eingebrochen und tödlich verunglückt.

Für Kärnt­ner (63) ende­te Wan­de­rung töd­lich Im Einsatz standen 20 Bergretter aus Bad Gastein, Alpinpolizisten, vier Hundeführer der Bergrettung, das Hubschrauberteam Libelle und Mitglieder der Gasteiner Wasserrettung.

© Bergrettung Bad Gastein

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„Der ver­miss­te Kärnt­ner war von Mall­nitz aus Rich­tung Hage­ner Hüt­te (2446 Meter, Hohe Tau­ern) gestar­tet“, schil­dert der Bezirks­lei­ter der Pon­gau­er Berg­ret­tung, Ger­hard Krem­ser. „Er woll­te dann über Sport­gas­tein mit dem Zug zurück­fah­ren.“ Nach­dem er aber bis zum spä­ten Abend nicht heim­kehr­te, ver­stän­dig­ten Ange­hö­ri­ge die Poli­zei.

Han­dy­pei­lung und Such­flü­ge der Poli­zei

Am Don­ners­tag­mor­gen such­te die Poli­zei mit Hil­fe einer Han­dy­pei­lung und Such­flü­gen nach dem 63-Jäh­ri­gen. Auch die Bad Gas­tei­ner Berg­ret­ter und vier Hun­de­füh­rer-Teams der Berg­ret­tung wur­den alar­miert: „Die Han­dy­pei­lung loka­li­sier­te den Ver­miss­ten in Sport­gas­tein.“ Rela­tiv rasch konn­ten Spu­ren des Ver­miss­ten auf Alt­schnee­fel­dern ent­deckt wer­den.

Hun­de­füh­rer fand Ruck­sack

Ein Hun­de­füh­rer der Berg­ret­tung fand einen Ruck­sack und wei­te­re Uten­si­li­en des Man­nes bei einem rei­ßen­den Bach unter­halb eines Schnee­fel­des in Sport­gas­tein. „Wir haben dann etwa 200 Meter wei­ter oben auf einem Schnee­feld auf etwa 1800 Metern Höhe ein offe­nes Schnee­loch und Rutsch­spu­ren ent­deckt“, so Krem­ser, Mit­glied der Gas­tei­ner Berg­ret­tung. Zusätz­lich wur­de die Was­ser­ret­tung zur Unter­stüt­zung alar­miert, die­se such­ten die Fließ­ge­wäs­ser in Sport­gas­tein nach dem Ver­miss­ten ab.

Schnee­de­cke mit Hohl­räu­men

„Wir haben in die pickel­har­te Alt­schnee­de­cke im Bereich des soge­nann­ten Esel­kar, die teil­wei­se bis zu vier Meter dick war, immer wie­der mit Motor­sä­gen Löcher geschnit­ten. Dar­un­ter befin­det sich auch ein Wild­bach. Auch die­se Hohl­räu­me haben wir nach Mög­lich­keit ab.“ Nach­dem sich die Wet­ter­be­din­gun­gen aber extrem ver­schlech­ter­ten, wur­de die Suche am Don­ners­tag ein­ge­stellt. Berg­ret­ter aus Bad Gas­tein such­ten auch am Frei­tag und Sams­tag immer wie­der nach mög­li­chen Spu­ren des Ver­miss­ten.

Such­ak­ti­on am Sonn­tag fort­ge­setzt

Für Sonn­tag wur­de auf­grund der Wet­ter­bes­se­rung wie­der eine gro­ße Such­ak­ti­on gestar­tet: „Das Gelän­de war sehr for­dernd und auch gefähr­lich für unse­re Ein­satz­kräf­te. Wir konn­ten nur durch Seil­si­che­run­gen auf die stei­le Alt­schnee­de­cke. An man­chen Stel­len bestand Ein­bruchs­ge­fahr und dar­un­ter ver­läuft eben die­ser rei­ßen­der Bach mit gro­ßen Hohl­räu­men.“

Dampf­son­de von Tirol ange­for­dert

Von der Tiro­ler Berg­ret­tung wur­de eine spe­zi­el­le Dampf­son­de mit Kame­ra ange­for­dert. „Durch ein Rec­co Such­ge­rät beka­men wir dann schließ­lich ein Signal. Wir haben mit einer Motor­sä­ge in die­sem Bereich die Schnee­de­cke auf­ge­schnit­ten und einen Berg­ret­ter in den Hohl­raum abge­seilt.“ Schließ­lich wur­de der Ver­miss­te gefun­den und mit gro­ßem Auf­wand gebor­gen, die Schnee­de­cke war dort 1,50 m dick und pickel­hart. Die Alpin­po­li­zei ermit­telt zum Unfall­her­gang.

Im Ein­satz stan­den 20 Berg­ret­ter aus Bad Gas­tein, Alpin­po­li­zis­ten, vier Hun­de­füh­rer der Berg­ret­tung, das Hub­schrau­ber­team Libel­le und Mit­glie­der der Gas­tei­ner Was­ser­ret­tung.

10.06.2024 07:00
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Für Kärnt­ner (63) ende­te Wan­de­rung töd­lich Im Einsatz standen 20 Bergretter aus Bad Gastein, Alpinpolizisten, vier Hundeführer der Bergrettung, das Hubschrauberteam Libelle und Mitglieder der Gasteiner Wasserrettung.

© Bergrettung Bad Gastein