Startschuss
Ausbau des Busangebots rund um Feldkirchen
Ab 2022 sollen jährlich 300.000 Euro mehr in den Ausbau des öffentlichen Regionalverkehrs im Bezirk Feldkirchen fließen. Die Ausschreibung für das neue Angebot läuft bereits.
Der Ausbau der öffentlichen Verkehrs in allen 14 Kärntner Verkehrsregionen ist großes Ziel des “ÖV-Reformplans 2020plus”. Für die Region “Feldkirchen Hügelland” starteten nun die Planungen. Konkret geht es um eine Angebotsverbesserung in neun Gemeinden mit dem Jahr 2022: Albeck, Feldkirchen, Glanegg, Gnesau, Himmelberg, Reichenau, Sankt Urban, Steuerberg und Moosburg. Dem geht ein Vergabeverfahren voraus.
Bessere Taktungen
Mobilitätslandesrat Sebastian Schuschnig spricht von jährlich rund 300.000 Euro, die zusätzlich in die Region investiert werden. “Damit wird der Landesbeitrag auf insgesamt 2,1 Millionen Euro gesteigert. Es werden vor allem die Taktungen in den Regionen wieder verbessert. Hier wurde zu lange der Sparstift angesetzt.” Man möchte den Umstieg auf Bus und Bahn für Pendler attraktiver machen, die Anbindungen für Berufstätige, Auszubildende und Studierende verbessern.
Vergabe noch heuer
Das Vergabeverfahren – es wurde bereits gestartet – läuft über den Verkehrsverbund Kärnten. Die Einreichfrist läuft noch im September aus, also soll noch heuer eine Entscheidung nach dem Bestbieter-Prinzip fallen. Wie genau das verbesserte Verkehrsangebot aussehen wird, steht erst fest, wenn der Zuschlag erteilt ist. Doch die Gemeinden seien eingebunden. Schuschnig erklärt: “Die öffentliche Hand gibt vor, welche Leistungen und Strecken jedenfalls anzubieten sind. Darüber hinaus stehen die Verkehrsanbieter im Wettbewerb. Jener Anbieter, der das beste Angebot für die Region sichert, erhält den Zuschlag. Damit holen wir das meiste aus den öffentlichen Mitteln für den Bezirk Feldkirchen heraus!”
Auch Mikro-ÖV-Angebote sollen eine Rolle spielen. Die Vergabe erfolgt für die nächsten acht Jahre, im Juli 2022 soll es die neuen Fahrpläne geben.
Um ein Viertel mehr Bus-Angebot
Schuschnig zu den Plänen im Großen: “Bis 2023 soll das Bus-Angebot um ein Viertel ausgebaut werden. Denn das mit dem Bund beschlossene Klima-Ticket nutzt nur dann etwas, wenn auch das Angebot stimmt.” Das Bahn-Angebot wurde in den letzten drei Jahren bereits um 56 Prozent ausgeweitet.
