Kärntner Arbeitsmarkt
Geringe Zunahme der Arbeitslosigkeit im Juni
Wir verzeichnen weiterhin einen hohen Beschäftigtenstand und im Vergleich zu den anderen Bundesländern erneut die niedrigste Zunahme der Arbeitslosigkeit. Kärnten meldet eine Zunahme der Arbeitslosigkeit von nur 5,3 Prozent, während der bundesweite Anstieg bei 10,3 Prozent liegt.
© AMS Kärnten/C. Knauder
Die Zahl der unselbstständig Beschäftigten bleibt stabil, mit insgesamt 229.000 Personen. Davon sind 13.399 Frauen (+5,3 Prozent) und 6.115 Männer (+1,0 Prozent). Die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen liegt bei 16.222, was einem Anstieg von 6,7 Prozent entspricht. Die Arbeitslosenquote beträgt geschätzte 5,5 Prozent, ein leichter Anstieg um 0,3 Prozentpunkte. Besonders betroffen sind Jugendliche unter 25 Jahren mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit um 20,2 Prozent.
Regionale Unterschiede
Auf Ebene der AMS-Regionalstellen zeigen sich regionale Unterschiede. Während in Feldkirchen die Arbeitslosigkeit um 17,3 Prozent gestiegen ist, verzeichnet Hermagor einen Rückgang um 22,0 Prozent. Klagenfurt meldet einen Anstieg um 9,4 Prozent, während Spittal/Drau nur eine leichte Zunahme von 1,4 Prozent verzeichnet.
Offene Stellen im Metal-/Elektrobereich
Nach Branchen betrachtet, verzeichnet der Baubereich eine stabile Arbeitslosigkeit (+0,4 Prozent). Im Metall-/Elektrobereich gibt es sogar mehr offene Stellen als vorgemerkte Arbeitslose (+18,2 Prozent). Der Handel und die Büroberufe melden ebenfalls Anstiege von 10,6 Prozent und 7,7 Prozent. Der Gesundheitssektor verzeichnet hingegen einen Rückgang der Arbeitslosigkeit um 3,0 Prozent.
Die Zahl der offenen Stellen ist weiterhin rückläufig, besonders im Bereich der Leasingstellen (-1.305). Bei den Langzeitarbeitslosen (über ein Jahr vorgemerkt) gibt es eine leichte Abnahme um 1,7 Prozent.
Stabiler Kärntner Arbeitsmarkt
Der Arbeitsmarkt in Kärnten zeigt sich trotz eines leichten Anstiegs der Arbeitslosigkeit relativ stabil. Besonders positiv ist die vergleichsweise geringe Zunahme der Arbeitslosigkeit im Vergleich zu anderen Bundesländern. Die Entwicklung variiert jedoch stark zwischen den verschiedenen Regionen und Branchen.