Flattnitz

Neu­er Anlauf zur Ret­tung des Ski­be­triebs

Das Skigebiet auf der Flattnitz soll unbedingt erhalten bleiben. Eine engagierte Bürgerinitiative hat ihr Interesse bekundet, das Skigebiet zu übernehmen und weiterzuführen.

Neu­er Anlauf zur Ret­tung des Ski­be­triebs Wirtschaftskammer-Bezirksobmann Walter Sabitzer (Sechster von links) und Wirtschaftskammer Bezirksstellenleiter Robert Schratt (Fünfter von links) luden zur Bürgermeister:innenkonferenz zur Rettung des Skibetriebs auf der Flattnitz.

© WKK/KK

"KLICK Kärnten" auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle festlegen
Anzeige

Bür­ger­initia­ti­ve zeigt Inter­es­se an Über­nah­me

Seit gerau­mer Zeit wird über eine mög­li­che Schlie­ßung des Ski­ge­biets spe­ku­liert. Grund hier­für ist das Aus­lau­fen der Kon­zes­si­on für den Ses­sel­lift zum Ende des Jah­res 2026 sowie ein Ver­trag mit dem Grund­ei­gen­tü­mer, der das Ende des Betriebs zu die­sem Zeit­punkt vor­sieht. Die Schlepp­lif­te sind hier­von nicht betrof­fen. Es gibt Über­le­gun­gen, einen neu­en Ver­bin­dungs­lift zwi­schen den bei­den Schlepp­lif­ten zu bau­en, um die Attrak­ti­vi­tät des Ski­ge­biets zu erhö­hen.

Vol­ler Ein­satz für den Erhalt

Wal­ter Sab­it­zer, Obmann der St. Vei­ter Wirt­schafts­kam­mer-Bezirks­stel­le, beton­te: „Wir set­zen uns seit Mona­ten inten­siv für den Erhalt des Ski­ge­biets ein. Der Erhalt regio­na­ler Pro­jek­te wie des Ski­be­triebs auf der Flatt­nitz ist uns als Wirt­schafts­kam­mer ein wich­ti­ges Anlie­gen. Gemein­sam wol­len wir ein trag­fä­hi­ges Kon­zept ent­wi­ckeln. Die Bür­ger­meis­ter war ein ers­ter Schritt in die rich­ti­ge Rich­tung. Nun sind die Inter­es­sier­ten gefragt, aktiv zu wer­den.“

Die poli­ti­sche Unter­stüt­zung für das Ski­ge­biet ist unge­bro­chen: Alle 12 anwe­sen­den Gemein­den befür­wor­te­ten den Fort­be­stand. Bür­ger­meis­ter Hans Fug­ger von Glöd­nitz bekräf­tig­te: „Unse­re Gemein­de steht wei­ter­hin hin­ter dem Ski­ge­biet Flatt­nitz und will es erhal­ten, auch wenn die finan­zi­el­len Her­aus­for­de­run­gen enorm sind. Die Still­le­gung könn­te auf­grund finan­zi­el­ler Eng­päs­se mög­li­cher­wei­se frü­her erfol­gen, was wir unbe­dingt ver­hin­dern wol­len.“

Insol­venz droht – drin­gen­der Hand­lungs­be­darf

Die Situa­ti­on ist pre­kär. Peter Urabl, neu­er Geschäfts­füh­rer der Lift­ge­sell­schaft, erklär­te: „Es fehlt an Geld, und wir haben eine sehr enge Frist bis Ende August, um die nöti­gen Mit­tel auf­zu­trei­ben. Ansons­ten müs­sen wir Insol­venz anmel­den. Das bedeu­tet jedoch nicht zwangs­läu­fig das Ende des Ski­ge­biets.“

Bür­ger­initia­ti­ve bereit zur Über­nah­me

Ulf Six, Spre­cher der Bür­ger­initia­ti­ve, zeig­te sich ent­schlos­sen: „Wir ver­tre­ten rund 10.000 Men­schen aus der Regi­on, die gro­ße Beden­ken hin­sicht­lich der Zukunft des Ski­ge­biets haben. Der Ver­lust des Ski­ge­biets wür­de nicht nur Arbeits­plät­ze gefähr­den, son­dern auch die regio­na­le Infra­struk­tur belas­ten. Wir sind bereit, den Lift zu über­neh­men und zu betrei­ben. Vie­le Unter­neh­mer­un­ter­stüt­zen uns finan­zi­ell, aller­dings benö­ti­gen wir ein durch­dach­tes, betriebs­wirt­schaft­lich trag­fä­hi­ges Kon­zept, um eine nach­hal­ti­ge Lösung zu fin­den.“

Die kom­men­den Wochen könn­ten ent­schei­dend für die Zukunft des Ski­ge­biets auf der Flatt­nitz sein. Der Hand­lungs­be­darf ist groß, und es bleibt abzu­war­ten, wie sich die Lage ent­wi­ckelt und ob die Bür­ger­initia­ti­ve eine trag­fä­hi­ge Lösung prä­sen­tie­ren kann.

29.07.2024 10:01
Anzeige
Neu­er Anlauf zur Ret­tung des Ski­be­triebs Wirtschaftskammer-Bezirksobmann Walter Sabitzer (Sechster von links) und Wirtschaftskammer Bezirksstellenleiter Robert Schratt (Fünfter von links) luden zur Bürgermeister:innenkonferenz zur Rettung des Skibetriebs auf der Flattnitz.

© WKK/KK